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Maßnahmen und Projekte


Klimaschonende Bewirtschaftung von Moorböden

Mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes werden von der Landesregierung zwei Projekte zur klimaschonenden Bewirtschaftung von landwirtschaftlich genutzten Moorböden gefördert. Dabei geht es um Möglichkeiten zur Verringerung der Torfzehrung und damit zur Verringerung von Treibhausgas-Emissionen auf kohlenstoffreichen Böden.


  • Das Projekt „Verfahrensanalysen und Handlungsoptionen zur Verminderung von Treibhausgas-Emissionen und zum Schutz von Mooren für landwirtschaftlich genutztes Grünland – SWAMPS“ wird unter der Federführung des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen e.V. durchgeführt (Projektlaufzeit: November 2015 bis Juni 2019). Im Rahmen des Projekts sollen Verfahren der Wasserstandsregulierung getestet und bewertet werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Treibhausgas-Emissionen, agronomische Parameter, Stoffumsetzungen im Boden und Biodiversität. Dazu soll in einem rd. 320 ha großen Pumpgebiet untersucht werden, wie sich hohe, aber mit landwirtschaftlicher Nutzung verträgliche Grabenwasserstände auf die Treibhausgas-Emissionen von flach mit Klei überlagerten Niedermoorstandorten auswirken. Darüber hinaus werden jeweils auf einem Nieder- und Hochmoorstandort Exaktversuche auf Großparzellen mit unterschiedlichen Verfahren der Wasserstandsregulierung und der Grünlandverbesserung durchgeführt und bewertet.


  • Das „Modellprojekt zur Umsetzung einer klimaschutzorientierten Landwirtschaft im Gnarrenburger Moor“, das vom Niedersächsischen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen durchgeführt wird (Projektlaufzeit: Januar 2016 bis Dezember 2020), verfolgt das Ziel, die Torfzehrung und die Verschlechterung der Torfeigenschaften zu verlangsamen. Damit sollen die Treibhausgas-Emissionen auf landwirtschaftlich genutzten Moorböden verringert, die Produktionsstandorte gesichert und so die Existenz- und Entwicklungsmöglichkeiten der landwirtschaftlichen Betriebe erhalten und verbessert werden. Dazu wird zum einen eine moorspezifische Beratung im Gnarrenburger Moor entwickelt und angeboten. Zum anderen werden über Demonstrationsvorhaben Maßnahmen zur Verminderung der Treibhausgas-Emissionen aus Mooren getestet und für eine großflächigere Umsetzung vorbereitet. Von zentraler Bedeutung dafür ist die Beteiligung der Landwirte. Dies geschieht durch die Einrichtung einer Kooperation der teilnehmenden Landwirte der Modellregion und der relevanten Akteure auf lokaler, Kreis- und Landesebene als Beratungsgremium.




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