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Ein Jahr Tierschutzplan Niedersachsen

Hannover. Minister Lindemann hat sich bei allen Beteiligten aus dem Lenkungsausschuss und den Facharbeitsgruppen für die im ersten Jahr des Tierschutzplans Niedersachsen geleistete engagierte Arbeit bedankt.

In allen tierartspezifischen Facharbeitsgruppen sind zwischenzeitlich Konzepte für ein zielorientiertes Arbeiten festgelegt worden. Bei den Puten und Legehennen werden die bereits begonnenen Pilotprojekte intensiv begleitet, im Bereich der Rinder- und Schweinehaltung haben die Pilotprojekte einen fortgeschrittenen Umsetzungsstand erreicht. Wichtig war es, so Lindemann, praktische und wissenschaftlich bekannte Sachverhalte zusammen zu bringen, um umsetzbare Lösungen zu erarbeiten.

Auch müsse man erkennen, dass es in Einzelfällen keine Lösungen geben könne. So habe die Facharbeitsgruppe Enten und Gänse als Fazit festgestellt, dass eine Änderung der Haltungs­bedingungen für Moschusenten, die einen Verzicht auf das Schnabelkürzen erlaube, nicht umsetzbar ist.

Denn die Schnabelkante ist bei Moschusenten intensiv mit Nerven durchzogen; deshalb erscheint ein Verzicht auf das Schnabelkürzen besonders bedeutsam. In den bestehenden Intensivhaltungen ist ein Verzicht auf das Schnabelkürzen derzeit nicht möglich, ohne neue massive Tierschutzprobleme zu erzeugen. Die Beendigung der derzeitigen Intensivhaltungspraxis sei damit notwendig.

Lindemann hat daher die niedersächsischen Moschusentenhalter kurzfristig zu einem Gespräch eingeladen, um mit ihnen gemeinsam Alternativen zur Moschusentenhaltung zu beraten. Es sei ihm sehr wichtig, so Minister Lindemann, Entscheidungen mit den Tierhaltern gemeinsam zu treffen und diesen – auch bei Aufgabe bestimmter Haltungsformen – Lösungen aufzuzeigen.

Presseinformation
Artikel-Informationen

29.05.2012

Ansprechpartner/in:
Christian Wittenbecher

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Stellv. Pressesprecher
Calenberger Straße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2138
Fax: 0511/120-992138

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