Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

EU-Programm stärkt die Entwicklung der Nordseeregion

„Norddeutsche Regionen gemeinsam entwickeln“ – Informationsveranstaltung zum INTERREG IV B Nordseeprogramm der Bundesländer und Bundesressorts

HANNOVER. Transnationale Projekte leisten einen entscheidenden Beitrag zur Regionalentwicklung und fördern zudem die Europäische Integration. Unter dem Motto „Norddeutsche Regionen gemeinsam entwickeln“ haben die Bundesländer Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie die beteiligten Bundesressorts am 25. April 2013 nach Hannover eingeladen, um über die Erfolge des INTERREG IV B Nordseeprogramms und die künftige Entwicklung der Transnationalen Zusammenarbeit zu informieren.

Dr. Katharina Erdmenger vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) begrüßte rund 100 Gäste aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Sie zeigte auf, dass INTERREG die Entwicklung und das Zusammenwachsen des Raums in den Vordergrund stellt und sich darin von allen anderen EU-Programmen unterscheidet. In ihrem Ausblick auf die neue Förderperiode wurde deutlich, dass die Besonderheiten von INTERREG B auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.

Carsten Westerholt vom Programmsekretariat in Viborg (Dänemark) gab einen anschaulichen Überblick über die bisherigen Erfolge des Nordseeprogramms und ging auch näher auf die aktuelle Herausforderungen ein.

Monika von Haaren vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) erläuterte, dass die transnationalen Projekte einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten. So facettenreich wie die Herausforderungen in den einzelnen Regionen sind auch die Lösungsstrategien, die in den Projekten erarbeitet und vorgestellt werden.

Jens Kurnol vom Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung hob in seiner Rede vor allem auch den positiven Beitrag der INTERREG IV B-Projekte für die Erreichung der „Strategie Europa 2020“ hervor. Durch ganz konkrete Umsetzungsprojekte kann in Kommunen und Regionen direkt vor Ort gezeigt werden, wie man sich den Herausforderungen wie „Demographischer Wandel“, „Bekämpfung der Arbeitslosigkeit“, „Steigerung der Energieeffizienz“ oder „Sparsamer Umgang mit Ressourcen“ stellen kann.

Die Beispiele für die erfolgreiche Zusammenarbeit sind zahlreich

Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Förderung von Innovation, Verbesserung der externen und internen Erreichbarkeit, nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung sowie durch Bewahrung der natürlichen Ressourcen sind die Grundpfeiler des aktuellen Förderprogramms.

In vier thematischen Fachforen wurden erfolgreiche Projekte präsentiert und die Ergebnisse und Strategien mit den Gästen diskutiert. Die Partner stellten den Mehrwert internationaler Partnerschaften für regionale Vorhaben und Entwicklungen vor und erklärten, wie transnationale Projekte die Norddeutschen Regionen konkret voran gebracht haben. Im Bereich Umweltmanagement arbeiten beispielsweise Landwirte und Wasserwirtschaft gemeinsam an einem umweltschonenden und gleichzeitig effizienten Konzept zur Bewässerung und Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen. In einem anderen Projekt arbeiten Hochschulen und Regionen daran, die Wettbewerbsfähigkeit von KMUs durch erhöhte Innovationsproduktivität zu steigern. Beiträge zur Regionalentwicklung leisten darüber hinaus gemeinsame Projekte von Kommunen und Unternehmen zur Reduzierung von lokalen CO2-Emissionen und zur Schaffung regionaler Energieeffizienz.

Transnationale Partnerschaften fördern die Regionalentwicklung

Das INTERREG IV B – Nordseeprogramm ist Teil der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ) und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gespeist. Es hat die Stärkung der Nordseeregion als Lebens-, Arbeits- und Investitionsstandort zum Ziel und soll durch den Abbau von wirtschaftlichen, sozialen und räumlichen Unterschieden auch einen Beitrag zur Europäischen Integration leisten.

Die europäische Union fördert bis zu 50% der Projektkosten von innovativen transnationalen Partnerschaften zwischen Behörden, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten. Die Projekte verteilen sich hierbei auf vier thematische Prioritäten: „Innovationsförderung“, „Förderung eines zukunftsfähigen Umweltmanagements“, „Verbesserung der Erreichbarkeit in der Nordseeregion“ oder „Entwicklung von zukunfts- und wettbewerbsfähigen Städten und Regionen“. In der aktuellen Förderperiode 2007 – 2013 sind deutsche Projektpartner mit einem Gesamtbudget von rund 56 Millionen Euro an zirka 60 Projekten maßgeblich beteiligt.

Nähere Informationen zum INTERREG IV B - Nordseeprogramm und den geförderten Projekten finden Sie auch unter http://www.interreg-nordsee.de

Presseinformation Bildrechte: grafolux & eye-server

Artikel-Informationen

erstellt am:
25.04.2013

Ansprechpartner/in:
Natascha Manski

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressesprecherin
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2137
Fax: 0511/120-2382

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln