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Innovative Konzepte zur Entwicklung der Regionen werden gefördert

Agrarminister Meyer: 95 Millionen Euro für die Entwicklung der Regionen

Niedersachsen erhöht LEADER-Förderung um 50 Prozent ­– Bewerbungsphase startet

HANNOVER.Niedersachsen wird in der neuen EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 die Mittelzuteilung für das erfolgreiche LEADER-Programm zur gemeinsamen und koordinierten Entwicklung von Regionen deutlich auf 95 Millionen Euro erhöhen. Landwirtschaftsminister Christian Meyer hat heute (Freitag) das Verfahren gestartet, in dem sich Regionen in Niedersachsen als Kooperationsgebiet für eine Unterstützung in Millionenhöhe bewerben können. „LEADER ist ein basisdemokratisches Erfolgsmodell von unten und gibt den Beteiligten aus Wirtschaft, Kommunen, Bürgern und Vereinen viele Möglichkeiten zur nachhaltigen Stärkung des ländlichen Raums. Daher haben wir den für diesen Zweck bestimmten EU-Topf LEADER um 50 Prozent erhöht “, sagte der Minister. „Sowohl die Mittel pro Region als auch die Zahl der geförderten Regionen kann damit steigen. Insgesamt könnten bis zu 40 LEADER-Regionen profitieren, rund ein Drittel mehr als bisher.“

Er freue sich schon jetzt „auf eine Menge Ideen und eine Beteiligung von unten “, so Meyer. „Das können Dorfläden zur Sicherung der Nahversorgung ebenso sein wie soziale Dorfkümmerer, Jugendtreffs oder Maßnahmen für sanften Tourismus, Umweltschutz, Energiesparen und Dorferneuerung.“ Auch Qualifizierungsangebote und Aktionen zum Erhalt oder der Umnutzung historischer Gebäude seien denkbar. Wichtige Voraussetzung für die Bewilligung der Beihilfen: Innovativ sollen die Vorschläge sein und passgenau für die Region. Denn entscheidendes Ziel des Ministers ist „eine Regionalentwicklung von unten als zentrales Instrument für die ländliche Entwicklungspolitik“. Meyer sagte, ihm liege sehr daran, „dass die Aussicht auf eine Förderung die Regionen motiviert, ihre Bürger, Vereine, Wirtschaft, Verbände und Kommunen aktiv bei der Konzeptentwicklung einzubinden und sie so zu wegweisenden Vorhaben findet“.

Viel hängt also von einem schlüssigen Konzept ab. Denn auch in diesem Punkt gibt es eine Neuerung im Vergleich zur vergangenen EU-Förderperiode: War das Konzept zuvor lediglich „Richtschnur“ für Förderprojekte, ist es künftig Fördergrundlage und soll skizzieren, bei welchen Themen eine Region aktiv werden will. Neben einer thematischen Fokussierung legt das Land in der LEADER-Förderung vor allem Wert auf drei Handlungsfelder, die die Projekte berücksichtigen sollen: „Umwelt und Klima, regionale Wirtschaftsentwicklung sowie das Thema Demografie sollten in den Konzepten eine große Rolle spielen und miteinander verknüpft werden“, machte der Minister die inhaltliche Neuausrichtung deutlich.

Das LEADER-Programm ist Teil des EU-Fördertopfes für den ländlichen Raum. Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer war es Ende 2013 in zähen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern gelungen, für Niedersachsen die Gesamtsumme der EU-Förderung für den ländlichen Raum auf rund 1,1 Milliarden Euro bis 2020 deutlich zu erhöhen.

„Niedersachsen setzt jetzt bewusst einen neuen Schwerpunkt in der Förderung der ländlichen Entwicklung, bei der die Akteure vor Ort gemeinsame Ziele für ihre Region nicht nur festlegen, sondern auch umsetzen.“ Im Übrigen handele es sich auch um eine neugestaltete Verwendung von EU-Geldern, so der Minister. „Denn wir tragen auf diese Weise dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger Rechnung, mehr als bisher mit öffentlichem Geld öffentliche Leistungen zu honorieren.“ Schließlich sei das Engagement der lokalen Akteure „ein Schlüssel für eine erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung in den ländlichen Räumen“.

Der Zeitplan sieht nun folgendes vor: Bis zum 20. Juni haben die Regionen Zeit, Anträge auf die Förderung der Konzepterstellung einzureichen. Neben LEADER geht es auch um das Förderinstrument ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung), für das im Förderzeitraum knapp 14 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Anträge nehmen die jeweils zuständigen Regionaldirektionen des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung (LGLN) entgegen. Die Regionen haben dann gut sieben Monate Zeit, um die Bevölkerung und lokale Akteure wie Vereine zu mobilisieren, Ideen zu entwickeln und diese in ein regionales Entwicklungskonzept einfließen zu lassen. Bis Januar nächsten Jahres sind diese Konzepte als Bewerbung vorzulegen. Anschließend erfolgt vermutlich bis zum Frühjahrsbeginn 2015 die Prüfung und Bewertung der Konzepte durch ein Fachgremium und schließlich bis zum Mai des kommenden Jahres die Auswahl der geförderten Regionen. Alle für die Regionen und die Förderprogramme LEADER und ILE erforderlichen Informationen sowie die Antragsformulare können beim LGLN angefordert werden und stehen außerdem als Download auf der Seite www.eler.niedersachsen.deunter „Aktuelles“ bereit.

Presseinformation
Artikel-Informationen

06.06.2014

Ansprechpartner/in:
Klaus Jongebloed

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: 0511-120-2095
Fax: 05 11/1 20-23 82

www.ml.niedersachsen.de

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