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Gemeinsam Niedersachsens Grünlandregion erhalten

Ministerin Barbara Otte-Kinast und Minister Olaf Lies besuchen Grünlandzentrum


HANNOVER/Ovelgönne. Die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Grünlandregionen stand im Mittelpunkt eines gemeinsamen Besuches von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies im Grünlandzentrum in Ovelgönne (Landkreis Wesermarsch). Beide Minister machten sich vor Ort ein Bild von den Herausforderungen und ließen sich umfassend über die vielfältigen Projekte des Grünlandzentrums informieren.

Dazu sagt Ministerin Barbara Otte-Kinast: „Grünland ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und eine prägende Kulturlandschaft. Deshalb ist es notwendig, die Bewirtschaftung auf Dauer zu sichern.“ Der Meinungsaustausch habe erneut gezeigt, wie groß die Bedeutung des Grünlands auch im Hinblick auf den Klima- und Umweltschutz ist. Um die zahlreichen Erschwernisse der dort wirtschaftenden Betriebe abzupuffern, soll eine gezielte Förderung entwickelt werden. Ministerin Otte-Kinast: „Der inhaltliche und finanzielle Spielraum für weitere Unterstützungen hängt nun maßgeblich davon ab, wie die zukünftige Gemeinsame Agrarpolitik der EU ausgestaltet sein wird. Fest steht: Wir wollen die Grünlandbewirtschaftung mit geeigneten Maßnahmen erhalten.“

Das Landwirtschaftsministerium arbeitet bereits an geeigneten Konzepten, die nachhaltig und zukunftsorientiert sind und dabei sowohl die Bedürfnisse der Betriebe als auch die gesellschaftlichen Erwartungen berücksichtigen. „Ich möchte das Thema Grünlandförderung außerdem auch auf die Bundesebene tragen, weil viele Länder von den wichtigen Funktionen des Grünlandes überzeugt sind, aber ebenfalls noch Verbesserungspotenzial bei der Ausgestaltung des gesetzlichen Rahmens sehen“, betonte Otte-Kinast.

Minister Olaf Lies hob die besondere Bedeutung des Grünlandes vor allem auch auf Moorböden hervor: „Moorböden speichern große Mengen an Kohlenstoff. Mit einer Verringerung der Freisetzung von Koh-lenstoffdioxid aus diesen Böden können wichtige Effekte für den Klimaschutz erzielt werden. Wir setzen uns daher für die Weiterentwicklung von moor- und klimaschonenden Bewirtschaftungsformen ein. Das Grünlandzentrum leistet hierzu wichtige Unterstützung. Zum Beispiel durch das zurzeit laufende, von EU und Land mit rund drei Millionen Euro geförderte Modellprojekt „SWAMPS“ zur Erprobung neuer Verfahren bei der Grünlandnutzung auf Moorböden.“

Ministerin Otte-Kinast hob in Ovelgönne auch hervor, dass sich das Land bereits jetzt stark für die Grünlandregionen einsetze. So werden u.a. bereits eine naturverträgliche Bewirtschaftung von Dauergrünland, die Beweidung besonderer Biotope sowie die Beweidung in Hanglagen gefördert. Für Maßnahmen zur Grünlandförderung stehen im Jahr 2018 insgesamt 14,5 Millionen Euro zur Verfügung, von denen 5.600 Betriebe profitieren. Die Landesregierung führt ferner das Weidemilchprogramm fort und unterstützt es weiterhin finanziell. Und: Für das Grünlandzentrum, das viele Maßnahmen in diesem Bereich betreut, hat das Landwirtschaftsministerium die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel auf künftig 100.000 Euro pro Jahr verdoppelt.

„Es zeigt sich einmal mehr, dass Landwirtschaft, Klimaschutz und Naturschutz als gemeinsame Ziele zu erreichen sind. Im Übrigen müssen wir grundsätzlich auch mit Blick auf Artenvielfalt die Weidehaltung unterstützen“, so Olaf Lies.

Hintergrund:
Im Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen arbeiten Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie Wissenschaft, Verwaltung und Politik zusammen, um in den Grünlandregionen gemeinsam zukunftsfähige Lösungsansätze für ein nachhaltigeres Wirtschaftswachstum zu entwickeln, die bestehenden Flächenkonkurrenzen zu entschärfen und die besondere Kulturlandschaft zu erhalten. Die Partnerschaft versteht sich als Netzwerk, das in Fragen rund um das Grünland intensiv zusammenarbeiten will.

Artikel-Informationen

07.12.2018

Ansprechpartner/in:
Pressestelle

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2136
Fax: 0511/120-2382

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