Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Niedersachen klar Logo

EIP Agri: Niedersachsen sucht Agrar-Innovationen

Vierter Aufruf für Projektideen im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft Agrar


Hannover. Bereits zum vierten Mal sucht Niedersachsen nach Innovation in der Landwirtschaft, die es zu fördern gilt. Der Projektaufruf bezieht sich auf die Fördermaßnahme EIP Agri (Europäische Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“). Mit Hilfe dieser Maßnahme des Ländlichen Entwicklungsprogramms sollen innovative Ideen, die von landwirtschaftlichen Betrieben, Forschungseinrichtungen oder Beratungsinstitutionen entwickelt werden, praktisch erprobt werden. „Wir brauchen in Niedersachsen Menschen, die unsere Landwirtschaft weiterdenken und kreativ sowie couragiert voranschreiten. Von ihrer Forschung und Entwicklung hängt die Überlebensfähigkeit unseres Agrarsektors maßgeblich ab. Das Instrument EIP Agri hat sich dabei als wichtiger Katalysator bewährt, den wir gerne nutzen“, sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast.

Worum geht es bei EIP Agri?

Kernanliegen der Maßnahme ist es, durch eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im Rahmen einer sogenannten operationellen Gruppe, den Innovationstransfer in die Landwirtschaft zu verbessern. Damit wird ein wichtiger Beitrag für eine wettbewerbsfähige, nachhaltig wirtschaftende und tierartgerechte Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen geleistet. Angesprochen werden Landwirtinnen und Landwirte, Hochschulen und Beratungsfirmen – also alle, die Innovationen in die Landwirtschaft tragen können.

Welche Projekte werden gefördert?

Bisher ist die von der EU und vom Land Niedersachsen geförderte Maßnahme ein voller Erfolg: Im Rahmen der ersten drei Projektaufrufe sind bereits 40 innovative Projekte in Niedersachsen bewilligt worden. Das Spektrum der Projekte reicht über verschiedene Ansätze für eine bedarfsgerechtere Düngung und Bewässerung von Feldfrüchten über die Erprobung nicht-chemischer Verfahren zur Unkrautregulierung bis hin zu Konzepten zur Tierwohlverbesserung durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), neuronaler Netze und Big Data. Für den vierten Aufruf stehen nun fünf Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung. Die maximale Fördersumme liegt bei 500.000 Euro. Somit könnten mindestens zehn Projekte an den Start gebracht werden.

Wie sind die Rahmenbedingungen?

Die nun im Rahmen des vierten Aufrufs eingereichten Projekte müssen wegen des Endes der aktuellen Förderperiode bis spätestens zum 30. April 2024 abgeschlossen sein. Grundsätzlich ist der Projektaufruf zwar themenoffen – gleichwohl gibt es thematische Schwerpunkte, die zur Lösung der Herausforderungen der niedersächsischen Landwirtschaft besonders wichtig sind, etwa zum Nährstoffmanagement oder zu nachhaltigeren Produktionssystemen im Pflanzenbau. Weitergehende Informationen hierzu sowie unter anderem auch das Projektskizzenformular und die Richtlinie mit den Projektauswahlkriterien finden sich auf der Homepage der Landwirtschaftskammer Niedersachsen unter dem folgenden Link: https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/5/nav/1901/article/27198.html. Die Projektskizzen können bis zum 19. Juni 2020 bei der Landwirtschaftskammer eingereicht werden.

Welche Ansprechpartner stehen zur Verfügung?

Bei Fragen und für Anregungen zur erfolgreichen Projektbewerbung steht Dr. Benjamin Kowalski vom EIP Netzwerk Niedersachsen (Kontaktdaten: E-Mail: kowalski@nds.de, Tel.: 0511-76 07 26 64) beratend zur Seite. Auch auf der Website des Netzwerks https://www.eip-nds.de finden Sie weitere Informationen.

Artikel-Informationen

23.03.2020

Ansprechpartner/in:
Pressestelle

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2136
Fax: 0511/120-2382

http://www.ml.niedersachsen.de

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln