Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz klar

Verfahrensvorbereitung in der Flurbereinigung

Flurbereinigungen werden im Sinne der agrar- und umweltpolitischen Ziele der Landesregierung und zur nachhaltigen Regionalentwicklung eingesetzt. Sie dienen einer integrierten Landentwicklung.

Flurbereinigungsverfahren durchlaufen bis zu ihrer Anordnung eine intensive Vorbereitungsphase. Dabei werden die Verfahren unter breiter Beteiligung der Akteure und der Öffentlichkeit vor Ort entwickelt, um am Ende der Vorbereitungsphase hinreichend konkrete Aussagen über die Ziele sowie die zu erwartenden Kosten und Wirkungen der zukünftigen Flurbereinigungsverfahren treffen zu können.

Seit 2013 werden mit der ökologischen Neuausrichtung der Flurbereinigung in Niedersachsen - außer bei sog. Unternehmensflurbereinigungen - ökologische Maßnahmen in dieser Vorbereitungsphase bewertet, um Flurbereinigungen so auszugestalten, dass sie nicht nur die Agrarstruktur stärken und integrative Ansätze verfolgen, sondern darüber hinaus auch einen umweltpolitisch bedeutsamen ökologischen Mehrwert leisten.

Um diesen ökologischen Mehrwert zu beziffern, wurde eine Bewertungsmethode entwickelt. Die Flurbereinigungsbehörde bewertet geplante Maßnahmen qualitativ nach deren umweltpolitischer Bedeutung und Einbindung in übergeordnete ökologische Ziele oder Planungen.

Folgende Kriterien werden hierbei berücksichtigt:

  • Moorschutz

  • Hochwasserschutz/Retentionsräume

  • Biotopschutz und -verbund

  • Ökopools

  • Gewässerschutz

  • Bodenschutz

  • Artenschutz

  • Klimaschutz

    Ist auch am Ende der Vorbereitungsphase der ökologische Mehrwert gegeben, wird - wie bisher - eine volkswirtschaftliche Kosten- und Wirkungsanalyse (KWA) erstellt, deren Ergebnis anhand von vier weiteren Kriterien - monetär nicht quantifizierbare Wirkungen, regionale Nachteile, Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse, flächenbezogener ökologischer Projektwert - ergänzt wird.

    Als Ergebnis sind alle nach Ökomatrix und KWA bewerteten Verfahren in einem Ranking erfasst. Das Ranking ist die Grundlage für die Entscheidung, welche Verfahren im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel eingeleitet werden.





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