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Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen

Landesbeauftragte für Tierschutz engagiert sich im bundesweiten Netzwerk


Als Landesbeauftragte für den Tierschutz in Niedersachsen gehört Michaela Dämmrich dem bundesweiten Netzwerk „Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ an. K&R ist ein interdisziplinärer Arbeitskreis von Expertinnen und Experten zur Etablierung einer verbindlichen bundesweiten Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen. Kürzlich stellte das Netzwerk seine Arbeit, Zielsetzung und Lösungswege bei einem Parlamentarischen Abend in Berlin vor, um politische Entscheider und die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit der Registrierungs- und Kennzeichnungspflicht zu überzeugen.

Seit vielen Jahren fordern Fachleute von der Politik eine bundeseinheitliche Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen. Eine solche Regelung würde erhebliche Verbesserungen, vor allem in Form von Transparenz, in den Bereichen Tiergesundheit, Tierschutz, Rechtssicherheit und Vollzug, Verbraucherschutz, öffentliche Gesundheit und Wirtschaftlichkeit mit sich bringen. Durch die schnellere Rückvermittlung von Fundtieren könnten Kommunen und Tierheime dauerhaft entlastet werden. „Nur durch eine konsequente und vollständige Rückverfolgbarkeit von Tierhaltern und Heimtieren können die gravierenden Probleme, wie beispielsweise der illegale Welpenhandel, die stetige Zunahme von Straßenkatzen sowie überfüllte Tierheime gelöst werden“, unterstreicht Michaela Dämmrich wie bedeutend die Zielsetzung des Netzwerkes ist. In Deutschland gibt im Gegensatz zu vielen anderen EU-Mitgliedstaaten bis heute keine einheitlich geregelte Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht. Und das, obwohl die Umsetzung schon mit wenig bürokratischem und finanziellem Aufwand möglich wäre.

Das Konzept Registerverbund

In einigen EU-Mitgliedstaaten gibt es bereits Modelle mit mehreren Registern, die in einem einzigen Datenbanksystem miteinander vernetzt sind. Eine solche Lösung wäre laut den Experten des Netzwerks „K&R“ auch eine optimale Lösung für Deutschland. So könnte auf mehr als zehn Millionen bereits registrierte Tiere aus den bestehenden Registern zurückgegriffen werden, ohne diese Daten kostenintensiv und mit hohem administrativem Aufwand erneut zu erheben. Die mit hohen Kosten verbundene Einrichtung und Verwaltung einer neuen Datenbank würde bei einem solchen Modell entfallen. Lediglich die Entwicklung einer speziellen Software, die alle Register im Verbund miteinander vernetzt, sowie die Bereitstellung eines Webservices durch alle angeschlossenen Register wären vonnöten. Tierhalter oder Finder von entlaufenen Tieren sowie öffentliche Stellen wie Städte, Gemeinden oder die Polizei könnten nach diesem Modell über individuell auf sie angepasste Abfragemöglichkeiten ihre Anfragen stellen. Darüber hinaus wäre ein solches System kompatibel mit einer europaweiten Kennzeichnung von Hunden und Katzen, wie sie vom Europaparlament seit Jahren gefordert wird.

Weitere Hintergrundinformationen zur Arbeit des Netzwerks „K&R“ sind auf der Internetseite www.heimtierverantwortung.net sowie in der hier zum Download bereitgestellten Broschüre zu finden.

 

Netzwerk K&R

Broschüre K&R

In der Broschüre finden Sie interessante Hintergrundinformationen zum Thema.

 Broschüre K&R

 Broschüre K&R Zusammenfassung

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