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Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA)

Vier Bundesländer - eine forstliche Forschungs- und Beratungsstelle in Göttingen und Hann. Münden

Wappen der vier Mitgliedsländer

129 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten im Dienste des Waldes und der Waldbesitzer

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) ist zuständig für die praxisnahe forstliche Forschung und die Beratung aller Waldbesitzarten in Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Dazu arbeiten an den Standorten Göttingen und Hann. Münden 129 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienste des Waldes und der Waldbesitzer. Mit den vier Arbeitsbereichen Waldwachstum, Waldschutz, Waldgenressourcen und Umweltkontrolle wird ein weites Forschungsspektrum abgedeckt. Die Erarbeitung und Vermittlung praxisnaher forstwissenschaftlicher Erkenntnisse basiert auf einem umfangreichen Netz an Versuchsflächen und Naturwäldern. Die Abteilung Waldwachstum führt darüber hinaus die Versuche der ehemaligen Preußischen Versuchsanstalt in weiteren westdeutschen Bundesländern fort. Im Verbund mit externen Partnern werden zahlreiche, forstlich relevante Drittmittelprojekte bearbeitet.

Im nationalen und internationalen Vergleich zählt die NW-FVA zu den führenden Forschungseinrichtungen bei der Bearbeitung der aktuell vorrangigen Forschungsthemen:

  • Anpassungsstrategien an den Klimawandel
  • Risikomanagement im Wald
  • Sicherung der Rohstoffversorgung
  • Sicherung der Biodiversität
  • Betriebliche Steuerung
Gebäude der NW-FVA in Göttingen

Standort Göttingen - Abteilungen A - Waldwachstum, B - Waldschutz und D - Umweltkontrolle

Standort Hann. Münden

Standort Hann. Münden - Abt. C - Waldgenressourcen

NW-FVA Göttingen - Erweiterungsgebäude

NW-FVA Standort Göttingen - Erweiterungsgebäude (ab 2011)

Standorte in Göttingen und Hann. Münden

Die Universitätsstadt Göttingen bietet ein optimales Umfeld für die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt.

Abteilungen in Göttingen

  • Zentrale Stelle (ZS)
  • Stelle für Koordination, Projekte und Öffentlichkeitsarbeit
  • Abt. A - Waldwachstum
  • Abt. B - Waldschutz
  • Abt. D - Umweltkontrolle

Abteilung in Hann. Münden

  • Abt. C - Waldgenressourcen
Organisationsplan der NW-FVA

Organisationsplan der NW-FVA (Stand 2015)

Zuwachsmessung

Abt. A - Waldwachstum -

Gegenstand der Forschung der Abteilung Waldwachstum sind natürliche und gesteuerte Waldentwicklungen. Es werden die waldökologischen Prozesse Verjüngung, Wachstum und Mortalität in Abhängigkeit von Standort, Baumart, Bestandesstruktur sowie von Umwelteinflüssen und waldbaulicher Behandlung untersucht.
Ziel der Forschung ist es, Leitbilder für eine multifunktionale Waldbewirtschaftung zu entwickeln. Zudem werden Entscheidungshilfen für die Begründung, Pflege und Nutzung von Wäldern sowie den Naturschutz im Wald erarbeitet.

Maikäfer

Abt. B - Waldschutz -

Die Abteilung Waldschutz hat die Aufgabe, durch den Einsatz integrierter Waldschutzkonzepte Schäden an Wäldern zu verhindern. Dabei wird die Umweltverträglichkeit von Waldschutzmaßnahmen besonders berücksichtigt.
Die aus praxisorientierten Versuchen entwickelten Konzepte werden allen Waldbesitzern zugänglich gemacht. Zusätzlich erfolgt bei Bedarf eine intensive Beratung vor Ort.

Eichelfrucht- wertvolles Saatgut

Abt. C - Waldgenressourcen -

Zentrale Aufgabe der Abteilung Waldgenressourcen ist die züchterische Auslese und Bereitstellung von hochwertigem Vermehrungsgut (Saatgut, Pflanzenteile und Pflanzgut). Es werden Herkunftsempfehlungen für forstliches Saat- und Pflanzgut erarbeitet und der Einfluß forstlicher Bewirtschaftungsmaßnahmen auf die genetische Diversität von Waldbeständen untersucht. Außerdem werden gefährdete, autochtone (bodenständige) oder gut angepasste Waldgehölze erfasst, dokumentiert und erhalten.
Zudem steht die Abteilung sowohl den forstlichen Aufsichtsbehörden als auch dem gewerblichen Baumschulsektor als fachkompetente Beratungsinstanz zur Verfügung.

Dauerbeobachtungsfläche

Abt. D - Umweltkontrolle -

Die Abteilung Umweltkontrolle untersucht den Nährstoffhaushalt und den Gesundheitszustand der Wälder. Grundlage hierfür ist ein modernes forstliches Umweltmonitoring sowie ein leistungsfähiges chemisches Umweltlabor.
Des Weiteren werden der Einfluß forstlicher Bewirtschaftungsmaßnahmen auf die Nachhaltigkeit der Nährstoffkreisläufe analysiert, Strategien für Kompensations- und Sanierungsmaßnahmen von Waldböden erarbeitet und der Wasserhaushalt von Wäldern untersucht.

Umweltlabor

Umweltlabor

Im technisch gut ausgestatteten Umweltlabor werden chemische Analysen von Wasser-, Pflanzen-, Humus- und Bodenproben durchgeführt. Diese Untersuchungen ermöglichen es, Nährelement-Kreisläufe zu erfassen und die Austauschkapazität von Böden zu bestimmen. Messmethoden werden weiterentwickelt und die Ergebnisse in einem Labor-Informationssystem dokumentiert.

Die NW-FVA im Internet

Logo der NW-FVA

Der Wald aller Besitzarten steht im Mittelpunkt der Forschungs- und Beratungstätigkeit der NW-FVA.

Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA)

Ab 2011 arbeitet die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt als Kooperation der Länder Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Forstliche Forschung und Beratung in Niedersachsen und weltweit

Die NW-FVA ist mit den weiteren forstlichen Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen in Göttingen vernetzt. Über den „Deutschen Verband Forstlicher Forschungsanstalten / DVFF“ pflegt die NW-FVA enge Kommunikation mit den übrigen Forstlichen Versuchsanstalten im gesamten Bundesgebiet. Auf internationaler Ebene werden die Kontakte über die IUFRO (International Union of Forest Research Organizations) sowie das EFI (European Forest Institute) gepflegt. In der Linkliste aufgeführt sind auch die zurzeit wichtigsten nationalen Donatoren.

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