Kritische Infrastruktur Ernährung
Ernährung sichern auch im Krisenfall
Das dreijährige Projekt KRITIS-ENV – gefördert vom BMFTR - erarbeitet unterstützende Instrumente, um die behördliche Handlungsfähigkeit für den Fall einer Störung der Lebensmittelversorgung in Deutschland zielgerichtet zu verbessern. Im Fokus steht der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in praxistaugliche Instrumente für Verwaltung und Wirtschaft.
Durch die Digitalisierung des Krisenmanagements werden Möglichkeiten geschaffen, um im Ernstfall schneller, koordinierter und effizienter zu agieren.
(Vorläufige) Ergebnisse
AP 1: Risikomanagement- und Kommunikationssystem
Entwicklung eines IT-gestützten Demonstrators für ein Risikomanagement- und Kommunikationssystem für die Ernährungsnotfallvorsorge. Dieses ermöglicht den ENV-verantwortlichen Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie privatwirtschaftlichen Unternehmen eine digitale Lagebilderfassung des Ernährungssektors und eine koordinierte Krisenkommunikation in Echtzeit. Ein umfassender Anforderungskatalog mit funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen bildet die Grundlage für die politische Entscheidungsfindung und die anschließende Umsetzung.
AP 2: Strukturanalysen der Wertschöpfungsketten (Food Landscapes)
Systematische Abbildung der Lebensmittelwertschöpfungsketten für 13 zentrale Produktgruppen (u. a. Getreide, Milch, Fleisch, Kartoffeln). Die Analysen machen Interdependenzen sowie Vulnerabilitäten sichtbar und liefern eine fundierte Entscheidungsgrundlage zur Definition versorgungsrelevanter Unternehmen.
AP 3: Übertragbarer Notfallfilialplan
Erstellung eines beispielhaften Notfallfilialplans für besonders resilient auszugestaltende Filialen in Niedersachsen. Das Ergebnis beinhaltet zusätzlich einen operativen Leitfaden, der die Abstimmung mit Kommunalbehörden und dem Lebensmitteleinzelhandel einbezieht und als bundesweite Blaupause für die Auswahl von Notfallfilialen dienen kann.
AP 3: Nationaler Leitfaden für die Ernährungsnotfallvorsorge
Erarbeitung eines strukturierten Handlungsrahmens zur Festlegung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten zur Vorbereitung auf sowie zur Bewältigung einer Versorgungskrise. Der Leitfaden bindet sowohl staatliche Akteure als auch die versorgungsrelevanten Unternehmen ein und befindet sich aktuell in einer Verifizierung durch die Praxispartner.
Assoziierte Partner (Stand Juli 2026)
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Bundesebene: Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
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Landesebene: Die für die ENV zuständigen Ministerien der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen.
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Kommunalebene: Die für die ENV zuständigen Stellen in den Landkreisen Friesland, Northeim, Oldenburg, Rotenburg (Wümme), Schaumburg, Uelzen, Vechta und Wolfenbüttel sowie die Städte Braunschweig, Delmenhorst und die Landeshauptstadt Hannover.
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Wirtschaft: Fünfzehn Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte.
Projekttitel
Kritische Infrastruktur Ernährung: Erarbeitung innovativer Kooperations- und Entscheidungssysteme für die Ernährungsnotfallvorsorge (KRITIS-ENV)
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Projektlaufzeit: |
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Kontakt: |
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01.03.2024 – 28.02.2027 |
Dr. Michael Schrörs (ML) |
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Förderkennzeichen: |
Fördermittelgeber: |
Fördermaßnahme: |
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13N16702 |
BMFTR |
Anwender - Innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit II |
Weitere Informationen unter: SIFO.de
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