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Ministerin Staudte: „Fischbestände nachhaltig bewirtschaften“

Fangquoten für Nordsee in 2023 stehen fest – Aal wird streng geschützt


Brüssel. Die Gesamtfangmengen (TACs) und Fangquoten für die Nordsee in 2023 stehen fest: Die Fischereiministerinnen und Fischereiminister haben sich jetzt nach einer langen Sitzung des europäischen Agrar- und Fischereirates in Brüssel auf einen entsprechenden Beschluss geeinigt. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Es ist gut, dass die Fischereiministerinnen und -minister den wissenschaftlichen Empfehlungen gefolgt sind und die Fangquoten mit Sachverstand und Augenmaß festgelegt haben. Unser gemeinsames wichtigstes Ziel muss es sein, dass gesunde und vor allem auch stabile Fischbestände nachhaltig bewirtschaftet werden.“ Daher sei es richtig, dass Deutschland sich in den Verhandlungen nachdrücklich für den Aalschutz eingesetzt habe.

Die festgelegten Quoten und Gesamtmengen spiegeln neue wissenschaftliche Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) wider. Demnach wurde in den Unionsgewässern für den Europäischen Aal ein zeitweises Fangverbot von insgesamt sechs Monaten beschlossen und die Freizeitfischerei gänzlich verboten. Die Binnengewässer sind von diesen Regelungen nicht betroffen. Der Glasaalfang unter anderem für Besatzmaßnahmen bleibt weiterhin möglich. Beschlossen wurden zudem Fangquoten für wichtige Zielarten der niedersächsischen Küsten- und kleinen Hochseefischerei (Hinweis: In Klammern wird jeweils die Veränderung der deutschen Quote zum Vorjahr dargestellt): Seelachs (plus 17 Prozent), Kabeljau (plus 60 Prozent), Hering (minus 9 Prozent), Schellfisch (plus 25 Prozent), Scholle (minus 2 Prozent) sowie Makrele (minus 5 Prozent).

So geht es weiter

Nachdem der europäische Agrar- und Fischereirat die Nordsee-Fangmengen der Mitgliedstaaten festgelegt hat, steht nun noch im Dezember die Verteilung der auf Deutschland entfallenden Fangquoten auf die einzelnen Fischereisparten durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Mittelpunkt. Nach der Aufteilung durch die BLE wird die Quote der Kutterfischerei auf die Erzeugerorganisationen der Kutterfischerei verteilt, die sie wiederum unter ihren Mitgliedsbetrieben aufteilen. Diese Erzeugerorganisationen arbeiten länderübergreifend.

Artikel-Informationen

erstellt am:
13.12.2022

Ansprechpartner/in:
Kommunikation, Presse

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