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Land hilft Kommunen bei Wiederaufforstung

Ministerin Otte-Kinast: „Nur gemeinsam bewältigen wir die Herausforderungen im Wald!“


Hannover. Die Extremwetterereignisse der vergangenen Jahre haben zum Teil verheerende Folgen – nicht nur im Landes- und Privatwald, sondern auch im Kommunalwald. Deshalb unterstützt das Land Niedersachsen die Kommunen bei der Aufforstung mit zielgerichteten Fördermöglichkeiten. Das machte Niedersachsens Forstministerin Barbara Otte-Kinast heute in einem Gespräch mit Vertretern des Niedersächsischen Städtetages und des niedersächsischen Kommunalwaldes in ihrem Haus deutlich.

Ministerin Barbara Otte-Kinast: „Stürme, Hitze und Dürre haben landesweit massive Waldschäden hinterlassen. Unsere Forstbetriebe stehen vor immensen Herausforderungen. Ich sage ganz deutlich: Das Land lässt auch die Kommunen nicht alleine!“ Sie forderte die Vertreterinnen und Vertreter auf, ihrem Haus die Schäden zu melden, Informationsangebote zu nutzen und die Förderungen in Anspruch zu nehmen. „Die Folgen der Extremwetterereignisse im Wald bewältigen wir nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Die Kommunen sind hier ein wichtiger Partner des Landes. Gemeinsam wollen wir erreichen, dass die beschädigten Flächen in Niedersachsen aufgeforstet und die Wälder zu robusten, klimastabilen Mischwäldern weiterentwickelt werden.“

Die forstliche Förderung erfolgt vor allem über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Sie ist im Vergleich zu den Vorjahren finanziell besser ausgestattet und vom Umfang der Maßnahmen insbesondere durch die neue Richtlinie für Extremwetterfolgen breiter aufgestellt. Besitzartenübergreifend stehen für die forstliche Förderung in Niedersachsen im Jahr 2020 rund 29 Millionen Euro zur Verfügung, in den drei Folgejahren sind es rund 35 Millionen Euro. So fördert die Waldbau-Richtlinie Waldumbau, Erstaufforstung, Wegebau und Holzlagerplätze. Der Fördersatz beträgt bis zu 80 Prozent der Kosten. Außerdem bietet das Land seit 2019 eine „Extremwetterfolgen-Richtlinie“ an, die neben dem Waldschutz, der Wiederaufforstung und Holzlagerplätzen auch die zugehörige forstfachliche Leitung und Koordination von Fördervorhaben durch den betreuenden Förster oder Dienstleister beinhaltet. Der Fördersatz beträgt hier bis zu 90 Prozent der Kosten.

In diesem Jahr steht mit insgesamt 29 Millionen Euro im Vergleich zu den Vorjahren fast das dreifache Fördervolumen zur Verfügung. Bereits jetzt sind im Bereich des Waldschutzes 14 Millionen Euro durch die Waldbesitzenden beantragt worden.

Zahlen und Fakten zum Kommunalwald:

Der Körperschaftswald (Kommunen und Stiftungen) umfasst 107.000 Hektar, das sind rund acht Prozent der niedersächsischen Waldfläche. Die größten Kommunalbetriebe befinden sich in Goslar (3.200 Hektar), in Hann. Münden (2.750 Hektar) und in Göttingen (1.600 Hektar). Die Schadensmenge durch die Extremwetterereignisse beträgt im Kommunalwald von 2017 bis 2019 insgesamt rund 500.000 Festmeter, für 2020 werden voraussichtlich noch einmal 250.000 Festmeter Schadensmenge erwartet. Die größten Schäden sind in Hann. Münden zu verzeichnen (176.000 Festmeter von 2017 bis 2019 und 2020 voraussichtlich weitere 17.000 Festmeter).

  Bildrechte: ML
Barbara Otte-Kinast mit Vertretern des Niedersächsischen Städtetages und des niedersächsischen Kommunalwaldes
Artikel-Informationen

12.06.2020

Ansprechpartner/in:
Pressestelle

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2136
Fax: 0511/120-2382

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