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Studie des Landwirtschaftsministeriums: Wie soll die Zukunft der niedersächsischen Binnenfischerei und Aquakultur aussehen?

Ihr Fachwissen ist gefragt!


Hannover. Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat eine Studie zur Zukunftssicherung der niedersächsischen Binnenfischerei und Aquakultur in Auftrag gegeben. Diese soll den Sektor umfassend analysieren und auch Lösungen und mögliche Maßnahmen für die Stärkung der Binnenfischerei und Aquakultur aufzeigen. Der Koalitionsvertrag der niedersächsischen Regierungsparteien sieht vor, dass für die Stärkung der Fischerei ein gesamtheitliches Konzept erarbeitet werden soll. So soll der Sektor erfolgreich für die Zukunft aufgestellt werden.

Bis zum 16. Dezember 2020 wird eine Umfrage online stehen, damit Erfahrungen und Einschätzungen zur niedersächsischen Binnenfischerei und Aquakultur „aus erster Hand“ gewonnen werden können. Das Fachwissen soll vertiefende Einblicke geben, die Einschätzungen tragen zum Erfolg der Studie und zur weiteren Entwicklung der niedersächsischen Binnenfischerei und Aquakultur bei.

Die Beantwortung der Fragen dauert ca. fünf bis zehn Minuten:
www.afc.net/umfrage_zukunftssicherung_binnenfischereiundaquakultur

Die Fluss- und Seenfischerei zählt zu den traditionsreichsten Berufen. Gleichzeitig ist diese Wirtschaftsform jedoch zunehmend in ihrem Fortbestand gefährdet. Aufgrund des Klimawandels ist eine zunehmende Konkurrenz um Wasserressourcen und -rechte zu beobachten; es bestehen Bewirtschaftungserschwernisse aufgrund von Naturschutzauflagen sowie von Verlusten und Schäden an den Fischbeständen durch fischfressende Wildtiere. Umweltbelastungen und Gewässerverbau stellen die Fischereibetriebe vor weitere große Herausforderungen.

Dabei stehen die Binnenfischerei, das heißt die nachhaltige Entnahme von wildlebenden Fischen aus Oberflächengewässern, sowie insbesondere die traditionellen Teichwirtschaften für eine CO2-arme, naturnahe und nachhaltige Wirtschaftsweise. Darüber hinaus bietet die technische Aquakultur vor dem Hintergrund des Klimawandels eine Möglichkeit, mit knappen Ressourcen regional fischereiliche Erzeugnisse bereitzustellen.

Hintergrund:
In Niedersachsen sind 14 Fluss- und Seenfischereibetriebe dem Haupt- und 36 weitere dem Nebenerwerb zuzurechnen. Insgesamt produzieren 162 Aquakulturbetriebe, sowohl traditionelle Teichwirtschaften als auch technische Kreislaufanlagen, rund 3 200 t Speisefisch pro Jahr im Haupt- und Nebenerwerb, davon entfallen etwa 1 200 t auf die Forellenzucht. Karpfen werden von 22 Betrieben in einer Menge von 213 t auf ca. 500 ha teichwirtschaftlicher Nutzfläche produziert. In Niedersachsen ist die Binnenfischerei der drittgrößte landwirtschaftliche Flächenbewirtschafter.

Artikel-Informationen

erstellt am:
27.11.2020

Ansprechpartner/in:
Pressestelle

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2136
Fax: 0511/120-2382

http://www.ml.niedersachsen.de

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