Artikel-Informationen
erstellt am:
08.04.2026
Hannover. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) und das Department of Agriculture (DoA) der südafrikanischen Provinz Eastern Cape vertiefen ihre langjährige Zusammenarbeit: Niedersachsens Agrarministerin Miriam Staudte und ihre Amtskollegin Nonceba Kontsiwe haben daher eine gemeinsame Absichtserklärung zur nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft unterzeichnet.
Die Vereinbarung sieht eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen landwirtschaftliche Entwicklung, Forschung, Technologie und Ausbildung vor. Dazu gehören unter anderem gemeinsame Projekte zu nachhaltiger Pflanzenproduktion, Tiergesundheit, Aquakultur, Frühwarnsystemen sowie der Austausch von Fachkräften und Studierenden. Auch Kooperationen mit niedersächsischen Institutionen wie der Universität Göttingen, der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo), dem LAVES sowie der DEULA sind vorgesehen.
„Mit dieser Absichtserklärung erneuern wir die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Niedersachsen und Eastern Cape. Landwirtschaft lebt von Austausch – gerade bei den großen Herausforderungen wie Klimakrise, Ernährungssicherung und Ressourcenschutz können wir viel voneinander lernen“, sagte Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte.
Der Impuls für die Vereinbarung kam aus Eastern Cape im Zuge einer Delegationsreise nach Niedersachsen Ende 2024. Während der Delegationsreise absolvierten 16 Landwirtinnen und Landwirte sowie Vertreterinnen und Vertreter des DoA ein mehrwöchiges Ausbildungsprogramm bei der Deutschen Lehranstalt für Agrartechnik (DEULA) in Nienburg. Dort stand insbesondere der effiziente Umgang mit Wasser im Mittelpunkt; denn die Frage nach ressourcenschonenden und zugleich ertragreichen Bewässerungsmethoden verbindet die Kooperationspartner.
„Landwirtschaft sichert die Ernährung und gibt den Menschen in den ländlichen Räumen eine Perspektive – in Niedersachsen ebenso wie in Südafrika. Ich freue mich, dass wir mit dieser Absichtserklärung ein starkes Signal für eine nachhaltige Entwicklung setzen können“, so Ministerin Staudte weiter. Die Erklärung dient dabei als fachlicher Rahmen und schafft eine neue Grundlage für künftige Kooperationen. Finanzielle Verpflichtungen entstehen für beide Seiten dabei nicht.
Hintergrund:
Niedersachsen und die Provinz Eastern Cape sind seit 1995 durch eine Partnerschaft verbunden. Das Land Niedersachsen möchte im Rahmen dieser Kooperation zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals – SDGs) beitragen und eine Bleibeperspektive für Menschen im ländlichen Raum unterstützen. Unter den 17 Nachhaltigkeitszielen, die bis 2030 erreicht werden sollen, ist die weltweite Ernährungssicherheit von großer Bedeutung.
Das 170.000 km² große Eastern Cape ist die zweitgrößte von insgesamt neun Provinzen Südafrikas. Mit rund 7,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern steht die Provinz an dritter Stelle der südafrikanischen Gesamtbevölkerung. Hauptstadt ist Bhisho, die größte Stadt ist Gqeberha (ehemals Port Elizabeth).