Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz klar

Die Imkerei - mehr als Hobby und Honig

Imkerin Tina Heinz: Die Bienen sind wahre Organisationstalente!
Ernährungswissenschaftlerin kümmert sich um Bienen im Ministergarten


Von Klaus Jongebloed



 
Imkerin Tina Heinz © ML /Zoombild
Hannover. Seit einem Jahr befinden sich zwei Bienenstöcke im Garten des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums. Und dort tummeln sich immerhin insgesamt fast 80.000 fleißige Tiere. Wie scherzte doch eine Boulevardzeitung über Landwirtschaftsminister Christian Meyer: „Auf diesen Politiker fliegen jetzt 80.000 süße Bienchen".

Da ist natürlich klar, dass solche Bienenvölker eine gute Pflege und Betreuung gebrauchen: Imkerin Tina Heinz übernimmt den Job. Die 30-Jährige macht mit bei der Aktion „Hannover summt!", die die Initiative angeschoben hat und wiederum Teil von „Deutschland summt!" ist. Deren Ziel: Bienen in den Städten heimisch machen und auf diese Weise einen Beitrag leisten zum Schutz der Tiere.







„Cool, das will ich machen", erzählt Tina Heinz von ihren Erlebnissen, als sie vor ungefähr sieben Jahren anfing, sich näher mit dem Thema Bienen zu befassen. „Es ist so unglaublich spannend das Gewusel der Bienen in der Beute, also im Bienenstock, zu erleben", berichtet sie. „Und zu sehen, dass jede Biene weiß, was sie zu tun hat. Das sind wahre Organisationstalente", sagt die Diplom-Ernährungswissenschaftlerin, die derzeit in Hannover ihre Promotion am Institut für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung absolviert.


Tina macht auch deshalb ihren Job so gerne, weil sie um die Bedeutung der Bienen für den Menschen weiß - und damit auch um die Rolle, die die Imkerei spielt. Die Fachleute gehen davon aus, dass es bundesweit zwischen 80.000 und 100.000 Hobby-Imker gibt. Hinzu kommen rund 4500 Erwerbs- und Berufsimker in Deutschland. Eine überraschende Erkenntnis hat Tina bereits schon gewonnen: „Die Bienenweiden funktionieren zum Teil besser in der Stadt als auf dem Land." Und woran liegt das? „Oft ist mittlerweile aufgrund der Monokulturen auf dem Land die Vielfalt an Blüten und Sträuchern auf Wiesen, in Kleingärten und auf Balkonen in den Städten größer.


Den ersten (Raps-) Honig hat Tina mittlerweile geerntet. Was sonst noch zu ihren Aufgaben in den nächsten Wochen und Monaten gehört, was sie tut, damit die Varroamilbe den Bienenvölkern nicht den Garaus machen und vieles andere mehr über die Imkerei, berichten wir demnächst an dieser Stelle.

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