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Nährstoffbericht

Niedersachsen legte am 28.03.2018 den 5. Nährstoffbericht in Bezug auf Wirtschaftsdünger vor. Die wichtigsten Ergebnisse des Nährstoffberichtes bzw. Änderungen im Vergleich zum Vorjahresbericht sind folgende:


Wirtschaftsdüngermenge
Die Wirtschaftsdüngermenge hat sich geringfügig in Bezug auf den Vorjahresbericht 2015/2016 verändert. Der Gesamt Dung- und Gärrestanfall beträgt 59,31 Mio Tonnen statt 58,61 Mio Tonnen.


Nährstoffdüngesalden für Stickstoff
Im Vergleich zum Vorjahresbericht (2015/2016 hier 70.412 Tonnen Stickstoff = 27 kg je Hektar) hat sich der Stickstoffdüngesaldo, also die Stickstoffmenge, die über die Düngeempfehlungen der Landwirtschaftskammer hinaus von den Landwirten eingesetzt wird, auf 68.174 Tonnen Stickstoff = 26 kg je Hektar ganz leicht reduziert.


Stickstoffobergrenze
Die Stickstoffobergrenze von 170 kg je Hektar, gilt seit der Novelle des Düngerechts für tierischen Dung und auch für pflanzliche Gärreste. In sieben Landkreisen kommt es zu einer Überschreitung der genannten Stickstoffobergrenze.


Auswertung für Phosphat
Es besteht im Berichtszeitraum 2016/2017 weiterhin ein landesweiter Überschuss von über 30.000 Tonnen Phosphat, der sich aus dem Vergleich der aus Wirtschaftsdünger und Mineraldünger insgesamt ausgebrachten Phosphatmenge und dem tatsächlichen Phosphatbedarf der angebauten Pflanzen ergibt. Die neue Düngeverordnung schreibt ab 2022 einen Phosphat-Überschusses von max. 10 kg je Hektar vor, somit besteht ein Flächendefizit von rd. 114.000 ha.


Stickstoffabsatz aus Mineraldünger
Der Stickstoff-Mineraldüngerabsatz ist im Vergleich zum Berichtszeitraum 2015/2016 um rd. 30.000 t auf knapp 300.000 t angestiegen.


Bewertung

Es besteht weiterhin erheblicher Handlungsbedarf, um die Nährstoffüberschüsse in Niedersachsen zu reduzieren. Auch bei optimaler Umverteilung und bestmöglicher Substitution von Mineraldünger wird ein Nährstoffüberschuss bestehen bleiben, der auf anderen Wegen abgebaut werden muss.

Der Nährstoffüberschuss in Niedersachsen wirkt sich negativ auf Klima, Boden, Luft, Wasser und biologische Vielfalt aus. Die Beeinträchtigungen bei der Gewässerqualität sind besonders gut dokumentiert. Nach dem aktuellen Nitratbericht des Bundes überschreiten 38 % der niedersächsischen Grundwassermessstellen den Grenzwert von 50 mg/l Nitrat, bundesweit ist dies nur bei 28% der Messstellen der Fall. Noch schlechter fällt die Bewertung der Oberflächengewässer aus. Nur 2% der niedersächsischen Oberflächengewässer erreichen die Ziele gemäß EG-Wasserrahmenrichtlinie.


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