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Vielfältige Landwirtschaft in Niedersachsen

Die Landwirtschaft in Niedersachsen ist vielfältig und bunt - das passt zum „Agrarland Nr. 1" in Deutschland. Rund 39.500 landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften gut 2,6 Mio. ha landwirtschaftliche Nutzfläche - das ist mehr als die Hälfte der Landesfläche. Über 140.000 Menschen finden ihre Arbeit in der niedersächsischen Landwirtschaft. Es sind vor allem die Familienbetriebe, die den Agrarstandort Niedersachsen prägen. Rund 90 % der landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen werden als Einzelunternehmen - also als klassische Familienbetriebe - geführt.

Die Landwirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten einen großen Wandel erlebt. Dieser wurde geprägt vom technischen Fortschritt und begleitet von der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU. Während ein Landwirt 1950 noch 10 Menschen ernährt hat, waren es 2011 bereits 142. Die privaten Konsumausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren betrugen in 2012 noch 14 %.

Die Produktion von gesunden und hochwertigen Nahrungsmitteln ist nicht mehr das alleinige Ziel der Landwirtschaft in Niedersachsen. Landwirte und Landwirtinnen sind eingebunden in eine Vielzahl von gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, wie den Klimaschutz, den Tierschutz, die Verbesserung der Biodiversität sowie den Erhalt des ländlichen Raums.

Beispiele für die Umsetzung der sanften Agrarwende in Niedersachsen:

  • Zur Verbesserung der Wasserqualität wird der Einsatz von organischen Düngemitteln stärker kontrolliert und auf ein vertretbares Maß begrenzt.
  • Zur Erhaltung der Luftqualität werden große Stallgebäude mit Abluftfiltern ausgestattet.
  • Zur Erhöhung der Artenvielfalt in der Feldflur werden Fördermittel für die Landwirtschaft an ökologische Bewirtschaftsauflagen gebunden (Greening und Agrarumweltmaßnahmen).
  • Die Förderung für den ökologischen Landbau wird verbessert.

Die neuen Aufgabenfelder für die Landwirtschaft bedürfen gezielter Steuerungs- und Unterstützungsmaßnahmen, damit sie wirtschaftlich im Wettbewerb mit anderen Betrieben in Deutschland und der Welt bestehen können. Deshalb werden landwirtschaftliche Betriebe aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gezielt unterstützt, beispielsweise durch Agrarumweltmaßnahmen (AUM), Beratungen oder Investitionen in den Tier- oder Klimaschutz.

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Ansprechpartner/-in

Dr. Jürgen Wilhelm
Telefon: 05 11/1 20-20 21
Telefax: 05 11/1 20 99 20 21

Nds. Ministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und
Verbraucherschutz
Calenberger Str. 2
30169 Hannover

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