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Coronavirus - Fragen und Antworten

Das Coronavirus.   Bildrechte: iStock/wildpixel
Die Corona-Krise betrifft die Agrarbranche wie auch Verbraucher. Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen.

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) stellt hier gebündelt Antworten auf häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit dem Auftreten des Coronavirus (SARS-CoV-2) zur Verfügung, die den Aufgabenbereich des ML betreffen.


Wo finde ich die aktuelle Corona-Verordnung und Informationen zu Warnstufen?

Die aktuell geltende Verordnung finden Sie hier: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

Weitere Informationen zu Warnstufen und Leitindikatoren finden Sie unter: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/aktuelle_lage_in_niedersachsen/niedersachsen-und-corona-aktuelle-leitindikatoren-203487.html

Einen Fragen-Antworten-Katalog zu der Corona-Pandemie finden Sie darüber hinaus auf der Webseite der Niedersächsischen Landesregierung im Artikel: "Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)". Außerdem gibt es zahlreiche Schaubilder.

Hinweise zur Corona-Schutzimpfung erhalten Sie unter: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/Impfung/hinweise-zur-corona-schutz-impfung-195357.html


Ich habe Fragen, die die Land- und Ernährungswirtschaft betreffen. Wo kann ich mich hinwenden?

Bei Fragen zu Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen können Sie sich an die

  • Hotline des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums unter der Rufnummer 0511 / 120 2000 wenden oder
  • die Mailadresse corona@ml.niedersachsen.de nutzen.


Themenbereich: Allgemeine Corona-Fragen


Ist es sinnvoll oder sogar notwendig, sich schon jetzt mit Lebensmitteln (und Drogerieartikeln) einzudecken?

Nein! Hamsterkäufe sind nicht sinnvoll, sie sind unsolidarisch und sollten bitte unbedingt unterbleiben.

Aus folgenden Gründen:

  • Es bestehen derzeit keine Versorgungsengpässe mit Lebensmitteln.
  • Lebensmittelhändler können leere Regale, trotz gestiegener Nachfrage einiger Produktsorten, in aller Regel zügig nachfüllen, da die Lager gut gefüllt sind.
  • Dies setzt aber voraus, dass alle Bürger sich solidarisch verhalten.
  • Vorräte können mit Bedacht und Augenmaß aufgestockt werden. Lebensmittel zu horten, die dann nicht verzehrt werden, ist überflüssig, schadet dem eigenen Geldbeutel und im schlimmsten Fall der Allgemeinheit, das heißt ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

Lebensmittelhändler können sich vorbehalten, Waren nur in haushaltüblichen Mengen abzugeben, um Hamsterkäufen entgegenzuwirken. Zudem raten sie zum Einkauf unter der Woche.

Tipps für die Planung eines Wocheneinkaufs hat das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) hier zusammengestellt.


Kann ich mich über Lebensmittel oder Gegenstände mit dem Corona-Virus infizieren?

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gibt es derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem Coronavirus infiziert haben. Auch für eine Übertragung des Virus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen, wodurch nachfolgend Infektionen beim Menschen aufgetreten wären, gibt es derzeit keine belastbaren Belege. Allerdings können Schmierinfektionen über Oberflächen nicht ausgeschlossen werden, die zuvor mit Viren kontaminiert wurden.

Diese und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BfR unter:

https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_gegenstaende_uebertragen_werden_-244062.html

Was mache ich, wenn ich glaube, dass ich mich mit dem Coronavirus infiziert habe?

Bei einem Verdacht auf eine Erkrankung wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116 117 – die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes –, wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben.

Siehe auch Schaubilder zu: „Was mache ich bei Symptomen/ einem positiven Selbsttest/ Warnhinweis in der Corona-Warn-App“

Hier finden Sie eine weitere Auswahl von Hotlines, die bundesweit zum Thema Coronavirus informieren:

Wer entscheidet über Quarantänemaßnahmen und etwaige Entschädigungszahlungen?

Ob Quarantäne- oder andere Schutzmaßnahmen auf einem Betrieb zu treffen sind und wie diese aussehen, entscheiden ausschließlich die zuständigen Gesundheitsämter. Regelungen dafür finden sich im Infektionsschutzgesetz (IfSG).

Dort sind auch Regelungen zu eventuellen Entschädigungen bei Verdienstausfall zu finden. In Niedersachen entschädigt der zuständige Landkreis beziehungsweise die kreisfreie Stadt auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes. Die Quarantäne muss dabei durch die zuständige Behörde angeordnet worden sein. Weitere Informationen zu Entschädigungsregelungen im Falle einer angeordneten Quarantäne finden Sie auf www.niedersachsen.de/Coronavirus/hinweise-fur-berufstatige-185673.html


Was passiert, wenn ein Landwirt in Quarantäne muss?

Wenn sich ein Landwirt in Quarantäne befindet, sind alle weiteren Maßnahmen mit den zuständigen örtlichen Behörden abzustimmen. Unabhängig davon sollten Landwirte, wie alle anderen Unternehmer, Vorsorge treffen und Notfallpläne erstellen.

Wann und wie bekomme ich einen Betriebshelfer/eine Betriebshelferin, wenn ich ausfalle?

Ob im Falle einer Erkrankung ein Anspruch auf einen Betriebshelfer besteht, prüft die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) im Einzelfall. Ob ein infizierter Landwirt Anspruch auf einen Betriebshelfer hat, ist von den konkreten Verhältnissen und der Abstimmung mit den örtlich zuständigen Behörden abhängig.


Themenbereich: Unternehmen und Corona


Sind Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft systemrelevant?

Die Bundesregierung hat im Frühjahr 2020 die Land- und Ernährungswirtschaft als systemrelevante Infrastruktur anerkannt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die wichtigsten Punkte für den Agrarsektor in eigenen FAQ zusammengefasst.

In Krisenzeiten ist es von elementarer Bedeutung, dass unverzichtbare Infrastrukturen (unter anderem Staatsfunktionen, Verkehrs-, Kommunikations- und Versorgungsstrukturen) erhalten bleiben müssen, um die staatliche Ordnung und die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen zu gewährleisten. Zu diesen sogenannten „Kritischen Infrastrukturen“ (KRITIS) gehören auch die Land- und Ernährungswirtschaft einschließlich der vor- und nachgelagerten Bereiche.

Anders als andere Bereiche der Kritischen Infrastrukturen, ist dieser Sektor allerdings durch eine Vielzahl kleinerer, mittlerer und großer Unternehmen, die durch komplexe Lieferketten mit einander verbunden sind, gekennzeichnet. Die vom BMEL veröffentlichte Leitlinie „Kritische Infrastruktur Ernährung“ (PDF, 149 KB, nicht barrierefrei) macht das deutlich. Ungeachtet dessen gibt es, bis auf die BSI Kritis Verordnung (BGBl I 2016, 958), die absolute Großstrukturen im Hinblick auf Cybersicherheit definiert, und die insoweit mit Bezug auf die aktuelle Pandemie-Lage nicht einschlägig ist, keine rechtlich bindende Einordnung beziehungsweise Definition für die Unternehmen der Kritis Ernährung.

Allgemeine Informationen zu den Kritischen Infrastrukturen finden sich auf der Website des BMI: https://www.bmi.bund.de/DE/themen/bevoelkerungsschutz/schutz-kritischer-infrastrukturen/schutz-kritischer-infrastrukturen-node.html


Stellt das ML Bescheinigungen über die KRITIS-Zugehörigkeit aus?

Im Zuge der Corona-Pandemie gab es vermehrt Anfragen von Unternehmen, mit dem Wunsch die Zugehörigkeit zur KRITIS Ernährung beziehungsweise die Systemrelevanz anerkannt beziehungsweise bescheinigt zu bekommen. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) hat sich entschieden, derzeit grundsätzlich keine Bescheinigungen oder Anerkennungen mit Bezug auf die Systemrelevanz von Unternehmen oder die Zugehörigkeit zur KRITIS Ernährung auszustellen, weil damit vor dem Hintergrund der aktuellen Lage und den damit verbundenen staatlichen Maßnahmen keine Rechtsfolgen verbunden sind. Unternehmen aus Niedersachsen, die ein konkretes Problem bei der Lieferung in das/aus dem Ausland vorzutragen haben, wenden sich bitte an das Landwirtschaftsministerium (ML) unter corona@ml.niedersachsen.de.

Wie hilft Niedersachsen betroffenen Unternehmen finanziell weiter?

Um die Auswirkungen der Corona-Krise auf niedersächsische Unternehmen abzumildern, hat die Landesregierung ein Hilfspaket von 4,4 Milliarden Euro auf den Weg gebracht (Pressemitteilung des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums vom 24. März 2020).

Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen finden Sie auf der Webseite des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums (MW):

https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/coronavirus_informationen_fur_unternehmen/antworten-auf-haufig-gestellte-fragen-faqs-186294.html#08

Eine Übersicht über die niedersächsischen Corona-Sonderprogramme finden Sie auf der Webseite der N-Bank:

https://www.nbank.de/Blickpunkt/Uebersicht-der-Hilfsprogramme/index-2.jsp

Weitere Anlaufpunkte sind:

  • Für Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen hat die KfW eine Hotline eingerichtet:
    0800 539 9001 (Mo bis Fr 8 - 18 Uhr)
    Corona Sonderseite der KfW

Eine Übersicht der Wirtschaftshilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) erstellt. Darin werden die einzelnen Maßnahmen vor dem Hintergrund der Bedürfnisse der Kommunen erläutert.

Welche finanziellen Unterstützungsangebote gibt es für landwirtschaftliche Betriebe in der Corona-Krise?

Landwirtschaftliche Unternehmen können weiterhin eine Förderung im Rahmen der Überbrückungshilfe beantragen. Anträge können über Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte gestellt werden (prüfende Dritte).

Weitere Informationen zu den Überbrückungshilfen finden Sie unter dem folgenden Link www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Das Liquiditätshilfeprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) bietet Darlehen zur Liquiditätssicherung für Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und des Weinbaus an, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden. Entsprechende Informationen finden Sie unter www.rentenbank.de.

Außerdem ist für landwirtschaftliche Betriebe die Inanspruchnahme des „Niedersachsen Schnellkredits“ möglich. Diese Kredite sind über die jeweilige Hausbank zu beantragen. Für die Schnellkredite gelten beihilferechtlich ebenfalls die Regelungen zur „Kleinbeihilfe 2020“. Aufgrund der in den Richtlinien festgesetzten Höchstgrenzen sollte vor Inanspruchnahme eines Kredites geprüft werden, ob eine Förderung aus der Überbrückungshilfe möglich und ggf. sinnvoller ist. Informationen zum „Niedersachsen Schnellkredit“ sind auf der Internetseite der N-Bank verfügbar: www.nbank.de/Unternehmen/Investition-Wachstum/Niedersachsen-Schnellkredit.

Auf der Webseite der N-Bank finden Sie auch eine Übersicht über die Corona-Hilfsprogramme des Bundes und des Landes Niedersachsen: https://www.nbank.de/Blickpunkt/Uebersicht-der-Hilfsprogramme/Corona-Hilfsprogramme-auf-einen-Blick.jsp.

Dürfen landwirtschaftliche Berater noch auf die Betriebe beziehungsweise auf die Felder kommen?

Ja, Gruppenberatungen im Freien zu pflanzenbaulichen Fragestellungen gehören zu den Zusammenkünften, die einen beruflichen Zweck erfüllen. Sie sind deswegen nach der aktuellen Corona-Verordnung Niedersachsens erlaubt. Zu beachten sind die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln.

Hinweis: Erfahrungsgemäß steigt mit steigender Gruppengröße die Gefahr, dass die Abstandsregelungen nicht dauerhaft eingehalten werden können. Es liegt in der Verantwortung der Organisatoren solcher Zusammenkünfte, hier entsprechende Vorkehrungen zur Vermeidung eines erhöhten Infektionsrisikos zu treffen, zum Beispiel durch die Aufteilung in mehrere Kleingruppen.


Themenbereich: Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer/innen


Wie finde ich während der Pandemie Erntehelferinnen und Erntehelfer?

Hier können Online-Plattformen wie www.daslandhilft.de oder die Agrarjobbörse der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) unter www.agrarjobboerse.de hilfreich sein.

Was muss ich bei der Unterbringung meiner Saisonarbeitskräfte beachten?

Die Pflichten der Unternehmen und landwirtschaftlichen Betriebe, die Personen beschäftigen, die in Sammelunterkünften oder in betriebseigenen oder angemieteten Unterkünften untergebracht sind, sind in der Niedersächsischen Corona-Verordnung geregelt. Betriebe müssen demnach

  • die beschäftigten Personen auf die aktuellen Hygieneregeln aufmerksam machen und sicherstellen, dass diese verstanden wurden,
  • die Einhaltung der Hygieneregeln regelmäßig überprüfen und dokumentieren,
  • die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung herausgegebenen Infografiken mit den wichtigsten Hygienehinweisen in allen Unterkünften gut sichtbar und für alle Bewohnerinnen und Bewohner zugänglich aushängen
  • und Arbeitskräfte möglichst nur in Einzelzimmern unterbringen. Küche und Bad sind so zu nutzen, dass eine ausreichende Distanz zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern gewährleistet ist.


Was ist bei der Beschäftigung von Saisonarbeitskräften in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und des Gartenbaus zu beachten?

(wird derzeit aktualisiert)


Welche Hygiene- und Schutzmaßnahmen sollen Betriebe aus Landwirtschaft, Forst- und Gartenbau bezüglich des Coronavirus beachten?

Speziell für das landwirtschaftliche Umfeld entwickelte Hinweise zum Schutz vor dem Coronavirus liegen in Deutsch und vier Fremdsprachen (Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch, Russisch) vor. Sie wurden von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) entwickelt. Die Betriebsanweisungen der SVLFG beinhalten wichtige Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen zum Coronavirus. Die Betriebsanweisung gibt es in deutscher, englischer, polnischer, rumänischer, russischer und ungarischer Sprachversion.

Die SVLFG empfiehlt insbesondere allen Arbeitgebern, sie in den Betrieben auszuhängen, um die aktuell starke Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Auch für landwirtschaftliche Betriebe gelten die allgemeinen Hygieneschutzmaßnahmen wie:

  • Regelmäßiges Händewaschen
  • Hände gründlich waschen
  • Hände aus dem Gesicht fernhalten
  • Im Krankheitsfall Abstand halten
  • Richtig Husten und Niesen
  • Wunden schützen
  • Auf ein sauberes Zu Hause achten
  • Lebensmittel hygienisch behandeln
  • Geschirr und Wäsche heiß waschen
  • Regelmäßig lüften


Themenbereich: Jagd

Bezug: Niedersächsische Corona-Verordnung vom 23. November 2021, geändert durch die Verordnungen vom 30. November, 11. Dezember, 13. Dezember, 20. Dezember, 23. Dezember 2021 und 14. Januar 2022


Sind Drückjagden auf Schalenwild mit mehr als 10 Personen erlaubt?

Drückjagden auf Schalenwild zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest sind mit mehr als 10 Personen weiterhin möglich. Diese sind gemäß § 8 Abs. 1 Nds. Corona-VO Veranstaltungen und werden der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit oder einer Tätigkeit zur Gefahrenabwehr zugeordnet (§ 8 Abs. 3 Nr. 3 Nds. Corona-VO).

Voraussetzungen für die Durchführung sind die

  • Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (vgl. § 4 Nds. Corona-VO),
  • Erstellung eines Hygienekonzeptes (vgl. § 5 Nds. Corona-VO),
  • Datenerhebung- und Dokumentation (vgl. § 6 Nds. Corona-VO) sowie
  • Testung (vgl. § 7 Nds. Corona-VO).

Warnstufe 3:

Für den Zeitraum vom 15.01.2022 bis einschließlich 02.02.2022 (sogenannte Winterruhe) wurde landesweit die Warnstufe 3 festgestellt. Die Fortdauer der Regelungen der Warnstufe 3 basieren auch auf die in Niedersachsen ansteigenden Infektionszahlen und die sehr konkrete Erwartung eines weiteren deutlichen Anstieges in der nächsten Zeit. Damit wird in Zusammenwirken mit weitergehenden kontaktbeschränkenden Maßnahmen in diesem Zeitraum sowohl für ungeimpfte als auch für geimpfte und genesene Personen ein zeitlich begrenzter „Notschalter“ als infektionspräventive Schutzmaßnahme in die Verordnung integriert.

Gemäß § 8 Abs. 6a Nds. Corona-VO dürfen bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen oder unter freiem Himmel mehr als 10 Personen nur noch nach der 2-G-plus-Regelung zusammenkommen. Die Atemschutzmaske des Niveaus FFP2/KN 95 oder eines gleichwertigen Schutzniveaus ist auch am Sitzplatz zu tragen. Ausnahme: Jäger welche den Schützenstand eingenommen haben und dort alleine sind.

Allerdings wird die 2-G-plus-Regelung dahingehend geöffnet, dass geimpfte Personen gem. § 7 Abs. 6 Nds. Corona-Verordnung von der Nachweispflicht über eine negative Testung befreit sind, wenn sie einen Nachweis über eine Auffrischungsimpfung (3. Impfung) oder einen Genesenennachweis nach § 2 Nr. 5 SchAusnahmV über eine Infektion nach dem Vorliegen einer vollständigen Impfung vorlegen.

Der/die Veranstalter/in hat den Nachweis über die jeweils geltende Zutrittsregelung aktiv einzufordern. Wird der entsprechende Nachweis nicht vorgelegt, so ist der Person der Zutritt zu der Veranstaltung zu verweigern (§ 8 Abs. 4 Nds. Corona-Verordnung).

Können auch weitere Gesellschaftsjagden wie z. B. Treibjagden auf Niederwild mit mehr als 10 Personen stattfinden?

Gesellschaftsjagden sind nur mit einer Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen zulässig, die über einen Impfnachweis gemäß § 2 Nr. 3 SchAusnahmV oder über einen Genesenennachweis gemäß § 2 Nr. 5 SchAusnahmV verfügen oder gemäß § 7 Abs. 5 Satz 1 von der Vorlage eines Impfnachweises befreit sind (§ 7a Abs. 4 Nds. Corona-VO).


Themenbereich: Nutzung von Sportanlagen/Reitsport und Pferdehaltung

Bezug: Niedersächsische Corona-Verordnung vom 23. November 2021, geändert durch die Verordnungen vom 30. November, 11. Dezember, 13. Dezember, 20. und 23. Dezember 2021


Was zählt zu einer Sportanlage im Reitsport?

Pferdehaltungseinrichtungen (Ställe, Stallgasse, Stalltrakt, Offenstall, o.Ä.) sind noch nicht Teil einer Sportanlage. Lediglich Reitplätze und Reithallen oder ähnliche Einrichtungen wie z. B. eine Longierhalle oder ein Roundpen gelten als Sportanlagen, wobei überdachte Anlagen stets geschlossene Räume darstellen. Das gilt auch für den Fall, dass die Sportanlagen (z. B. Reithalle) an Pferdehaltungseinrichtungen angeschlossen sind.

Nur in den Sportanlagen (Reithallen bzw. Reitplätzen o. Ä.), nicht aber in den Pferdehaltungseinrichtungen, gelten dann vollständig die Regelungen des § 8b Nds. Corona-Verordnung.

Müssen in den Stallungen und Sportanlagen Masken getragen werden?

Ja - nach § 4 Abs. 1 Satz 1 hat jede Person in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuches- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, eine medizinische Maske als Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Kinder zwischen dem vollendeten 6. und vollendeten 14. Lebensjahr dürfen textile oder textilähnliche Barriere nach § 4 Abs 1 Satz 4 tragen.

Bei sportlicher Betätigung gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nach § 4 Abs. 3 Nr. 8 grundsätzlich nicht.

Was gilt bei den jeweiligen Warnstufen für die Nutzung von Reithallen, Reitplätzen o. ä.?

Ohne Warnstufe, aber Indikator „Neuinfizierte“ von mehr als 35:

Nach § 8b Abs. 2 Nds. Corona-Verordnung hat jede Person,

  • die eine Sportanlage in geschlossenen Räumen nutzen will, bei Betreten entweder einen Impfnachweis gemäß § 2 Nr. 3 SchAusnahmV, einen Genesenennachweis gemäß § 2 Nr. 5 SchAusnahmV oder eine negative Testung gemäß § 7 Nds. Corona Verordnung vorzulegen (3G-Regel).

Warnstufe 1:

Nach § 8b Abs. 3 Nds. Corona-Verordnung hat jede Person,

  • die eine Sportanlage in geschlossenen Räumen nutzen will, bei Betreten entweder einen Impfnachweis gemäß § 2 Nr. 3 SchAusnahmV oder einen Genesenennachweis gemäß § 2 Nr. 5 SchAusnahmV vorzulegen (2G-Regel).
  • die eine Sportanlage unter freiem Himmel nutzen will, bei Betreten einen Impfnachweis gemäß § 2 Nr. 3 SchAusnahmV, einen Genesenennachweis gemäß § 2 Nr. 5 SchAusnahmV oder einen Nachweis über eine negative Testung gemäß § 7 Nds. Corona Verordnung vorzulegen. (3G-Regel)

Warnstufe 2:

Nach § 8b Abs. 4 Nds. Corona-Verordnung hat jede Person,

  • die eine Sportanlage in geschlossenen Räumen nutzen will, bei Betreten entweder einen Impfnachweis gemäß § 2 Nr. 3 SchAusnahmV oder einen Genesenennachweis gemäß § 2 Nr. 5 SchAusnahmV und daneben jeweils zusätzlich einen Nachweis über eine negative Testung gemäß § 7 Nds. Corona Verordnung vorzulegen (2G plus-Regel)

Der zusätzliche Nachweis über eine negative Testung braucht für die Nutzung von Sportanlagen (z. B. Reithalle) nicht vorgelegt werden, wenn in dem geschlossenen Raum je teilnehmende Person eine Fläche von mind. 10 Quadratmetern zur Verfügung steht.

  • die eine Sportanlage unter freiem Himmel nutzen will, hat bei Betreten entweder einen Impfnachweis gemäß § 2 Nr. 3 SchAusnahmV oder einen Genesenennachweis gemäß § 2 Nr. 5 SchAusnahmV vorzulegen. (2G- Regel)

Mund-Nasen-Bedeckung

Abweichend von der o.g. allgemeinen Regel zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes muss in dieser Warnstufe eine Atemschutzmaske mindestens des Schutzniveaus FFP2, KN 95 oder eines gleichwertigen Schutzniveaus getragen werden. Kinder zwischen dem vollendeten 6. und vollendeten 14. Lebensjahr dürfen textile oder textilähnliche Barriere nach § 4 Abs 1 Satz 4 tragen.

Bei sportlicher Betätigung gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nach § 4 Abs. 3 Nr. 8 nicht.

Warnstufe 3

Nach § 8b Abs. 5 Nds. Corona-Verordnung hat jede Person,

  • die eine Sportanlage entweder in geschlossenen Räumen oder unter freiem Himmel nutzen will, bei Betreten entweder einen Impfnachweis gemäß § 2 Nr. 3 SchAusnahmV oder einen Genesenennachweis gemäß § 2 Nr. 5 SchAusnahmV und daneben jeweils zusätzlich einen Nachweis über eine negative Testung gemäß § 7 Nds. Corona Verordnung vorzulegen. (2G plus-Regel)

Der zusätzliche Nachweis über eine negative Testung braucht für die Nutzung von Sportanlagen nicht vorgelegt werden, wenn es sich um eine Anlage (unter freiem Himmel oder in geschlossenen Räumen) handelt, bei der sichergestellt ist, dass je teilnehmende Person eine Fläche von mindestens 10 Quadratmetern zur Verfügung steht.

Mund-Nasen-Bedeckung

Abweichend von der o.g. allgemeinen Regel muss in dieser Warnstufe eine Atemschutzmaske mindestens des Schutzniveaus FFP2, KN 95 oder eine gleichwertigen Schutzniveaus getragen werden. Kinder zwischen dem vollendeten 6. und vollendeten 14. Lebensjahr dürfen textile oder textilähnliche Barriere nach § 4 Abs 1 Satz 4 tragen.

Bei sportlicher Betätigung gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nach §4 Abs. 3 Nr. 8 nicht.

Ist die Nutzung der Sportanlage für die Wahrung des Tierwohls erlaubt?

Ist die Nutzung einer Sportanlage zur Wahrung des Tierwohls – z. B. weil eine tiergerechte Pflege bzw. Bewegung nicht anderweitig sichergestellt werden kann - unerlässlich, so kann eine Person eine der Sportanlage abweichend zu den o.g. Regelungen ausnahmsweise statt mit einem Impfnachweis gemäß § 2 Nr. 3 SchAusnahmV oder einem Genesenennachweis gemäß § 2 Nr. 5 SchAusnahmV auch mit einen Nachweis über eine negative Testung gemäß § 7 Nds. Corona Verordnung betreten. (3G-Regel)

Es handelt sich um eine Ausnahmeregelung, deren Voraussetzungen nach strengen Maßstäben zu prüfen sind. Zur Wahrung des Tierwohls ist die Nutzung einer Sportanlage nur dann unerlässlich, wenn eine adäquate Pflege und Bewegung des Tieres aufgrund besonderer Umstände ohne die Nutzung einer Sportanlage ausgeschlossen ist. Zu prüfen wäre insbesondere, ob die Bewegung nicht auch außerhalb von Sportanlagen z.B. in der freien Landschaft erfolgen kann. Die Nutzung der Sportanlage hat sich für diesen Fall auf einen zwingend erforderlichen Umfang zu beschränken (Häufigkeit und Dauer).

Muss der Betreiber einer Reitsportanlage die Nachweise aktiv einfordern?

Der/die Betreiber/in der Sportanlage hat die o. g. Nachweise aktiv einzufordern. Wird der Nachweis nicht vorgelegt, so ist der Person der Zutritt zu der Sportanlage zu verweigern (§ 8 Abs. 4 S. 2, 3 Nds. Corona-Verordnung).

Gelten die o. g. Regelungen auch für Kinder und Personen, die sich nicht impfen lassen können?

Gemäß § 7 Abs. 5 gelten diese Regelungen nicht für Kinder, Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und Personen, die ein ärztliches Attest vorlegen, dass sie sich aufgrund medizinischer Kontraindikation oder der Teilnahme an einer klinischen Studie nicht impfen lassen dürfen. Personen mit medizinischer Kontraindikation und Personen in klinischen Studien, die sich nicht impfen lassen dürfen und das 18. Lebensjahr vollendet haben, müssen allerdings den Nachweis eines negativen Tests führen.

Was gilt für Betriebsangehörige, Berufsreiter sowie Dienstleistende (Hufschmiede, Tierärzte u. Ä. sowie Personen zur Versorgung und Pflege der Pferde)?

Sofern es sich um eine berufliche Tätigkeit handelt, gilt § 28 b Absatz 1 Infektionsschutzgesetz:

Für Betriebsangehörige (Arbeitgeber und Beschäftigte) und Dienstleistende wie z. B. Hufschmiede, Tierärzte sowie für jede Person, die zum Zweck der Versorgung und Pflege der Pferde Zutritt zu den Pferdehaltungseinrichtungen hat, gilt die Anlage als Arbeitsstätte, es gilt 3G. Für die Nutzung von Reithallen und Reitplätzen gelten die Vorschriften der Corona-Verordnung.

Für die Nutzung von Sportanlagen (z.B. Reithallen und Reitplätzen) gelten die Vorschriften der Corona-Verordnung, es sei denn, dass der Sport durch Sportlerinnen und Sportler berufsmäßig ausgeführt wird. Dann gilt auch für diese 3 G am Arbeitsplatz. Gleiches gilt für Trainerinnen und Trainer, die ihre Tätigkeit berufsmäßig ausüben. Hier gilt § 28 b IfSG

Müssen die Betriebe eine Hygienekonzept haben?

Soweit die Betriebe für Kunden (z. B. Pferdehalter) oder Besuchsverkehr zugänglich sind, haben sie ein Hygienekonzept nach § 5 der Corona-Verordnung zu erstellen, welches u. a. das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen regelt. Das Hygienekonzept ist allen Personen zugänglich zu machen, die die Anlage betreten bzw. nutzen, und von diesen zu befolgen.

Welche Tests werden anerkannt?

Die Testungen gemäß Warnstufe 1, 2 und 3 können nach § 7 Absatz 1 der Corona Verordnung entweder

  • als PCR-Test mit einer Geltungsdauer von 48 Stunden,
  • als PoC-Antigen-Test (Schnelltest) durch ein Testzentrum mit einer Geltungsdauer von 24 Stunden,
  • oder als Selbsttest unter Aufsicht und Dokumentation vor Ort mit einer Geltungsdauer von 24 Stunden

durchgeführt werden.

Erleichterung bei 2G Plus

In den Fällen, in denen entweder ein Impfnachweis oder ein Genesenennachweis und daneben jeweils zusätzlich ein negativer Testnachweis vorzulegen ist, gilt die Pflicht zur Vorlage eines zusätzlichen Testnachweises nicht für geimpfte Personen, wenn sie einen Nachweis über eine Auffrischimpfung oder einen Genesenennachweis über eine Infektion nach dem Vorliegen einer vollständigen Schutzimpfung vorlegen.

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Leitfaden: Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 in Betrieben der Fleischwirtschaft (nicht vollständig barrierefrei)

 Leitfaden: Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 in Betrieben der Fleischwirtschaft (nicht vollständig barrierefrei)
(PDF, 0,45 MB)

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Kommunikation I Presse I Bürgerdialog

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2136
Fax: 0511/120-2382

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