Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz klar

Niedersachsen fördert Katzenkastration in Tierheimen

Agrarminister Christian Meyer: Zahl streunender Katzen langfristig senken


HANNOVER. Die Zahl heimatloser und verwildeter Katzen hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen - oft verbunden mit großem Leid für die Tiere, die ohne menschliche Obhut auskommen müssen. Tierschützer gehen bundesweit von rund zwei Millionen streunender Katzen aus. Niedersachsen will solches Katzenelend mildern: mit einem Förderprojekt in Höhe von 100.000 Euro.

„Das Landwirtschaftsministerium würdigt mit diesem Geld insbesondere das Engagement der Tierheime, die oft die Hauptlast zur Lösung des Problems tragen", sagte Agrarminister Christian Meyer. Der Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine erhalte maximal 100.000 Euro. „Diese Summe soll dazu dienen, die Kosten für Kastration und Kennzeichnung von Hauskatzen und Hauskatern in Tierheimen abzufedern", so Meyer.

Die Förderung soll nicht nur die wichtige Arbeit der Tierheime entsprechend würdigen, sondern flankiert überdies die vom Land erleichterten Katzenschutzverordnungen der Kommunen. Meyer sagte, die nun vom Ministerium bewilligte finanzielle Unterstützung bedeute letztlich auch eine Aufstockung der Tierschutzmittel, was auch politischer Wille der Regierungsfraktionen sei. Die 100.000 Euro-Zuwendung ist zweckgebunden und dient ausschließlich der Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von in Tierheimen untergebrachten Katzen.

„Damit unterstützen wir die Arbeit der Tierheime und ermöglichen zudem eine leichtere Vermittlung dieser Katzen", sagte Niedersachsens Landwirtschaftsminister. Die steigende Zahl streunender Katzen trage nicht nur zu einer Verelendung der Tiere bei, sondern sei im Übrigen auch eine große Gefahr für brütende Vögel. „Ich habe die große Hoffnung, dass wir durch das vom Land geförderte Projekt die Zahl der frei lebenden Katzen in Niedersachsen nicht nur stabilisieren, sondern sogar langfristig senken können", so Meyer. Die Vermittlungschancen der in Tierheimen untergebrachten Katzen würden steigen und die Tierheime finanziell entlastet. Die Förderung sieht 80 Euro für die Kastration einer Katze vor sowie 40 Euro für die Kastration eines Katers und 20 Euro für die Kennzeichnung. Pro Tierheim und tierheimähnlicher Einrichtung ist eine Unterstützung von maximal 10.000 Euro vorgesehen. Sie wird über den Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine abgewickelt.

Artikel-Informationen

21.04.2017

Ansprechpartner/in:
Klaus Jongebloed

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressesprecher
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: 0511-120-2095
Fax: 05 11/1 20-23 82

www.ml.niedersachsen.de

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln