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„Wir müssen von Schwarz und Weiß wegkommen“

Ministerin Barbara Otte-Kinast diskutierte mit 100 Gästen über einen Gesellschaftsvertrag


Hannover. „Landwirtschaft und Gesellschaft sind Partner, keine Gegner. Wir müssen vom Schwarz-Weiß-Denken wegkommen,“ forderte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. Sie diskutierte am Donnerstagabend (21.1.) mit rund 100 Teilnehmern in einer Videokonferenz über das Thema „Warum wir einen Gesellschaftsvertrag brauchen“. Das Forum fand aufgrund der Pandemie-Bestimmungen erstmals in digitaler Form statt. Für kurze Impulse mit unterschiedlichen Schwerpunkten sorgten zu Beginn die Statements von Bernhard Barkmann, Landwirt und Blogger „BlogAgrar“, Teresa-Marie Pelka, landwirtschaftliche Unternehmerin des „Cassenshof“, Pastorin Ricarda Rabe vom Haus Kirchlicher Dienste sowie Prof. Dr. Achim Spiller, Lehrstuhl für Agrar- und Lebensmittelmarketing an der Universität Göttingen.

Ministerin Barbara Otte-Kinast nahm in der Runde Bezug auf ihre Rede zum agrarpolitischen Jahresauftakt und stellte sich den Fragen der Gäste. Mit Blick auf die Bauernproteste, die ab Sonntag (24.1.) erneut vor dem Ministerium in Hannover stattfinden sollen, sagte die Ministerin: „Ich verstehe, dass sie sich als Buhmann der Nation fühlen. Es geht schließlich um ihre Existenz. Gleichzeitig ist klar: Die Landwirtschaft braucht mehr denn je Partner und Allianzen, auch mit der Stadtbevölkerung. Alle haben ein gemeinsames Ziel und zwar, dass Lebensmittel zu fairen Preisen tier- und umweltgerecht erzeugt werden.“ Als Bausteine für einen Gesellschaftsvertrag führte Otte-Kinast den „Niedersächsischen Weg“ und das Positionspapier „Wälder für Niedersachen“ an. Da sei es gelungen, auf Augenhöhe zu einer fairen Lösung zu kommen.

Während der lebhaften zweistündigen Diskussion ging es um Fragen, warum Landwirte sich in einer „Opferrolle“ sehen, wie die Wertschätzung aussehen kann und welche Instrumente nötig sind, damit ein Vertrag auch eingehalten wird. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast zeigte sich sehr beeindruckt von dem Willen der Beteiligten, eine Strategie für einen Gesellschaftsvertrag zu finden und daran mitzuwirken. Sie kündigte konkret an, dass der Gesellschaftsvertrag mit Hilfe von Zukunftswerkstätten definiert und formuliert werden soll. „Die Zeit ist reif für einen Neuanfang. Lassen Sie uns beginnen“, formulierte Barbara Otte-Kinast ihren Aufruf.

Ein Screenshot der Online-Konferenz mit Ministerin Barbara Otte-Kinast über den Gesellschaftsvertrag zeigt eine Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.   Bildrechte: ML
Lebhafte Online-Diskussion: Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (rechts oben) tauschte sich in einer Videokonferenz mit rund 100 Teilnehmern über das Thema „Warum wir einen Gesellschaftsvertrag brauchen“ aus.

Artikel-Informationen

erstellt am:
22.01.2021

Ansprechpartner/in:
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Calenberger Str. 2
30169 Hannover
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