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Aktion zur kostenlosen Kastration von verwilderten Hauskatzen 2020

Die Niedersächsische Landesregierung hat in diesem Jahr 300.000 Euro an Projektzuwendungen für die Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von verwilderten Hauskatzen zur Verfügung gestellt, wovon 100.000 Euro aus der „politischen Liste“ des Landtages stammen. „Die guten Ergebnisse der ersten drei Projekte, die große Resonanz in der Öffentlichkeit und aus dem Landtag sowie die Unterstützung durch die Kommunen und nicht zuletzt das Engagement der vielen Ehrenamtlichen sind überzeugende Gründe für mich, die Aktion auch in diesem Jahr wieder fortzusetzen.“, sagt Michaela Dämmrich, Landesbeauftragte für den Tierschutz in Niedersachsen.

So kann nun das vierte Katzenschutzprojekt der Landestierärztekammer im Zeitraum vom 2. November bis 14. Dezember 2020 starten. Zusätzlich haben der Deutsche Tierschutzbund e.V. – vertreten durch den Landestierschutzverband Niedersachsen e.V. und die Bundesgeschäftsstelle – zusammen 25.000 Euro, der Verband der Niedersächsischen Tierschutzvereine e.V. (VNT e.V.) 15.000 Euro, TASSO e.V. 15.000 Euro sowie der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (BMT e.V.) 10.000 Euro gespendet. Die beteiligten Tierarztpraxen verzichten auf 25 Euro Honorar je Katze.

Insgesamt können so diesmal fast 4.000 Katzen kastriert, gekennzeichnet und registriert werden. Auf der Internetseite der Tierärztekammer wird für die Tierarztpraxen zu lesen sein, wieviel Geld tagesaktuell noch im Förderfonds vorhanden ist. Sobald die finanziellen Mittel erschöpft sind, wird die Aktion vorzeitig durch die Tierärztekammer Niedersachsen beendet.

In den vergangenen drei Projekten in den Jahren 2018 und 2019 konnten insgesamt 7.420 verwilderte Katzen und Kater kastriert und registriert werden. Gleichzeitig wurde das Thema der Fundkatzen und der verwilderten Hauskatzen sowie deren Betreuung in Tierheimen und durch ehrenamtlich betreute, kontrollierte, Futterstellen in vielen Städten und Gemeinden grundlegend bearbeitet. Die Städte und Gemeinden nahmen sich zunehmend der Thematik an und appellieren dabei auch an die Verantwortung der privaten Katzenhalterinnen und -halter. In vielen Gemeinden und Städten wurden Katzenschutzverordnungen erlassen, die durch die verpflichtende Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Katzen mit Freigang die wildlebenden Katzenpopulationen dezimieren und damit das Elend der Straßenkatzen nachhaltig verhindern.

Im Hinblick auf die aktuelle Corona-Lage und den geltenden Sicherheitsbestimmungen müssen auch beim Einfangen der Katzen die Corona-Regeln (Einhalten der Abstandregel von 1,50 Metern, Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung und Händehygiene) befolgt werden.

Personen, die unter Quarantäne stehen oder den sonstigen Verdacht eine Infektion mit SARS-CoV-2 haben, dürfen an der Aktion nicht teilnehmen. Auch für Katzen ist eine mögliche Infektion mit dem Corona-Virus durch den Menschen nicht ausgeschlossen.

Informationen zum Projekt und den Ablauf finden Sie im aktualisierten Flyer .

Tierarztpraxen können sich im internen Mitgliederbereich der Tierärztekammer Niedersachsen informieren (https://www.tknds.de).

Lesen Sie auch mehr in der Pressemitteilung des ML.
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