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Besuch bei den Bauern der Meere: Ministerin Barbara Otte-Kinast sprach auf See mit Vertretern der niedersächsischen Fischerei


Hooksiel. An Bord des Muschelkutters „Royal Frysk" sprach Agrarministerin Barbara Otte-Kinast jetzt in Hooksiel mit den Vertretern der niedersächsischen Küsten- und Hochseefischerei. „Nachdem mir im Frühjahr bereits bei der Hauptversammlung über die Veränderungen berichtet wurde, wollte ich mir nun direkt vor Ort ein Bild machen", sagte die Ministerin. Zur niedersächsischen Küstenfischerei gehören vier Muschelfischereibetriebe, die mit fünf Kuttern auf der Nordsee aktiv sind. Um sich einen Überblick über die Herausforderungen der Miesmuschelfischer zu machen, ging es zunächst zu den Langleinenkulturen.

Dort wird ein Teil der Besatzmuscheln gewonnen, die später auf 1.300 ha Kulturflächen in der Ems- und Jademündung ausgebracht werden. Dann wachsen die Muscheln in etwa zwei Jahren auf eine zu vermarktende Größe heran. Der Miesmuschel-Bewirtschaftungsplan, der noch in diesem Jahr fortgeschrieben werden soll, war ebenso Thema wie der Verlust an Flächen durch Hafenausbaumaßnahmen und Kabeltrassen der Offshore-Windparks.

Von der Fischereivertretern wurden auch die EU-Vorgaben der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) kritisiert. Die Krabbenfischer erläuterten die Notwendigkeit, eine Ausnahme von dem Anlandegebot für Beifänge zu erlangen. Über die Kommissionsvorschläge für die zukünftige Fischereiförderung sowie für die Neuordnung der Fischereikontrolle und die damit verbundenen Hürden für die niedersächsische Fischerei wird Agrarministerin Otte-Kinast bei ihrem morgen (Dienstag, 10.7.) beginnenden Besuch in Brüssel sprechen.

 
Besuch in Hooksiel: Ministerin Barbara Otte-Kinast (vorne, 2.v.r.) mit ihren Gesprächspartnern aus der niedersächsischen Fischerei
Artikel-Informationen

23.07.2018

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