Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Landwirtschaftsministerium stärkt ländliche Räume Niedersachsens mit vierzehn neuen Dorfregionen

Ministerin Staudte: „Ländliche Räume für die Zukunft aufstellen – mit der Kompetenz der Menschen vor Ort“


Hannover. Ob ein neuer Spielplatz oder die Umnutzung eines alten Stalles für gemeinschaftliche Projekte – mit dem Dorfentwicklungsprogramm fördert Niedersachsen die Daseinsvorsorge und Lebensqualität ländlicher Räume. Jetzt wurden vierzehn neue Dorfregionen in das Programm aufgenommen. Damit wird den Dorfregionen nach Erstellung eines Dorfentwicklungsplans über mehrere Jahre eine Förderung von bis zu 75 Prozent bei öffentlichen Maßnahmen ermöglicht. Die neu aufgenommenen Dorfregionen befinden sich in den Landkreisen Gifhorn, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Diepholz, Verden, Rotenburg/Wümme, Cuxhaven, Stade, Leer, Vechta, Grafschaft Bentheim und Osnabrück. Damit nehmen nun insgesamt 182 Dorfregionen mit insgesamt 769 Dörfern an dem Dorfentwicklungsprogramm teil, das über die ZILE-Richtlinie zur integrierten ländlichen Entwicklung im Förderzeitraum 2023 bis 2027 aus dem EU-Förderkonzept KLARA mit insgesamt 220 Millionen Euro hinterlegt ist.

Am heutigen Freitag, dem 03. Juli, überreichte Ministerin Staudte symbolisch und stellvertretend für alle neu aufgenommenen Dorfregionen in Verden, Oldenburg und Osnabrück Urkunden über die Aufnahme der Dorfregionen in das Dorfentwicklungsprogramm.

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte:

„Mit der Aufnahme von vierzehn neuen Dorfregionen setzen wir das erfolgreiche Dorfentwicklungsprogramm als eines der zentralen Förderinstrumente für den ländlichen Raum fort. Auf ein Neues können jetzt die Menschen vor Ort die Zukunft ihrer Dörfer und Regionen mit nachhaltigen Projekten tatkräftig mitgestalten und ihre Heimat für die Zukunft stärken. Mit den hohen Fördersätzen von bis zu 75 Prozent ermöglichen wir von den Aktiven vor Ort entwickelte Projekte und stärken den ländlichen Raum.“

Durch das Förderprogramm Dorfentwicklung wird Dörfern die Möglichkeit geboten, sich mit ihren Potenzialen und Bedürfnissen intensiv auseinanderzusetzen und daraus eine langfristige Strategie zu entwickeln – für einen maßgeschneiderten Fahrplan für die Zukunft, auch über die Förderphase hinaus. Dafür setzen sich die Menschen vor Ort intensiv mit den zentralen Themen für ihre Regionen auseinander, darunter Demografie, Klimawandel und Klimafolgenanpassung, Baukultur oder soziales Miteinander. Neben diesen strategischen Überlegungen formulieren sie auch konkrete Ideen und Projekte, die sie für ihre Region gerne umsetzen möchten. Die thematische Offenheit des Dorfentwicklungsprogramms macht dabei vieles möglich: ein Outdoorplatz für Jugendliche (Landkreis Diepholz), die Umnutzung eines Schafstalls zur Lernwerkstatt (Landkreis Vechta) oder eine digitale Mitfahrbank (Landkreis Rotenburg/Wümme).

Dies sind nur einige der vielen guten Ideen und Projekte, mit denen die Dorfregionen in die Zukunft gehen. Insgesamt haben sich 25 Dorfregionen zum Stichtag 1. April 2026 beworben, vierzehn wurden nach einem landesweiten Ranking in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen.

Für investive Maßnahmen besteht nach Anerkennung des zunächst noch aufzustellenden Dorfentwicklungsplans die Möglichkeit, eine Förderung zu beantragen. Die Förderung kann zum Beispiel für öffentliche Maßnahmen bis zu 75 Prozent betragen. Hierzu können zum Antragsstichtag 30. September jeden* Jahres Förderanträge gestellt werden. Die Entscheidung, welche Anträge zum Zuge kommen, erfolgt auf Grundlage eines Rankingverfahrens.

Fragen zu Projekten können Sie bitte an das zuständige Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) richten. Dies gilt auch für Dorfregionen, die in dieser Runde keinen Zuschlag bekommen haben. Für sie besteht wie für alle anderen Gebiete in Niedersachsen die Möglichkeit, eine Förderung von Basisdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Dieses Förderprogramm wurde vom Land um 95 Millionen Euro aufgestockt.

*Korrekturhinweis: In einer ersten Version dieses Textes stand „dieses Jahres“. Die Änderung in diesem Text erfolgte nach Versand der Pressemitteilung.


Welche Dorfregionen wurden in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen?


ArL

Dorfregion

Gemeinden

Landkreis/e

Beteiligte Dörfer

Lüneburg

Rotenburger Ortschaften

Stadt Rotenburg/Wümme

Rotenburg/Wümme

Borchel, Mulmshorn, Unterstedt, Waffensen

Lüneburg

Gnarrenburger Moor

Gemeinde Gnarrenburg

Rotenburg/Wümme

Augustendorf, Barkhausen, Fahrendorf, Findorf, Kienkendorf, Kuhstedtermoor, Langenhausen

Lüneburg

Freiburg / Elbe

Flecken Freiburg / Elbe

Stade

Flecken Freiburg / Elbe

Lüneburg

Ahlenmoor Dorfregion

Stadt Geestland, Gemeinden Wanna und Nordleda

Cuxhaven

Flögeln, Krempel, Neuenwalde, Wanna, Nordleda

Lüneburg

Flecken Langwedel

Flecken Langwedel

Verden

Völkersen, Holtebüttel (mit den OT Dahlbrügge, Schülingen, Holtebüttel, Nindorf), Haberloh

Leine-Weser

Despetal

Gronau (federführend) und Sibbesse

Hildesheim

Barfelde, Eitzum, Nienstedt (Stadt Gronau) und Hönze und Möllensen (Gemeinde Sibbesse)

Leine-Weser

Drebber

Drebber

Diepholz

Drebber, Jacobidrebber, Mariendrebber

Leine-Weser

Asel-Harsum-Klein Förste

Harsum

Hildesheim

Asel, Harsum, Klein Förste

Leine-Weser

HeLaSa

Salzhemmendorf

Hameln-Pyrmont

Hemmendorf, Lauenstein, Salzhemmendorf

Weser-Ems

Dorfregion Uelsen

Uelsen, Gölenkamp, Wilsum

Grafschaft Bentheim

Uelsen, Gölenkamp, Wilsum

Weser-Ems

Goldenstedt

Goldenstedt

Vechta

Ambergen, Arkeburg, Einen, Ellenstedt, Gastrup, Lahr, Lutten, Varenesch

Weser-Ems

Westoverledingen - Deich- und Marschdörfer an Ems und Leda

Westoverledingen

Leer

Breinermoor, Esklum, Driever, Grotegaste, Mitling-Mark, Völlen

Weser-Ems

Dorfregion Hilter

Hilter a.T.W.

Osnabrück

Hilter, Borgloh, Wellendorf, Hankenberge, Ebbendorf

Braunschweig

Rühen, Brechtorf, Eischott

Rühen

Gifhorn

Rühen, Brechtorf, Eischott


Ministerin Miriam Staudte übergibt eine Urkunde in einem Raum vor zwei Aufstellern   Bildrechte: ML
Ministerin Miriam Staudte (2 v.l.) übergibt an die Dorfregion Goldenstedt die Urkunde über die Aufnahme der Dorfregionin das Dorfentwicklungsprogramm
Ministerin Staudte übergibt vor einem Gebäude eine Urkunde   Bildrechte: ML
Ministerin Miriam Staudte (3. v.r.) übergibt an die Dorfregion Hilter die Urkunde über die Aufnahme der Dorfregion in das Dorfentwicklungsprogramm
Ministerin Staudte übergibt eine Urkunde im Freien   Bildrechte: ML
Ministerin Miriam Staudte (3. v.l.) übergibt an die Dorfregion Uelsen die Urkunde über die Aufnahme der Dorfregion in das Dorfentwicklungsprogramm
Ministerin Staudte übergibt eine Urkunde vor einem Gebäude an Vertreter der Dorfregion   Bildrechte: ML
Ministerin Miriam Staudte (3. v.l.) übergibt an die Dorfregion Westoverledingen die Urkunde über die Aufnahme der Dorfregion in das Dorfentwicklungsprogramm
Ministerin Staudte übergibt eine Urkunde an Vertreterinnen und Vertreter der Dorfregion stehend auf einer grünen Wiese   Bildrechte: ML
Ministerin Miriam Staudte (3. v. l.) übergibt an die Dorfregion Gnarrenburger Moor die Urkunde über die Aufnahme der Dorfregion in das Dorfentwicklungsprogramm
Ministerin Staudte übergibt eine Urkunde an Vertreterinnen und Vertreter der Dorfregion stehend auf einer grünen Wiese   Bildrechte: ML
Ministerin Miriam Staudte (3. v. l.) übergibt an die Dorfregion Rotenburger Ortschaften die Urkunde über die Aufnahme der Dorfregion in das Dorfentwicklungsprogramm
Ministerin Staudte übergibt eine Urkunde an Vertreterinnen und Vertreter der Dorfregion stehend auf einer grünen Wiese   Bildrechte: ML
Ministerin Miriam Staudte (3. v. l.) übergibt an die Dorfregion Freiburg/Elbe die Urkunde über die Aufnahme der Dorfregion in das Dorfentwicklungsprogramm
Ministerin Staudte übergibt eine Urkunde an Vertreterinnen und Vertreter der Dorfregion stehend auf einer grünen Wiese   Bildrechte: ML
Ministerin Miriam Staudte (3. v. r.) übergibt an die Dorfregion Ahlenmoor die Urkunde über die Aufnahme der Dorfregion in das Dorfentwicklungsprogramm
Ministerin Staudte übergibt eine Urkunde an Vertreterinnen und Vertreter der Dorfregion stehend auf einer grünen Wiese   Bildrechte: ML
Ministerin Miriam Staudte (3. v. l.) übergibt an die Dorfregion Flecken Langwedel die Urkunde über die Aufnahme der Dorfregion in das Dorfentwicklungsprogramm

Artikel-Informationen

erstellt am:
03.07.2026
zuletzt aktualisiert am:
09.07.2026

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