"Richtlinien über die Gewährung von Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung - ZILE -"
wurde der Grundstein für eine erfolgreiche und nachhaltige Förderpolitik für den ländlichen Raum gelegt.
Die Richtlinien sind weiterentwickelt, fortgeschrieben und mit Datum vom 29.10.2007 veröffentlicht worden.
Mit ZILE werden die raumbezogenen Maßnahmen Dorferneuerung und Flurbereinigung sowie investive Einzelmaßnahmen zusammengeführt und um die Förderung von ländlichen Entwicklungskonzepten und Regionalmanagement erweitert.
Die Gemeinden erhalten Anreize, gemeinsam ländliche Entwicklungskonzepte zu erarbeiten und werden bei deren Umsetzung unterstützt. Unter Beteiligung der Bürger in den Gemeinden sollen Entwicklungschancen sowie Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum aufgezeigt und in Gang gesetzt werden. Es geht dabei um Schaffung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze in den ländlichen Räumen, Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in der Landwirtschaft, regionale und gemeindliche Entwicklung; aber auch um Sicherung und Steigerung der Lebensqualität.
Die ländlichen Regionen sollen als Einheit betrachtet und für deren Entwicklung verschiedene Fördermaßnahmen in einem integrierten Ansatz zusammengeführt werden. Hierdurch soll eine effiziente und kostengünstige Realisierung nachhaltiger Projekte gewährleistet und über die Landwirtschaft hinaus der ländliche Raum in seiner Gesamtheit gestärkt werden.
Das Flurbereinigungsprogramm weist für das Jahr 2011 insgesamt 18 neue verbindliche Projekte mit einer Gesamtgröße von rund 14.200 ha aus, die innerhalb der nächsten zwei Jahre zur Einleitung kommen können.
Sieben Projekte dienen unmittelbar der Umsetzung von Planungen der öffentlichen Hand zum Bau von Bundesfernstraßen sowie Ortsumgehungen. Der damit verbundene erhebliche Flächenbedarf sowie die daraus resultierenden Nutzungskonflikte werden im Rahmen der Flurbereinigung gelöst. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die 9 sogenannten Zweckverfahren, in denen die Interessen der örtlichen Landwirtschaft mit Zielen der Wasserwirtschaft, des Naturschutzes, der Landschaftspflege und anderen öffentlichen Interessen verknüpft werden. Zusätzlich können dabei kommunale Entwicklungen berücksichtigt und bodenordnerisch begleitet werden.
Den Flurbereinigungsverfahren ging eine sehr intensive Vorbereitungsphase in Form der Landentwicklungsforen vorweg, an denen die Akteure vor Ort sowie die entsprechenden Landesdienststellen, Gemeinden und Landkreise beteiligt waren.
Insgesamt betreut das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGLN) über die 11 Regionaldirektionen, die über ein Amt für Landentwicklung vor Ort verfügen, derzeit 300 Flurbereinigungsverfahren mit einer Fläche von ca. 390.000 ha.
- Neue Verfahren (PDF)
- Anhängige Verfahren (PDF)
In das Dorferneuerungsprogramm werden mit dessen Fortschreibung 12 Dorfentwicklungsverfahren neu aufgenommen. Damit befinden sich 374 Dorfentwicklungsverfahren in der Förderung und laufenden Betreuung durch die 11 Regionaldirektionen des LGLN.
Die Gesamtzahl von 196 Dörfern, die seit 2007 innerhalb der laufenden Förderperiode in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen werden konnten, unterstreicht eindrucksvoll die Bedeutung der niedersächsischen Politik für die ländlichen Räume.
Die Benennung der neu aufgenommenen Dörfer ergab sich aus den Ergebnissen der Integrierten Entwicklungskonzepte (ILEK) bzw. Regionalen Entwicklungskonzepte (Leader - REK). Dabei zeigte sich, wie sich bereits der Strukturwandel in der Landwirtschaft, aber auch die demografischen Veränderungen ganz unmittelbar auf die Dörfer, vor allem auch auf die Dorfkerne auswirken. Es droht zunehmend der schleichende Verlust dorftypischer Funktionsvielfalt.
Ein besonderer Schwerpunkt der Dorferneuerung ist deshalb jetzt und künftig die Revitalisierung der Ortskerne. Vorrangig die Dorfinnenbereiche bedürfen der Entwicklung, Stabilisierung oder Anpassung. Die Umnutzung leer stehender Bausubstanz wird zusehends an Bedeutung gewinnen müssen. Das Bewusstsein für die Innenentwicklung verhindert auch den Flächenverbrauch landwirtschaftlicher Nutzflächen.
- Neue Dörfer im Programm (PDF)
- Dorferneuerungsprogramm 2011 (PDF)
Weitere Informationen zur Durchführung der verschiedenen Verfahren erhalten Sie über den Internetauftritt des LGLN (www.gll.niedersachsen.de).