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Robin Wood übergibt Offenen Brief an Ministerin Otte-Kinast

 
Sprachen über die Entwicklung des Ökolandbaus und über Nährstoffüberschüsse: (v.l.n.r.) Jana Ballenthien (Robin Wood), Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast, Jasmine Hanken und Ute Bertrand (Robin Wood).



Zu den Themen Ökolandbau in Niedersachsen sowie Nährstoffüberschüsse tauschte sich Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast mit Vertreterinnen der Aktionsgemeinschaft Robin Wood im Ministerium in Hannover aus. Anlass des Gesprächs war die Übergabe eines von Robin Wood unterstützten Offenen Briefes, den Jasmine Hanken im Namen ihres Vaters, dem Ökolandbauers Karl-Heinz Hanken aus Goldenstedt (Landkreis Vechta), der Ministerin überreichte.

Bei dem Treffen betonte Barbara Otte-Kinast, dass sowohl die ökologische als auch die konventionelle Landwirtschaft einen sehr hohen Stellenwert für die niedersächsische Landesregierung haben. Beide Bewirtschaftungsformen leisten wichtige Beiträge zur Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherheit des Agrar- und Ernährungsstandorts Niedersachsen und bilden gleichermaßen die Vielfalt der niedersächsischen Landwirtschaft ab. Die Landesregierung stärkt deshalb regionale Produktions- und Vermarktungsstrukturen sowohl im konventionellen als auch im ökologischen Bereich.

Ergänzend machte sie darauf aufmerksam, dass der Anteil des Ökolandbaus in Niedersachsen bundesweit mit die größten Zuwachsraten aufweist – in 2017 lag der Zuwachs bei der Ökofläche um rund 12.800 Hektar entsprechend 14,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Landesregierung fördert im Rahmen des „Aktionsplans Ökolandbau Niedersachsen“ zum einen die Entwicklung des Ökolandbaus durch hohe Flächenprämien für Umstellung sowie Beibehaltung der ökologischen Wirtschaftsweise und gehört bei der Prämienhöhe bundesweit zu den Spitzenreitern. Zum anderen werden zahlreiche Projekte z.B. zur Stärkung und zum Aufbau von Wertschöpfungsketten der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft vom Land gefördert sowie Versuche zur Steigerung von Produktivität und Ertragssicherheit im Ökolandbau. Weiterhin setzt sich das Land unter anderem für die verstärkte Integration von ökologischen Themen in die landwirtschaftliche Ausbildung ein, fördert Maßnahmen zur produktionsintegrierten Kompensation sowie zum Naturschutz durch ökologischen Landbau.

In Bezug auf die Stickstoff- und Phosphat-Überschüsse sagte Ministerin Otte-Kinast: „Die Zahlen sind eindeutig und zeigen den hohen Handlungsbedarf für unser Bundesland.“ Dieser Verantwortung stelle sich die Landesregierung seit Regierungsantritt, so die Ministerin. Mit einem ambitionierten Maßnahmenpaket möchte sie dazu beitragen, die Überschüsse abzusenken, die Nährstoffkreisläufe deutlich zu verbessern und damit nachhaltig die Qualität des Grund- und Oberflächenwassers zu verbessern. Hierzu gehören insbesondere die konsequente Umsetzung des neuen Düngerechts inklusive der Kontrolle, weitere Maßnahmen in besonders sensiblen Gebieten, die Förderung von zusätzlichen Lagerkapazitäten für Wirtschaftsdünger oder die Beratung der landwirtschaftlichen Betriebe.

Artikel-Informationen

22.01.2019

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