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Dringendste Fragestellungen für Niedersachsens Sauenhalter thematisiert


Niedersachsens Sauenhalter sehen sich wachsenden Herausforderungen gegenüber. Ministerin Barbara Otte-Kinast traf sich daher mit dem neuen Vorstand des Landesverbandes Niedersächsischer Schweineerzeuger (LNS), Heinrich Lütjens und Jürgens Albers sowie dem Geschäftsführer des LNS, Dr. Albert Hortmann-Scholten, zu einem Dialog. Angesprochen wurden die dringendsten Fragestellungen in Ferkelerzeugung und Mast.

Einmal mehr wurde deutlich, dass gerade die Sauenhalter durch das Magdeburger Kastenstandurteil aber auch durch das Verbot der betäubungslosen Kastration vor erheblichen Herausforderungen stehen. „Es macht mich sehr betroffen, dass viele unsere Niedersächsischen Schweinehalter derzeit die Aufgabe ihrer Betriebe in Erwägung ziehen. Umso wichtiger ist, dass wir gemeinsam mit der Wirtschaft Lösungen erarbeiten, die unseren Landwirten die so dringend benötigte Planungssicherheit gewähren und ihnen Perspektiven bieten“, sagte Otte-Kinast. „Die Normenkontrollklage des Landes Berlin trägt dazu sicherlich nicht bei.“

Gerade die kleinen und mittleren Betriebe, so die Vertreter des LNS, sähen sich Anforderungen gegenüber, die wirtschaftlich nicht tragbar seien. Zudem müsse man sich darüber im Klaren sein, dass man dem Tierschutz einen Bärendienst erweise, wenn die Produktion ins Ausland abwandere. Dann würden noch mehr Ferkel als heute importiert und somit über längere Wege transportiert werden müssen. Andere EU-Nationen stünden bereits in den Startlöchern.

Hintergrund:
Der LNS repräsentiert einen Querschnitt der organisierten Schweineproduktion, der vor allen Dingen aus Beratungs- und Erzeugerringen, Besamungsstationen, Zucht- und Erzeugergemeinschaften besteht. Der 60-jährige Heinrich Lütjens ist seit vielen Jahren Vorsitzender der Bauernsiegel Ferkelerzeugergemeinschaft und im Aufsichtsrat der VzF-GmbH (Verein zur Förderung der bäuerlichen Veredlungswirtschaft) in Uelzen. Der zweite neue Vorsitzende an der Doppelspitze des LNS ist der 48 jährige Jürgen Albers, langjähriger Vorsitzender der Unternehmensberatung für Rindvieh- und Schweinehalter Hunte-Weser (URS) in Sulingen.


 
„Gemeinsam mit der Wirtschaft Lösungen erarbeiten“: Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (2.v.l.) und Dr. Johanne Waßmuth (ML) im Gespräch mit den LSN-Vertretern Dr. Albert Hortmann-Scholten, Heinrich Lütjens und Jürgen Albers.
Artikel-Informationen

30.01.2019

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