Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

35 Jahre Tierschutzbeirat Niedersachsen: Gemeinsam für mehr Tierschutz

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte würdigt langjähriges Engagement des Beratungsgremiums – Tierschutzbeirat begleitet Niedersachsen seit 1991


Hannover. Das Verbot von sogenannten Qualzuchten oder der Umgang mit Zoo- und Zirkustieren - Der Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen berät seit 1991 die Landesregierung in Fragen des Tierschutzes. Zum 35-jährigen Jubiläum würdigte Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte die Arbeit des ehrenamtlichen Gremiums und seiner Mitglieder während eines Empfangs im Gästehaus der Landesregierung in Hannover.

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte:

„35 Jahre Tierschutzbeirat stehen für 35 Jahre fachliche Kompetenz, ehrenamtliches Engagement und den gemeinsamen Einsatz für das Wohl der Tiere. Der Beirat ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Praxis, unterschiedlichsten Verbänden, Wissenschaft und Politik. Heute sind Dialogformate ein beliebtes Instrument der niedersächsischen Landesregierung, aber vor 35 Jahren war es etwas Besonderes, ein solches Gremium einzurichten. Seine Arbeit zeigt: Guter Tierschutz braucht den Dialog, aber auch den Mut, Veränderungen anzustoßen. Dafür danke ich allen Mitgliedern, die sich über viele Jahre mit großer Sachkenntnis und Leidenschaft eingebracht haben.“

Der Tierschutzbeirat hat sich seit Aufnahme seiner Tätigkeit vor mehr als drei Jahrzehnten zu einem wichtigen Forum für den fachlichen Austausch und die Weiterentwicklung des Tierschutzes in Niedersachsen entwickelt. Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Verbände und Institutionen bringen dort ihre Erfahrungen und Perspektiven ein und erarbeiten gemeinsam Empfehlungen zu aktuellen und grundsätzlichen Fragen des Tierschutzes. Dabei begleitet der Tierschutzbeirat eine große Bandbreite an Themen – von der Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere über den Umgang mit Heim-, Wild-, Zoo- und Zirkustieren bis hin zu grundsätzlichen Fragen des Tierschutzrechts. Viele Empfehlungen und Positionen des Gremiums sind dabei über die Jahre zu wichtigen Impulsen für die tierschutzpolitische Arbeit in Niedersachsen geworden.

Dr. Julia Pfeiffer-Schlichting, Landesbeauftragte für den Tierschutz:

„Mit den Jahren war es etwas Besonderes. Jahrzehnte-andauernden Tätigkeit des Tierschutzbeirats werden gleichzeitig auch konstruktive Auseinandersetzungen darüber geführt, wie wir das Leben von Tieren besser schützen und verbessern können. Besonders wertvoll ist, dass im Beirat unterschiedliche Sichtweisen zusammenkommen. Tierschutz lebt vom fachlichen Austausch und davon, dass auch schwierige Fragen offen diskutiert werden. Der Tierschutzbeirat leistet damit einen wichtigen Beitrag dazu, dass Tierschutz nicht nur ein politisches Ziel bleibt, sondern konkrete Verbesserungen erreicht werden.“

In seinen bisher 123 Sitzungen hat der Tierschutzbeirat insgesamt 62 Beschlüsse gefasst, in denen er der Landesregierung Anregungen gegeben hat, sich mit bestimmten Tierschutzthemen zu befassen, Bundesratsinitiativen anregt oder in seinen Beschlüssen die Bitte an die Landesregierung heranträgt, mit den nutztierhaltenden Verbänden Vereinbarungen zur Verbesserung der Tierhaltungen zu erarbeiten.

Hintergrund:

1991 wurde der Tierschutzbeirat unter Minister Karl-Heinz Funke eingerichtet. Der Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen besteht aus 16 ehrenamtlichen Mitgliedern und stellvertretenden Mitgliedern unterschiedlicher Verbände und Institutionen. Gemeinsam erarbeiten sie Lösungsvorschläge für aktuelle und künftige tierschutzrelevante Sachverhalte. Die Mitglieder des Tierschutzbeirats sind aktuell für die Zeit vom 1. Oktober 2024 bis 30. September 2027 berufen. Vorsitzender der aktuellen Berufungsperiode ist Dieter Ruhnke vom Deutschen Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen e.V..

Neben Tierschutzverbänden, so dem Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine e.V. und dem Deutschen Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen e.V., sind die Evangelische und die Katholische Kirche, die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V., das Niedersächsische Landvolk e.V., die Landessportfischerverbände, die Tierärztekammer Niedersachsen, der Zentralverband der Heimtierbranche e.V., der Niedersächsische Städte- und Landkreistag sowie eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler im Beirat vertreten.

An den Sitzungen nehmen außerdem Vertreterinnen und Vertreter des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Tierschutzreferat und Niedersächsische Landestierschutzbeauftragte) und der Tierschutzdienst des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) teil.

Ministerin Miriam Staudte (mittig) zusammen mit der Landesbeauftragten für den Tierschutz, Dr. Julia Pfeiffer-Schlichting (2. Reihe, 4. V. l.) und dem Tierschutzbeirat.   Bildrechte: ML
Ministerin Miriam Staudte (mittig) zusammen mit der Landesbeauftragten für den Tierschutz, Dr. Julia Pfeiffer-Schlichting (2. Reihe, 4. v. l.) und dem Tierschutzbeirat.

Artikel-Informationen

erstellt am:
26.08.2026

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