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Öko-Modellregionen in Niedersachsen

Niedersachsen hat erstmals drei Ökomodellregionen: Holzminden, Goslar und Uelzen. Sie haben sich in einem Wettbewerb durchgesetzt und können mit Unterstützung des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums (ML) nun die Ökomodellregionen (ÖMR) auf den Weg bringen.

Im Bio-Segment übersteigt die Nachfrage weiterhin das Angebot. Das gemeinsame Ziel von Land und Regionen ist es daher, das Bio-Angebot in und aus Niedersachsen zu steigern – mit innovativen Konzepte für die jeweiligen Regionen.

Die drei Projektträger können diese nun für ihre jeweilige Region umsetzen: Über drei Jahre lang werden sie mit jeweils bis zu 60.000 Euro pro Jahr vom Land unterstützt. Projektträger der ersten Ökomodellregionen im Land sind der Landkreis Goslar (gemeinsam mit der LEADER-Region Westharz), die Bezirksstelle Uelzen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (gemeinsam mit der LEADER-Heideregion Uelzen) und der Landkreis Holzminden (gemeinsam mit der LEADER VoglerRegion im Weserbergland). Die eingereichten Konzepte hatten eine Fachjury aus Wissenschaftlern und Vertretern von Verbänden überzeugt.

Was ist eine Ökomodellregion?

Das Grundprinzip einer Ökomodellregion (ÖMR) ist auf die Erhöhung des regionalen Anteils ökologisch wirtschaftender Betriebe ausgerichtet. Das betrifft zum einen die landwirtschaftliche Produktion, aber auch die Bereiche Verarbeitung, Vermarktung bis hin zur Gemeinschaftsverpflegung in öffentlichen Einrichtungen und Kantinen. Der Fokus liegt dabei auf kommunalen und regionalen Strukturen und Netzwerken. Weil sich für jede ÖMR andere Ausgangslagen und Voraussetzungen ergeben, muss jede Region ihr individuelles Konzept entwickeln, das auf die Akteure und Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten ist. Beispiele für Tätigkeitsfelder in Ökomodellregionen sind etwa der Aufbau von bäuerlichen Liefergemeinschaften für den Lebensmitteleinzelhandel oder der Ausbau der Direktvermarktung zum Erhalt der regionalen Nahversorgung auf dem Land.

Warum braucht Niedersachsen Ökomodellregionen?

Verbraucherinnen und Verbraucher wollen bewusster einkaufen und essen. Dafür müssen sie wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie produziert wurden. Viele setzen dabei auf Bio-Produkte, doch müssen sie hier oft auf Lebensmittel zurückgreifen, die nicht aus der Region stammen. Dabei bringt der ökologische Landbau viele positive Effekte: Er leistet wichtige Beiträge zum Schutz der biologischen Vielfalt, des Wassers, des Bodens und der Tiere sowie für die Entwicklung des ländlichen Raumes.

Rund 1.400 Unternehmen in Niedersachsen verarbeiten in steigendem Umfang Bio-Erzeugnisse und schaffen Arbeitsplätze (Stand 2019). Auf rund 2.000 Betrieben wird ökologisch gewirtschaftet und mehr als 107.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche wird für die Bio-Produktion genutzt – Tendenz steigend. Das Marktvolumen steigt allerdings, ohne dass diese Wertschöpfungspotentiale von der regionalen Ökolandwirtschaft hier in gleichem Umfang genutzt werden. Dieser Entwicklung will das Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen (ML) mit der Ausweisung von Ökomodellregionen entgegenwirken.

Weitere Informationen zum Bereich Ökologische Landwirtschaft finden Sie unter https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/landwirtschaft/okologischer_landbau/

Ansprechpartner zu den ÖMR

Ansprechpartner der einzelnen Ökomodellregionen kann ihnen die Pressestelle des jeweiligen Landkreises beziehungsweise der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) nennen.




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