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Mehr Naturschutz in der Landwirtschaft: Ministerium fördert FINKA-Folgeprojekt

Ministerin Staudte: „Für Pflanzenschutzmittelreduktion sensibilisieren“ – 412.000 Euro vom Land Niedersachsen


Hannover. Mehr Biodiversität und weniger Pflanzenschutzmittel auf dem Acker – das sind die Ziele des so genannten FINKA-Projektes (FINKA steht für Förderung von Insekten im Ackerbau). Nachdem das vom Land Niedersachsen kofinanzierte Projekt Ende vergangenen Jahres abgeschlossen war, gibt es nun eine gute Nachricht: Das Landwirtschaftsministerium hat das Folgeprojekt „FINKAtransfer“ bewilligt und fördert es mit rund 412.000 Euro. Der erfolgreiche Ansatz zwischen Landwirtschaft und Naturschutz kann also fortgesetzt werden. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Ich freue mich sehr darüber, dass dieses wichtige Projekt fortgesetzt werden kann. Hier wird nicht nur für das wichtige Thema der Pflanzenschutzmittelreduktion sensibilisiert, sondern es werden konkrete Alternativen aufgezeigt und ausprobiert. Bedanken möchte ich mich bei den teilnehmenden Betrieben, die mit viel Engagement gemeinsam an Lösungen arbeiten.“

In dem Folgeprojekt soll an das erarbeitete Wissen des Vorgängerprojekts angeknüpft und der kooperative Ansatz fortgeführt werden. Acht Paare aus jeweils einem ökologisch und einem konventionell wirtschaftenden Betrieb sollen gemeinsam Bewirtschaftungsstrategien entwickeln, bei denen Biodiversitätsförderung und Pflanzenschutzmittelreduktion im Vordergrund stehen. Konkret soll etwa der Anbau von beikrautunterdrückenden Sorten ausprobiert werden sowie der Zeitpunkt der Saaten angepasst werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zielgruppengerecht aufbereitet und bei verschiedenen Veranstaltungen weiterverbreitet werden – etwa auf Feldtagen, Workshops für Beratende und Veranstaltungen mit Berufs- und Fachschulen.

Informationen und Materialien werden auf der Webseite www.finka-projekt.de zusammengestellt. Das Projekt wird federführend vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Ackerbau Niedersachsen umgesetzt.

Landwirtinnen und Landwirte stehen auf einem Acker und hören dem Vortragenden vor   Bildrechte: ©Leen Vellenga | Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH
Landwirtinnen und Landwirte verfolgten im Juni 2025 in Westen (Dörverden) eine Feldvorführung zur mechanischen Beikrautregulierung mit einem Striegel. Berater Jan Wittenberg erläutert dabei die Anwendung und Einstellungen der Maschine im Maisbestand

Artikel-Informationen

erstellt am:
06.03.2026

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