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Öko-Modellregionen in Niedersachsen

Das Logo der Öko-Modellregionen Niedersachsen neben dem Logo des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz   Bildrechte: ML
Niedersachsen fördert erstmals Öko-Modellregionen
Niedersachsen hat mittlerweile sieben Öko-Modellregionen (ÖMR): Zu den bisherigen ÖMR in Holzminden, Goslar, Uelzen und Hannover sind nun noch die ÖMR Hameln, Oldenburg und das Gebiet des Zweckverbandes Erholungsgebiet Hasetal dazugekommen. Sie haben sich in einem Wettbewerb durchgesetzt und können mit Unterstützung des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums (ML) nun die Öko-Modellregionen (ÖMR) auf den Weg bringen.
 
ÖMR-Übersichtskarte Landkreise Niedersachsen


Im Bio-Segment übersteigt die Nachfrage weiterhin das Angebot. Das gemeinsame Ziel von Land und Regionen ist es daher, das Bio-Angebot in und aus Niedersachsen zu steigern – mit innovativen Konzepten für die jeweilige Region.

Die sieben Projektträger können diese nun für ihre jeweilige Region umsetzen: Über drei Jahre lang werden sie mit jeweils bis zu 60.000 Euro pro Jahr vom Land unterstützt. Projektträger der Öko-Modellregionen im Land sind die Landeshauptstadt Hannover, die Landkreise Goslar, Hameln, Holzminden und Oldenburg, die Bezirksstelle Uelzen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal. Die eingereichten Konzepte hatten eine Fachjury aus Wissenschaftlern und Vertretern von Verbänden überzeugt.

Was ist eine Öko-Modellregion?

Das Grundprinzip einer Öko-Modellregion (ÖMR) ist auf die Erhöhung des regionalen Anteils ökologisch wirtschaftender Betriebe ausgerichtet. Das betrifft zum einen die landwirtschaftliche Produktion, aber auch die Bereiche Verarbeitung, Vermarktung bis hin zur Gemeinschaftsverpflegung in öffentlichen Einrichtungen und Kantinen. Der Fokus liegt dabei auf kommunalen und regionalen Strukturen und Netzwerken. Weil sich für jede ÖMR andere Ausgangslagen und Voraussetzungen ergeben, muss jede Region ihr individuelles Konzept entwickeln, das auf die Akteure und Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten ist. Beispiele für Tätigkeitsfelder in Öko-Modellregionen sind etwa der Aufbau von bäuerlichen Liefergemeinschaften für den Lebensmitteleinzelhandel oder der Ausbau der Direktvermarktung zum Erhalt der regionalen Nahversorgung auf dem Land.

Warum braucht Niedersachsen Öko-Modellregionen?

Verbraucherinnen und Verbraucher wollen bewusster einkaufen und essen. Dafür müssen sie wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie produziert wurden. Viele setzen dabei auf Bio-Produkte, doch müssen sie hier oft auf Lebensmittel zurückgreifen, die nicht aus der Region stammen. Dabei bringt der ökologische Landbau viele positive Effekte: Er leistet wichtige Beiträge zum Schutz der biologischen Vielfalt, des Wassers, des Bodens und zum Tierwohl sowie für die Entwicklung des ländlichen Raumes.

Rund 1.400 Unternehmen in Niedersachsen verarbeiten in steigendem Umfang Bio-Erzeugnisse und schaffen Arbeitsplätze (Stand 2019). Auf rund 2.200 Betrieben wird ökologisch gewirtschaftet und mehr als 134.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche wird für die Bio-Produktion genutzt – Tendenz steigend. Das Marktvolumen steigt und der Umsatz mit Biolebensmitteln im LEH ist in 2020 gegenüber 2019 nochmals stark um 20 % auf rd. 15 Mrd. € angestiegen. Allerdings werden diese Wertschöpfungspotentiale von der regionalen Ökolandwirtschaft nicht in gleichem Umfang genutzt, da selbst bei heimischen Biolebensmitteln, z. B. Möhren, Zwiebeln, Frühkartoffeln und Butter, der Importanteil bis zu 50 % beträgt. Dieser Entwicklung will das Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen (ML) mit der Ausweisung von Öko-Modellregionen entgegenwirken, indem dabei z. B. Konzepte zur Erhöhung der Akzeptanz und des Marktanteils für regionale Bioprodukte gefördert werden.

Weitere Informationen zum Bereich Ökologische Landwirtschaft finden Sie unter https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/landwirtschaft/okologischer_landbau/


Ansprechpartner zu den ÖMR

Ansprechpartner und nähere Informationen zu den einzelnen Ökomodellregionen kann Ihnen die Pressestelle des jeweiligen Landkreises beziehungsweise der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) nennen.


Otte-Kinast: „Wir fördern mehr Bio in Niedersachsen“

Sabine Tegtmeyer-Dette (Landeshauptstadt Hannover), Staatssekretär Ludwig Theuvsen (Landwirtschaftsministerium) und Frederic Pein (Betriebsinhaber Gärtnerei Rothenfeld) stehen vor einem Gemüseregal und einem Plakat zur "Öko-Modellregion Niedersa   Bildrechte: ML

Öko-Modellregionen sind ein Erfolg, wenn alle an einem Strang ziehen: Sabine Tegtmeyer-Dette (Landeshauptstadt Hannover), Staatssekretär Ludwig Theuvsen (Landwirtschaftsministerium) und Frederic Pein (Betriebsinhaber Gärtnerei Rothenfeld) am 26.07.2021 in Isernhagen bei der Vorstellung der Gärtnerei mit ihrer vielseitigen Vermarktungsstruktur

Das Logo der Öko-Modellregionen Niedersachsen   Bildrechte: ML

Das Logo der Öko-Modellregionen Niedersachsen

Auftaktveranstaltung Öko-Modellregionen Niedersachsen

 

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