Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz klar

Erhebung über Wirtschaftsdüngerausbringung 2010

Hannover. In diesem Frühjahr wird in Deutschland eine zusätzliche repräsentative Befragung bei ca. 40.000 landwirtschaftlichen Betrieben zur Wirtschaftsdüngerausbringung im Jahr 2010 durchgeführt. In Niedersachsen werden etwa 5.000 Betriebe befragt werden.

Hintergrund der Erhebung ist die Berichtspflicht Deutschlands gegenüber der EU in Bezug auf eine Reihe von Klimagasen und Luftschadstoffen. Insbesondere ist Deutschland verpflichtet, die Gesamtemissionen an Ammoniak ab dem Jahr 2010 auf 550.000 Tonnen zu begrenzen. Nach den Prognosen auf der derzeitigen - teilweise veralteten - Datenbasis wird die durch die EU vorgegebene Höchstgrenze beim Ammoniak im Jahr 2010 voraussichtlich überschritten.

Über 90% der Ammoniak-Emissionen entstehen in der landwirtschaftlichen Produktion, insbesondere durch tierische Ausscheidungen und deren Verwertung. Es wird vermutet, dass die durch die Landwirtschaft verursachten Ammoniakemissionen durch verbesserte Ausbringungsverfahren und eine zeitnahe Einarbeitung der Wirtschaftsdünger in den vergangenen Jahren deutlich verringert werden konnten. Die geplante Erhebung zur Wirtschaftsdüngerausbringung soll daher die Berechnung der Ammoniakemissionen auf einer aktuellen Datenbasis ermöglichen, so dass der Fortschritt in diesem Bereich entsprechend dokumentiert werden kann.

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Gert Lindemann bittet deshalb die ausgewählten Betriebe um Unterstützung der Befragung und die zeitnahe Rückgabe der Bögen an den Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN).

Um die Belastung für die landwirtschaftlichen Betriebe möglichst gering zu halten, wird die Erhebung nicht bei allen Betrieben durchgeführt, sondern nur bei einer repräsentativen Auswahl. Außerdem soll durch den Versand der Befragungsbögen an die landwirtschaftlichen Betriebe Anfang März eine Überschneidung der Befragung mit der arbeitsintensiven Frühjahrsbestellung vermieden werden. Mit den Unterlagen wird eine Internetadresse mit Zugangskennung versandt, so dass der Fragebogen auch elektronisch ausgefüllt werden kann.

Wie für alle statistischen Erhebungen gilt natürlich auch für die Erhebung zur Wirtschaftsdüngerausbringung der Grundsatz, dass alle Einzelangaben der Geheimhaltung unterliegen.


Presseinformation
Artikel-Informationen

21.02.2011

Ansprechpartner/in:
Dr. Gert Hahne

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressesprecher
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: (0511)120-2138
Fax: (0511)120-2382

http://www.ml.niedersachsen.de

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