Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Niedersachen klar Logo

Coronavirus - Fragen und Antworten

Das Coronavirus.   Bildrechte: iStock/wildpixel
Die Corona-Krise betrifft die Agrarbranche wie auch Verbraucher. Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen.

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) stellt hier gebündelt Antworten auf häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit dem Auftreten des Coronavirus (SARS-CoV-2) zur Verfügung, die den Aufgabenbereich des ML betreffen.


Die ab dem 19. Juni 2021 geltende Verordnung finden Sie hier: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

Hinweis: Die sogenannte "Bundesnotbremse" gilt seit dem 1. Juli 2021 nicht mehr. Die FAQs wurden entsprechend angepasst.


Bei weiteren Fragen zu Auswirkungen der Corona-Epidemie auf die Land- und Ernährungswirtschaft können Sie sich an die

  • Hotline des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums unter der Rufnummer 0511 / 120 2000 wenden oder
  • die Mailadresse corona@ml.niedersachsen.de nutzen.

Einen umfassenden Fragen-Antworten-Katalog zu der Corona-Epidemie finden Sie darüber hinaus auf der Webseite der Niedersächsischen Landesregierung im Artikel: "Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)".

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzt die Landesregierung zügig die Empfehlungen des Krisenstabs um. Dabei orientiert sie sich eng an den Leitlinien der Bundesregierung und der Regierungschefs der Bundesländer zur Bekämpfung der Corona-Epidemie. Auf der Seite www.niedersachsen.de/Coronavirus finden Sie mehr Informationen sowie die jeweils aktuellen Verordnungen der Landesregierung.

Bitte beachten Sie, dass sich die unten stehenden Angaben – soweit nicht anders angegeben – auf Infektionszahlen unterhalb eines Inzidenzwertes von 100 (7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner) beziehen. Übersteigt die regionale Infektionslage in den Landkreisen und kreisfreien Städten diesen Wert, greifen strengere Regelungen (beispielsweise bei den Kontaktbeschränkungen). Welche Regeln das sind, können Sie im § 18 a Absatz 3 der „Corona-Verordnung“ nachlesen – oder hier auch noch einmal dargestellt als Übersicht unter https://www.niedersachsen.de/download/166147 nachvollziehen. Hier geht es zur aktuellen Inzidenzampel für Niedersachsen (Inzidenz der Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen basierend auf den Daten des Niedersächsischen Landesgesundheitsamt).

Die Bundesregierung hat im Frühjahr 2020 ein Maßnahmenpaket beschlossen und darin die Land- und Ernährungswirtschaft als systemrelevante Infrastruktur anerkannt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die wichtigsten Punkte für den Agrarsektor in einem eigenen FAQ zusammengefasst.


Die Impfhotline erreichen Sie unter:

0800 99 88 665

Oder online unter www.impfportal-niedersachsen.de


Sind Hamsterkäufe sinnvoll?

Nein! Hamsterkäufe sind nicht sinnvoll, sie sind unsolidarisch und sollten bitte unbedingt unterbleiben.

Aus folgenden Gründen:

  • Es bestehen derzeit keine Versorgungsengpässe mit Lebensmitteln.
  • Lebensmittelhändler können leere Regale, trotz gestiegener Nachfrage einiger Produktsorten, in aller Regel zügig nachfüllen, da die Lager gut gefüllt sind.
  • Dies setzt aber voraus, dass alle Bürger sich solidarisch verhalten.
  • Vorräte können mit Bedacht und Augenmaß aufgestockt werden. Lebensmittel zu horten, die dann nicht verzehrt werden, ist überflüssig, schadet dem eigenen Geldbeutel und im schlimmsten Fall der Allgemeinheit, das heißt ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

Lebensmittelhändler können sich vorbehalten, Waren nur in haushaltüblichen Mengen abzugeben, um Hamsterkäufen entgegenzuwirken. Zudem raten sie zum Einkauf unter der Woche.

Tipps für die Planung eines Wocheneinkaufs hat das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) hier zusammengestellt.


Welche Regeln gelten für Schlacht- beziehungsweise Fleischverarbeitungsbetriebe in Sachen Corona-Tests?

Aufgrund des erhöhten Infektionsrisikos in größeren Schlacht- und Zerlegebetrieben müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Produktion eingesetzt werden, in der Regel einmal pro Woche auf das Virus getestet werden.

Für kleinere handwerkliche Fleischerbetriebe, die in der Regel nicht mehr als 49 Personen beschäftigen, gilt die Testverpflichtung nicht.

Welcher Betrieb konkret betroffen ist, wird vom kommunalen Gesundheitsamt geprüft. Der Betrieb muss die Testungen selbständig organisieren, die Kosten hierfür tragen und dem Gesundheitsamt gegenüber nachweisen.


In Schlacht- und Zerlegebetrieben kam es in den vergangenen Wochen zu Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Können Coronaviren auch über Fleischwaren oder andere Lebensmittel übertragen werden?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat dazu am 19. Juni 2020 eine aktuelle Einschätzung abgegeben. Darin heißt es: „Nach dem derzeitigen Stand des Wissens ist dies unwahrscheinlich. Theoretisch ist eine Verunreinigung (Kontamination) von Fleisch oder Fleischwaren mit Coronaviren während der Schlachtung oder bei der Fleischzerlegung und -verarbeitung möglich. Dem BfR sind jedoch bislang keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über den Verzehr von Fleischwaren oder Kontakt mit kontaminierten Fleischprodukten bekannt.“ Die vollständige Bewertung finden Sie unter dem folgenden Link zum Download (PDF, 100 KB, nicht barrierefrei): www.bfr.bund.de/cm/343/fleischwaren-und-coronavirus-uebertragung-unwahrscheinlich.pdf

Um sich vor Virusübertragungen zu schützen, empfiehlt das BfR grundsätzlich, die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und Fernhalten der Hände aus dem Gesicht auch bei der Zubereitung von Lebensmitteln zu beachten. Weiterhin lässt sich das Risiko von lebensmittelbedingten Infektionen senken, wenn Fleisch und Geflügel vor dem Verzehr an allen Stellen mindestens zwei Minuten lang auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzt werden, beziehungsweise bis austretender Fleischsaft klar ist und das Fleisch eine weißliche (Geflügel), graurosafarbene (Schwein) oder graubraune Farbe (Rind) angenommen hat.


Kann man sich generell über Lebensmittel und andere Produkte anstecken?

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gibt es derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für eine Übertragung des Virus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen, wodurch nachfolgend Infektionen beim Menschen aufgetreten wären, gibt es derzeit keine belastbaren Belege. Allerdings sind Übertragungen durch Schmierinfektionen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, theoretisch denkbar und können nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich. Die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln sollten beachtet werden. Wie Sie sich im Privathaushalt vor Lebensmittelinfektionen schützen können, hat das BfR in folgender Broschüre zusammengefasst (PDF, 370 KB, nicht barrierefrei): www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps_schutz_vor_lebensmittelinfektionen_im_privathaushalt.pdf.

Weitere Informationen finden Sie auch unter folgenden Internet-Links:


Welche Hygiene- und Schutzmaßnahmen sollen Betriebe aus Landwirtschaft, Forst- und Gartenbau bezüglich des Coronavirus beachten?

Speziell für das landwirtschaftliche Umfeld entwickelte Hinweise zum Schutz vor dem Coronavirus liegen in Deutsch und vier Fremdsprachen (Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch, Russisch) vor. Sie wurden von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) entwickelt. Die Betriebsanweisungen der SVLFG beinhalten wichtige Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen zum Coronavirus. Die Betriebsanweisung gibt es in deutscher, englischer, polnischer, rumänischer, russischer und ungarischer Sprachversion.

Die SVLFG empfiehlt insbesondere allen Arbeitgebern, sie in den Betrieben auszuhängen, um die aktuell starke Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Auch für landwirtschaftliche Betriebe gelten die allgemeinen Hygieneschutzmaßnahmen wie:

  • Regelmäßiges Händewaschen
  • Hände gründlich waschen
  • Hände aus dem Gesicht fernhalten
  • Im Krankheitsfall Abstand halten
  • Richtig Husten und Niesen
  • Wunden schützen
  • Auf ein sauberes Zu Hause achten
  • Lebensmittel hygienisch behandeln
  • Geschirr und Wäsche heiß waschen
  • Regelmäßig lüften

Was mache ich, wenn ich glaube, dass ich mich mit dem Coronavirus infiziert habe?

Bei einem Verdacht auf eine Erkrankung wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116 117 – die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes –, wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben.

Hier finden Sie eine weitere Auswahl von Hotlines, die bundesweit zum Thema Coronavirus informieren:


Wer entscheidet über Quarantänemaßnahmen und etwaige Entschädigungszahlungen?

Ob Quarantäne- oder andere Schutzmaßnahmen auf einem Betrieb zu treffen sind und wie diese aussehen, entscheiden ausschließlich die zuständigen Gesundheitsämter. Regelungen dafür finden sich im Infektionsschutzgesetz (IfSG).

Dort sind auch Regelungen zu eventuellen Entschädigungen bei Verdienstausfall zu finden. In Niedersachen entschädigt der zuständige Landkreis beziehungsweise die kreisfreie Stadt auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes. Die Quarantäne muss dabei durch die zuständige Behörde angeordnet worden sein. Weitere Informationen zu Entschädigungsregelungen im Falle einer angeordneten Quarantäne finden Sie auf www.niedersachsen.de/Coronavirus/hinweise-fur-berufstatige-185673.html

Das Robert Koch-Institut hat auf seiner Webseite "Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter Personal der kritischen Infrastruktur bei Personalmangel" bereitgestellt.


Was passiert, wenn ein Landwirt in Quarantäne muss?

Wenn sich ein Landwirt in Quarantäne befindet, sind alle weiteren Maßnahmen mit den zuständigen örtlichen Behörden abzustimmen. Unabhängig davon sollten Landwirte, wie alle anderen Unternehmer, Vorsorge treffen und Notfallpläne erstellen.


Wann und wie bekomme ich einen Betriebshelfer/eine Betriebshelferin, wenn ich ausfalle?

Ob im Falle einer Erkrankung ein Anspruch auf einen Betriebshelfer besteht, prüft die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) im Einzelfall. Ob ein infizierter Landwirt Anspruch auf einen Betriebshelfer hat, ist von den konkreten Verhältnissen und der Abstimmung mit den örtlich zuständigen Behörden abhängig.


Sind Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft systemrelevant?

In Krisenzeiten ist es von elementarer Bedeutung, dass unverzichtbare Infrastrukturen (unter anderem Staatsfunktionen, Verkehrs-, Kommunikations- und Versorgungsstrukturen) erhalten bleiben müssen, um die staatliche Ordnung und die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen zu gewährleisten. Zu diesen sogenannten „Kritischen Infrastrukturen“ (KRITIS) gehören auch die Land- und Ernährungswirtschaft einschließlich der vor- und nachgelagerten Bereiche.

Anders als andere Bereiche der Kritischen Infrastrukturen, ist dieser Sektor allerdings durch eine Vielzahl kleinerer, mittlerer und großer Unternehmen, die komplexen Lieferketten mit einander verbunden sind, gekennzeichnet. Die vom BMEL veröffentlichte Leitlinie „Kritische Infrastruktur Ernährung“ (PDF, 149 KB, nicht barrierefrei) macht das deutlich. Ungeachtet dessen gibt es, bis auf die BSI Kritis Verordnung (BGBl I 2016, 958), die absolute Großstrukturen im Hinblick auf Cybersicherheit definiert, und die insoweit mit Bezug auf die aktuelle Pandemie-Lage nicht einschlägig ist, keine rechtlich bindende Einordnung beziehungsweise Definition für die Unternehmen der Kritis Ernährung.

Im Zuge der Corona-Pandemie gab es vermehrt Anfragen von Unternehmen, mit dem Wunsch die Zugehörigkeit zur KRITIS Ernährung beziehungsweise die Systemrelevanz anerkannt beziehungsweise bescheinigt zu bekommen. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) hat sich entschieden, derzeit grundsätzlich keine Bescheinigungen oder Anerkennungen mit Bezug auf die Systemrelevanz von Unternehmen oder die Zugehörigkeit zur KRITIS Ernährung auszustellen, weil damit vor dem Hintergrund der aktuellen Lage und den damit verbundenen staatlichen Maßnahmen keine Rechtsfolgen verbunden sind. Unternehmen aus Niedersachsen, die ein konkretes Problem bei der Lieferung in das/aus dem Ausland vorzutragen haben, wenden sich bitte an das Landwirtschaftsministerium (ML) unter corona@ml.niedersachsen.de.

Allgemeine Informationen zu den Kritischen Infrastrukturen finden sich auf der Website des BMI: www.bmi.bund.de/DE/themen/bevoelkerungsschutz/schutz-kritischer-infrastrukturen/schutz-kritischer-infrastrukturen-node.html .

"Handlungsoptionen zum Management von Kontaktpersonen unter Personal der kritischen Infrastruktur bei Personalmangel" hat das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage bereitgestellt.


Wie hilft Niedersachsen betroffenen Unternehmen finanziell weiter?

Um die Auswirkungen der Corona-Krise auf niedersächsische Unternehmen abzumildern, hat die Landesregierung ein Hilfspaket von 4,4 Milliarden Euro auf den Weg gebracht.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums (MW) sowie in der entsprechenden Pressemitteilung des MW vom 24. März 2020.

Das MW stellt ebenfalls Antworten auf häufig gestellte Fragen auf seinen Webseiten bereit.

Landwirtschaftliche Betriebe, die in der Saison 2020 Saisonarbeitskräfte beschäftigen/beschäftgten, erhielten/erhalten vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium eine finanzielle Unterstützung. Zur Bewältigung der Auswirkungen des Corona-Virus standen im Haushalt zusätzlich vier Millionen Euro zur Verfügung. Mehr Informationen dazu finden Sie in der Pressemitteilung des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums (ML) vom 17. April 2020.
  • Für Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen hat die KfW eine Hotline eingerichtet:
    0800 539 9001 (Mo bis Fr 8 - 18 Uhr)
    Corona Sonderseite der KfW

Eine Übersicht der Wirtschaftshilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) erstellt. Darin werden die einzelnen Maßnahmen vor dem Hintergrund der Bedürfnisse der Kommunen erläutert.

Welche finanziellen Unterstützungsangebote gibt es für landwirtschaftliche Betriebe in der Corona-Krise?

Landwirtschaftliche Unternehmen können derzeit eine Förderung im Rahmen der Überbrückungshilfe III beantragen.Die Verlängerung der Überbrückungshilfe III für die Monate Juli bis Ende September wird mit dem neuen Programm Überbrückungshilfe III Plus umgesetzt, das inhaltlich weitgehend deckungsgleich mit der Überbrückungshilfe III ist. Anträge können über Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte gestellt werden (prüfende Dritte).

Weitere Informationen zu den Überbrückungshilfen finden Sie unter dem folgenden Link: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Das Liquiditätshilfeprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) bietet Darlehen zur Liquiditätssicherung für Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und des Weinbaus an, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden. Entsprechende Informationen finden Sie unter www.rentenbank.de

Außerdem ist für landwirtschaftliche Betriebe die Inanspruchnahme des „Niedersachsen Schnellkredits“ möglich. Diese Kredite sind über die jeweilige Hausbank zu beantragen. Für die Schnellkredite gelten beihilferechtlich ebenfalls die Regelungen zur „Kleinbeihilfe 2020“. Aufgrund der in den Richtlinien festgesetzten Höchstgrenzen sollte vor Inanspruchnahme eines Kredites geprüft werden, ob eine Förderung aus der Überbrückungshilfe möglich und ggf. sinnvoller ist. Informationen zum „Niedersachsen Schnellkredit“ sind auf der Internetseite der N-Bank verfügbar: www.nbank.de/Unternehmen/Investition-Wachstum/Niedersachsen-Schnellkredit

Dürfen landwirtschaftliche Berater noch auf die Betriebe beziehungsweise auf die Felder kommen?

Ja, Gruppenberatungen im Freien zu pflanzenbaulichen Fragestellungen gehören zu den Zusammenkünften, die einen beruflichen Zweck erfüllen. Sie sind deswegen nach der aktuellen Corona-Verordnung Niedersachsens erlaubt. Zu beachten sind die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln.
Hinweis: Erfahrungsgemäß steigt mit steigender Gruppengröße die Gefahr, dass die Abstandsregelungen nicht dauerhaft eingehalten werden können. Es liegt in der Verantwortung der Organisatoren solcher Zusammenkünfte, hier entsprechende Vorkehrungen zur Vermeidung eines erhöhten Infektionsrisikos zu treffen, zum Beispiel durch die Aufteilung in mehrere Kleingruppen.

Erntehelfer und SaisonarbeitskräfteThemenbereich Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer/innen


Wie finde ich während der Pandemie Erntehelferinnen und Erntehelfer?

In diesem Zusammenhang können Online-Plattformen wie www.daslandhilft.de oder die Agrarjobbörse der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) unter www.agrarjobboerse.de hilfreich sein.


Was muss ich bei der Unterbringung meiner Saisonarbeitskräfte beachten?

Die Pflichten der Unternehmen und landwirtschaftlichen Betriebe, die Personen beschäftigen, die in Sammelunterkünften oder in betriebseigenen oder angemieteten Unterkünften untergebracht sind, sind in der Niedersächsischen Corona-Verordnung geregelt. Betriebe müssen demnach

  • die beschäftigten Personen auf die aktuellen Hygieneregeln aufmerksam machen und sicherstellen, dass diese verstanden wurden,
  • die Einhaltung der Hygieneregeln regelmäßig überprüfen und dokumentieren,
  • die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung herausgegebenen Infografiken mit den wichtigsten Hygienehinweisen in allen Unterkünften gut sichtbar und für alle Bewohnerinnen und Bewohner zugänglich aushängen
  • und Arbeitskräfte möglichst nur in Einzelzimmern unterbringen. Küche und Bad sind so zu nutzen, dass eine ausreichende Distanz zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern gewährleistet ist.


Welche Regeln gibt es bezüglich der Testung von Erntehelferinnen und Erntehelfern?

Betriebe, die temporär Erntehelfer/Erntehelferinnen beschäftigen, welche in Sammelunterkünften untergebracht werden, dürfen nur Personen einsetzen, die einmal bei der ersten Ankunft und später mindestens zweimal wöchentlich auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden sind und dabei ein negatives Testergebnis haben. Selbsttests sind nur zulässig, wenn sie unter Aufsicht einer geschulten Person des Betriebes vorgenommen werden. Der Betrieb muss die Testungen selbständig organisieren, die Kosten hierfür tragen und dem Gesundheitsamt gegenüber nachweisen.

Die Weisungen zur Testpflicht in landwirtschaftlichen Betrieben sowie in Schlachtbetrieben vom 28. Juni 2021 finden Sie unter: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/Testung/hinweise-zur-testung-auf-corona-198156.html


Was ist bei der Beschäftigung von Saisonarbeitskräften in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und des Gartenbaus zu beachten?

Die Bundesregierung hat am 12.5.2021 auf Grundlage von § 36 Abs. 8 und 10 des Infektionsschutzgesetzes die Coronavirus-Einreiseverordnung erlassen, die bundeseinheitlich und umfassend u. a. die Anmelde-, Nachweis- sowie die Absonderungspflicht für die in die Bundesrepublik Deutschland Einreisenden im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 regelt. Diese Regelungen gelten bis zur Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Deutschen Bundestag, nachfolgend wird nur auf die Regelungen für Saisonarbeitskräfte eingegangen:

Anmeldepflicht (§ 3 CoronaEinreiseV)

Saisonarbeitskräfte müssen die Einreise grundsätzlich vorab im Einreiseportal unter https://www.einreiseanmeldung.de/anzeigen, unabhängig ob die Einreise aus einfachen Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten erfolgt. Diese Anmeldung ist kostenlos und in verschiedenen Sprachen möglich, darunter auch in polnischer und rumänischer Sprache.

Sofern eine Einreise über einen Beförderer erfolgt, ist dem Beförderer die Bestätigung über die erfolgreiche Einreiseanmeldung vorher vorzulegen. In jedem Fall aber ist eine Beförderung zu untersagen, sofern die einreisende Person nicht über einen Nachweis ihrer Anmeldung verfügt. Bei bloßer Durchreise gilt keine Pflicht zur Einreiseanmeldung.


Nachweispflicht bei Einreise aus einem Risikogebiet (§ 5 CoronaEinreiseV):

Zusätzlich besteht die Verpflichtung für einreisende Saisonarbeitskräfte nach Voraufenthalt in einem einfachen Risikogebiet, spätestens 48 Stunden nach Einreise in die Bundesrepublik Deutschland einen Nachweis über eine vollständige Impfung (gilt ab dem 15. Tag nach der letzten erforderlichen Impfdosis), eine Genesung (die für die Feststellung der Erkrankung zugrundeliegende PCR-Testung ist mindestens 28 Tage, maximal 6 Monate her) oder einen negativen Test (z.B. PCR-Test, max. 72 Std. alt oder PoC-Antigen-Schnelltest, max. 48 Std alt) über das Einreiseportal zu übermitteln. Hinsichtlich der Voraussetzungen zu den Test-, Genesenen, und Impfnachweisen wird auf § 2 Nr. 6 – 8 CoronaEinreiseV verwiesen.


Nachweispflicht bei Einreise aus einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet (§ 5 CoronaEinreiseV) :

Bei Einreise einer Saisonarbeitskraft aus einem Hochinzidenzgebiet muss bereits vor der Einreise ein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorliegen und über das Einreiseportal übermittelt worden sein.

Bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet ist ein Testnachweis (Schnelltests dürfen maximal 24 Stunden alt sein) erforderlich, ein Impf- oder Genesenennachweis genügt nicht. Auch Personen, die lediglich durch ein Virusvariantengebiet durchgereist sind, müssen einen Testnachweis besitzen. Bei der Einreise über einen Beförderer muss diesem der Nachweis vor der Beförderung vorgelegt werden.

Maßgeblich ist, ob das entsprechende Land zum Zeitpunkt der Einreise als Virusvariantengebiet eingestuft ist. Hinsichtlich der Voraussetzungen zu den Test-, Genesenen, und Impfnachweisen wird auf § 2 Nr. 6 – 8 CoronaEinreiseV verwiesen.


Arbeitsquarantäne (§ 6 Abs. 2 Buchstabe e CoronaEinreiseV):

Die Möglichkeit der Arbeitsquarantäne für Saisonarbeitskräfte gilt weiterhin, wenn diese sich zuvor in einem Risiko- oder Hochinzidenzgebiet aufgehalten haben. Wenn sich die Saisonarbeitskräfte zuvor in einem Risikogebiet aufgehalten haben, können sie sich sofort von der Arbeitsquarantäne freitesten. Bei einem Voraufenthalt in einem Hochinzidenzgebiet ist eine Freistellung erst nach fünf Tagen nach der Einreise möglich. Für getestete, geimpfte und genesene Personen endet die Quarantänepflicht, sobald diese an die zuständige Behörde einen entsprechenden Nachweis übermittelt haben. Bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet gilt weiterhin für alle eine 14-tägige Quarantänepflicht ohne Arbeits- und Freistellungsmöglichkeit.

Für die Arbeitsquarantäne gilt: Am Ort der Unterbringung und Tätigkeit sind in den ersten zehn Tagen nach der Einreise gruppenbezogen betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung außerhalb der Arbeitsgruppe zu ergreifen, die einer Absonderung vergleichbar sind. Das Verlassen der Unterbringung ist nur zur Ausübung der Tätigkeit gestattet und der Arbeitgeber hat die Arbeitsaufnahme vor Beginn bei der zuständigen Behörde anzuzeigen und die ergriffenen Maßnahmen zu dokumentieren.

Zusammenfassend gilt für die Möglichkeit der Arbeitsquarantäne je nach Herkunftsgebiet für Saisonarbeitskräfte folgendes:



Herkunftsgebiet:

Risikogebiet

Hochinzidenzgebiet

Virusvariantengebiet

Arbeitsquarantäne:

· möglich

· Dauer 10 Tage

· Freitestung sofort möglich

· bei Immunisierung entfällt bzw. endet sie, sobald Impf- oder Genesenennachweis an zuständige Behörde übermittelt wurde



· möglich

· Dauer 10 Tage

· Freitestung möglich ab 5. Tag

· Bei Immunisierung entfällt bzw. endet sie, sobald Impf- oder Genesenennachweis an zuständige Behörde übermittelt wurde


· nicht möglich

· stattdessen 14 Tage Quarantäne ohne Beschäftigungsmöglichkeit

· keine Möglichkeit der Freitestung; keine Befreiung/Verkürzung bei Immunisierung



Sofern während der Absonderung/Arbeitsquarantäne typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 Personen auftreten, besteht die Verpflichtung, die zuständige Behörde unverzüglich zu informieren.

Nützliche Hinweise:

Sicherheit hinsichtlich Auswahl und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz, wie z. B. zusätzliche Hygieneregeln,

Hilfreich ist in diesem Zusammenhang auch ein rechtlich nicht bindendes Merkblatt des BMEL unter https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/agrarsozialpolitik/saisonarbeitskraefte-landwirtschaft.html , welches die Unternehmen bei der Umsetzung der o. g. rechtlichen Vorgaben im Sinne von „Best Practice“ unterstützt.



Themenbereich Hundeschulen (aktualisiert mit Änderungen der "Corona-Verordnung" vom Verordnung vom 18. Juni 2021)


Was gilt für Hundeschulen?

Unter Beachtung des § 1a (Dreitagesabschnitt/Fünftagesabschnitt) gilt gemäß § 14a Nds. Corona-Verordnung bei einer 7-Tage-Inzidenz

  • bis 35: Präsenzveranstaltungen sind erlaubt, die Veranstalterin oder der Veranstalter hat Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 zu treffen. Das Tragen einer MNB in den gekennzeichneten Bereichen während des Präsenzunterrichtes ist Pflicht. in Unterrichts- und Arbeitsräumen während des Unterrichts ist nicht verpflichtend. Die Lerngruppengröße sollte in der Regel 16 Personen einschl. Genesene und vollständig Geimpfte nicht überschreiten und soll in ihrer Zusammensetzung möglichst unverändert bleiben.
  • ab 35,1 bis 165: Zusätzlich zu den vorgenannten Regelungen, die bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 gelten, sind Testungskonzepte nach § 14a Abs. 5 erforderlich. Grundsätzlich ist daher vor / unmittelbar nach dem Betreten des Geländes der Einrichtung, in der die Ausbildung erfolgt, ein Test auf das Vorliegen des Corona-Virus SARS-CoV-2 durchzuführen. Der Test muss ein negatives Ergebnis aufweisen, damit das Gelände betreten werden darf. Diese Testpflicht besteht auch, wenn die Ausbildung unter freiem Himmel erfolgt. Außerdem ist nach § 14a Abs. 6 bei einem positiven Testergebnis jeder anderen Person der entsprechenden Lerngruppe der Zutritt zu der Einrichtung bis zum Nachweis eines negativen Testergebnisses verboten. Das Tragen einer MNB in Unterrichts- und Arbeitsräumen während des Unterrichts ist verpflichtend (vgl. § 14a Abs. 4 Satz 3). Auch für die in § 14a Abs. 9 genannten Veranstaltungen gilt, dass die Teilnehmerin oder der Teilnehmer das Vorliegen des Corona-Virus SARS-CoV-2 beim Veranstalter durch einen Test nach § 5 a Nds. Corona-VO ausschließen muss.

  • ab 165,1: Präsenzunterricht und aufsuchender Unterricht sind unzulässig. Zulässig bleiben die Durchführung von Prüfungen, der Einzelunterricht und die Einzelausbildung sowie nach § 14 a Abs. 3 Nr. 9:
    • die Vorbereitung auf und die Abnahme von Sachkundeprüfungen nach § 3 des Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden (NHundG)
    • die Vorbereitung auf und die Durchführung von Wesenstests nach § 13 NHundG
    • die Durchführung von Welpenkursen und Junghundekursen
    • die Durchführung verhaltenstherapeutischer Trainingseinheiten mit Hunden
    • das Training von Hund-Halter-Gespannen
    • das Training und die Prüfung von Rettungs- und Jagdhunden

Bei allen Trainingsarten gelten zudem die allgemeinen Grundsätze der Corona-Verordnung. Die Regelungen zum Abstand, zur Hygiene und zur Mund-Nasen-Bedeckung sind ausnahmslos auch während der oben genannten Trainingseinheiten einzuhalten.

Training draußen an der frischen Luft ist ungefährlicher als Training drinnen! Es wird darauf hingewiesen, dass sichergestellt sein muss, dass die Hunde auch bei durch die derzeitigen Bedingungen möglicherweise entstehenden längeren Wartezeiten vor und nach Beginn des Trainings, tierschutzgerecht untergebracht werden müssen. Insbesondere ist auf adäquaten Schutz vor Witterungseinflüssen und zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen sowie auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten.


Themenbereich Jagd (aktualisiert mit Änderungen der "Corona-Verordnung" vom Verordnung vom 18. Juni 2021)


Sind die Jägerausbildung und die Durchführung von Jägerprüfungen zulässig?

Die Jägerausbildung erfüllt grundsätzlich nicht die Voraussetzungen für eine berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung im Sinne von § 2 Abs. 3 Nr. 6 Nds. Corona-VO, da kein unmittelbarer Bezug zu einem angestrebten Beruf oder dem ausgeübten Beruf besteht. Hieraus ergibt sich, dass ein pauschales Absehen von den in § 2 geltenden Kontaktbeschränkungen nach Absatz 1 und dem Abstandsgebot nach Absatz 2 nicht erfolgen kann.

Allerdings handelt es sich bei der Jägerausbildung um außerschulische Bildung, so dass diese unter den Anforderungen von § 14 a durchgeführt werden kann.

Unter Beachtung des § 1a (Dreitagesabschnitt/Fünftagesabschnitt) gilt gemäß § 14a Nds. Corona-Verordnung bei einer 7-Tage-Inzidenz

  • bis 35: Präsenzveranstaltungen (z.B. die theoretische Jägerausbildung zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung in privaten Jagdschulen sowie in Kreisjägerschaften) sind erlaubt, die Veranstalterin oder der Veranstalter hat Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 zu treffen. Das Tragen einer MNB in Unterrichts- und Arbeitsräumen während des Unterrichts ist nicht verpflichtend. Die Lerngruppengröße sollte in der Regel 16 Personen einschl. Genesene und vollständig Geimpfte nicht überschreiten und soll in ihrer Zusammensetzung möglichst unverändert bleiben.
  • ab 35,1 bis 50: Zusätzlich zu den vorgenannten Regelungen, die bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 gelten, sind Testungskonzepte nach § 14a Abs. 5 erforderlich. Grundsätzlich ist daher vor / unmittelbar nach dem Betreten des Geländes der Einrichtung, in der die Ausbildung erfolgt, ein Test auf das Vorliegen des Corona-Virus SARS-CoV-2 durchzuführen. Der Test muss ein negatives Ergebnis aufweisen, damit das Gelände betreten werden darf. Diese Testpflicht besteht auch, wenn die Jägerausbildung unter freiem Himmel erfolgt. Außerdem ist nach § 14a Abs. 6 bei einem positiven Testergebnis jeder anderen Person der entsprechenden Lerngruppe der Zutritt zu der Einrichtung bis zum Nachweis eines negativen Testergebnisses verboten. Das Tragen einer MNB in Unterrichts- und Arbeitsräumen während des Unterrichts ist verpflichtend (vgl. § 14a Abs. 4 Satz 3). Auch für die praktische jagdliche Ausbildung in den Bereichen Reviergang und Einzelschießausbildung gilt, dass die Teilnehmerin oder der Teilnehmer das Vorliegen des Corona-Virus SARS-CoV-2 beim Veranstalter durch einen Test nach § 5 a Nds. Corona-VO ausschließen muss (vgl. § 14 a Abs. 3 Nr. 10 i.V.m. Abs. 6 Nds. Corona-VO).
  • ab 50,1 bis 165: Die vorgenannten Regelungen gelten weiter. Für Bläserensembles und Bläserorchester (z.B. Jagdhornbläser) ist jedoch nur ein Instrumentalunterricht im Einzelunterricht oder im Kleingruppenunterricht mit nicht mehr als vier Personen zulässig, soweit der Unterricht nicht unter freiem Himmel stattfindet.
  • ab 165,1: Präsenzunterricht und aufsuchender Unterricht sind unzulässig. Zulässig bleiben die Durchführung von Prüfungen (also auch die Durchführung von Jägerprüfungen auf kommunaler Ebene unter Einhaltung der Hygiene- und Testkonzepte), der Einzelunterricht und die Einzelausbildung sowie die praktische jagdliche Ausbildung in den Bereichen Reviergang und Einzelschießausbildung.

Ist die Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden zulässig? (Anpassung nicht erforderlich!)

Die Ausbildung von Jagdhunden ist gemäß § 14a Abs. 3 Nr. 9 Nds. Corona-VO unter Einhaltung der Hygiene- und Testkonzepte (§§ 2 bis 5a und § 14a Abs. 5 bis 6 Nds. Corona-VO) je nach Höhe der 7-Tage-Inzidenz in der betroffenen Kommune zulässig. Negative Testnachweise sind nur erforderlich, wenn der Inzidenz-Schwellenwert über 35 liegt (§ 14a Abs. 1 Satz 5 Nds. Corona-VO). Das regelmäßige Training von Jagdhunden ist notwendig, um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Es muss u.a. aufgrund der derzeitigen Tierseuchensituation (Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen) sichergestellt sein, dass die Jagdaufgaben mit Hunden jederzeit umgesetzt werden können; dazu bedarf es zwingend der Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden.

Darf auf Schießständen wieder geschossen werden? (Anpassung nicht erforderlich!)

Schießstände weisen einen Doppelcharakter auf. Zum einen sind sie Sportstätten. Hinsichtlich der Nutzung von Schießständen im Rahmen sportlicher Betätigung sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel wird auf die folgende FAQ der Landesregierung verwiesen: "Häufig gestellte Fragen rund ums Sporttreiben"

Zum anderen dienen Schießstände im Interesse einer waidgerechten Jagdausübung dazu, Jagdwaffen an- und einzuschießen sowie zu Schießübungszwecken aus Tierschutzgründen.

Die Nutzung der Schießstände zu Zwecken der Jagdausübung ist möglich, wenn die Teilnehmerin/der Teilnehmer das Vorliegen des Corona-Virus SARS CoV-2 beim Schießstandbetreiber durch einen Test nach § 5a Nds. Corona-VO ausschließt. Insoweit dürfen auch sowohl räumlich geschlossene Schießstände bzw. Schießkabinen auf offenen Schießbahnen als auch Anlagen unter freiem Himmel für jagdliche Zwecke unter Einhaltung der Hygiene- und Testkonzepte (§§ 2 bis 5a Nds. Corona-VO) genutzt werden. Bei einer 7-Tage-Inzidenz bis einschließlich 35 ist die Testung nicht erforderlich.

Im Rahmen der Vorbereitung auf die Jägerprüfung sind Schießübungen in der Einzelschießausbildung bei Einhaltung der Hygiene- und Testkonzepte zulässig (vgl. § 14 a Abs. 3 Nr. 10 i.V.m. §§ 2 bis 5a und § 14a Abs. 5 bis 6 Nds. Corona-VO). Bei einer 7-Tage-Inzidenz bis einschließlich 35 ist die Testung nicht erforderlich.


Themenbereich Angeln (aktualisiert mit Änderungen der "Corona-Verordnung" vom Verordnung vom 18. Juni 2021)


Bleibt das Angeln grundsätzlich erlaubt?

Angeln ist grundsätzlich erlaubt. Allerdings muss das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die nicht zum eigenen Hausstand oder den nach der Nds. Corona-Verordnung zulässigen Kontakten gehört, eingehalten werden. Es gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen: Unter Beachtung des § 1a (Dreitagesabschnitt/Fünftagesabschnitt) gilt gemäß § 1c bzw. § 2 Absatz 1 der Niedersächsischen Corona-Verordnung bei einer 7-Tage-Inzidenz von

  • nicht mehr als 10: Zusammenkünfte unter freiem Himmel mit bis zu 50 Personen sind zulässig. Nicht mit eingerechnet werden Kinder dieser Personen bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren, geimpfte und genesene Personen sowie Begleitpersonen und Betreuungskräfte, die erforderlich sind, um Menschen mit einer wesentlichen Behinderung oder Pflegebedürftigkeit eine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglichen.
  • nicht mehr als 35: Zusammenkünfte von bis zu 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten sind möglich (also bis zu 10 aus 10), zugehörige Kinder bis einschließlich 14 Jahren frei, genauso Begleitpersonen Menschen mit wesentlichen Behinderung oder Pflegebedürftigkeit, nicht zusammenlebende Paare gelten als ein Haushalt. im Übrigen sind Zusammenkünfte von Kindern bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren mit insgesamt bis zu zehn Kindern sowie den Personen eines Haushalts zulässig. Bei der Ermittlung der zulässigen Zahl von Personen werden geimpfte Personen und genesene Personen nicht eingerechnet.
  • nicht mehr als 50: Zusammenkünfte von höchstens zehn Personen, die insgesamt höchstens drei Haushalten angehören dürfen oder von Personen eines Haushalts und höchstens zwei Personen eines anderen Haushalts sind möglich, zugehörige Kinder bis einschließlich 14 Jahren frei, genauso Begleitpersonen Menschen mit wesentlichen Behinderung oder Pflegebedürftigkeit, nicht zusammenlebende Paare gelten als ein Haushalt, im Übrigen sind Zusammenkünfte von Kindern bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren mit insgesamt bis zu zehn Kindern sowie den Personen eines Haushalts zulässig. Bei der Ermittlung der zulässigen Zahl von Personen werden geimpfte Personen und genesene Personen nicht eingerechnet.
  • über 50: Ein Haushalt plus zwei weitere Personen eines anderen Haushaltes, zugehörige Kinder bis einschließlich 14 Jahren frei, genauso Begleitpersonen Menschen mit wesentlichen Behinderung oder Pflegebedürftigkeit, nicht zusammenlebende Paare gelten als ein Haushalt.

Hinweise: Für Menschen, die vollständig gegen Corona geimpft oder vollständig genesen sind, greift keine zahlenmäßige Begrenzung. Die örtlich zuständigen Behörden können weitergehende Anordnungen treffen, soweit es im Interesse des Gesundheitsschutzes erforderlich ist.

Dürfen Kinder- und Jugendliche angeln?

Es gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen (siehe oben genannte Kontaktbeschränkungen bei „Bleibt das Angeln grundsätzlich erlaubt?“).

Es wird darauf hingewiesen, dass nach § 15 Nds. FischG einem Jugendlichen unter 14 Jahren eine Fischereierlaubnis nur zur Vorbereitung auf die Fischerprüfung und nur zum Fischen unter Aufsicht geeigneter Personen erteilt werden darf.

Betreuungsangebote für Gruppen von Kindern und Jugendlichen in verbandseigenen und ähnlichen Einrichtungen (§ 11 Abs. 4) sind bei einer 7-Tage-Inzidenz (unter Anwendung des § 1a):

  • bis 35: Zulässig auch für mehr als 50 gleichzeitig anwesende, fremde Kinder und Jugendliche. Es muss zudem ein Hygienekonzept vorliegen und die Aufsicht hat durch pädagogische Fachkräfte oder ehrenamtlich Tätige mit Jugendleiterausbildung zu erfolgen.
  • ab 35,1 bis 50: Zulässig auch für mehr als 50 gleichzeitig anwesende, fremde Kinder und Jugendliche. Bei mehrtägigen Angeboten ist zu Beginn des Angebots ein Test nach § 5 a Abs. 1 durchzuführen oder das negative Ergebnis eines Tests nach § 5 a Abs. 1 nachzuweisen. Während des Betreuungsangebots sind jeweils mindestens zwei Tests in jeder Woche durchzuführen. Ein Hygienekonzept muss vorliegen und die Aufsicht muss durch pädagogische Fachkräfte oder ehrenamtlich Tätige mit Jugendleiterausbildung erfolgen.
  • über 50 bis 165: Zulässig, jedoch gilt eine Begrenzung auf bis zu 50 gleichzeitig anwesende, fremde Kinder und Jugendliche. Bei mehrtägigen Angeboten ist zu Beginn des Angebots ein Test nach § 5 a Abs. 1 durchzuführen oder das negative Ergebnis eines Tests nach § 5 a Abs. 1 nachzuweisen. Während des Betreuungsangebots sind jeweils mindestens zwei Tests in jeder Woche durchzuführen. Ein Hygienekonzept muss vorliegen und die Aufsicht hat durch pädagogische Fachkräfte oder ehrenamtlich Tätige mit Jugendleiterausbildung zu erfolgen.

Die zusätzlichen Regelungen des Nds. FischG gelten unbenommen.


Was ist mit Arbeitseinsätzen für Natur-, Fisch- oder Gewässerschutz?

Arbeitseinsätze für den Natur-, Fisch- und Gewässerschutz am Gewässer sind grundsätzlich zulässig und höchst dankenswert. Allerdings gilt weiterhin das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern zu jeder Person, die nicht dem eigenen Hausstand oder den nach der Niedersächsischen Corona-Verordnung zulässigen Kontakten angehört. Für Menschen, die vollständig gegen Corona geimpft oder vollständig genesen sind, greift keine zahlenmäßige Begrenzung. Es gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen (siehe oben genannte Kontaktbeschränkungen bei „Bleibt das Angeln grundsätzlich erlaubt“).


Sind eine Ausbildung und die Durchführung von Fischerprüfungen zulässig?

Unter Beachtung des § 1a (Dreitagesabschnitt/Fünftagesabschnitt) gilt gemäß § 14a Nds. Corona-Verordnung bei einer 7-Tage-Inzidenz

  • bis 35: Präsenzveranstaltungen (z.B. Ausbildungsangebote zur Vorbereitung auf die Fischerprüfung) sind erlaubt, die Veranstalterin oder der Veranstalter hat Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 zu treffen. Das Tragen einer MNB in Unterrichts- und Arbeitsräumen während des Unterrichts ist nicht verpflichtend. Die Lerngruppengröße soll in ihrer Zusammensetzung möglichst unverändert bleiben.
  • ab 35,1 bis 165: Zusätzlich zu den vorgenannten Regelungen, die bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 gelten, sind Testungskonzepte nach § 14a Abs. 5 erforderlich. Außerdem ist nach § 14a Abs. 6 bei einem positiven Testergebnis jeder anderen Person der entsprechenden Lerngruppe der Zutritt zu der Einrichtung bis zum Nachweis eines negativen Testergebnisses untersagt. Das Tragen einer MNB in Unterrichts- und Arbeitsräumen während des Unterrichts ist verpflichtend (vgl. § 14a Abs. 4 Satz 3).
  • ab 165,1: Präsenzunterricht und aufsuchender Unterricht sind unzulässig. Zulässig bleiben die Durchführung von Prüfungen (also auch die Durchführung von Fischerprüfungen auf kommunaler Ebene unter Einhaltung der Hygiene- und Testkonzepte), der Einzelunterricht und die Einzelausbildung.


Wortwolke mit "FAQ" und "Fragen und Antworten" Bildrechte: StK

Haben Sie Fragen an uns? Hier finden Sie schon viele Antworten.

Leitfaden: Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 in Betrieben der Fleischwirtschaft (nicht vollständig barrierefrei)

 Leitfaden: Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 in Betrieben der Fleischwirtschaft (nicht vollständig barrierefrei)
(PDF, 0,45 MB)

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Pressestelle

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2136
Fax: 0511/120-2382

http://www.ml.niedersachsen.de

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln