Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz klar

dl-PCB-Geschehen in Niedersachsen

dl-PCB (dioxinähnliche PCB) in Hühnereiern: Information und Chronologie zum dl-PCB-Geschehen in Niedersachsen



Hinweis für den Verbraucher auf die betroffenen Erzeugercodes:

Die Verbraucher werden gebeten, Eier mit den nachfolgend aufgeführten Erzeugercodes in die Geschäfte zurückzubringen oder zu vernichten.

  • 1-DE-0354451
  • 1-DE-0354452
  • 1-DE-0354453
  • 1-DE-0352691

Die Aufnahme von dl-PCB soll auf Grund der bestehenden langfristig toxischen Eigenschaften möglichst vermieden werden. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der belasteten Eier besteht nicht.



Chronologie


Sachstand vom 8. Mai 2012

In Bezug auf die drei gesperrten Legehennenbetriebe im Landkreis Aurich werden die Untersuchungen zu den Eintragsquellen weiter fortgeführt. So stehen derzeit noch weitere Untersuchungsergebnisse des Bodens sowie der Luft aus

Sachstand vom 25. April 2012

dl-PCB in Eiern: weitere Fortschritte bei Ursachenermittlung

In Zusammenhang mit den festgestellten Belastungen von Eiern aus Betrieben im Landkreis Aurich liegen neue Untersuchungsergebnisse vor. Die Ergebnisse
deuten auf einzelbetriebliche Probleme hin, denen derzeit gezielt nachgegangen wird.

Hannover. Am 19.04.2012 wurden Milchproben aus einem betroffenen Betrieb, der neben Legehennen auch eine Milchvieherde hält, und zwei weiteren benachbarten Milchviehbetrieben genommen. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse aller Milchproben bleiben sowohl unterhalb des Höchstwerts als auch unter dem deutlich niedrigeren Auslösewert. Die ermittelten Werte bewegen sich damit im Bereich der üblichen Hintergrundbelastung. Diese Ergebnisse stützen die Aussage des niedersächsischen Verbraucherschutzministers vom 20.04.2012, dass ein größeres regionales Ausmaß der Belastungen ausgeschlossen werden kann.

Inzwischen sind insgesamt 47 amtliche Proben mit dem vorgeschriebenen, sehr kosten- und zeitintensiven Analyseverfahren untersucht worden. In die Ursachenermittlung in den drei betroffenen Legehennenbetrieben sind auch Proben von Böden der Auslaufflächen, Einstreu und anderer Materialien, mit denen die Hennen in Kontakt kommen können, einbezogen worden. Die von der LUFA Hameln analysierten Bodenproben weisen PCB-Gehalte zwischen 4,93 und 8,27 ng/kg auf. Der von der Arbeitsgemeinschaft Dioxine der Umweltministerkonferenz bereits im Jahr 1990 festgelegten Richtwert für Boden zur uneingeschränkten landwirtschaftlichen und gärtnerischen Nutzung liegt bei 5 ng/kg. Die ermittelten Bodenwerte liegen damit z.T. leicht oberhalb der Hintergrundbelastung für Böden.

Im Styropor der von den Hennen eines Betriebes stark angepickten Wandverkleidung wurde ein PCB-Wert von 3,25 ng/kg gemessen. In allen anderen untersuchten Materialien wie Einstreu und Picksteine liegen die ermittelten Gehalte deutlich unterhalb dieser Werte.

Die Ursache der Belastung durch Aufnahme von Bodenpartikeln kann damit derzeit noch nicht belegt werden. Weitere Untersuchungen müssen folgen.

Für jeden der betroffenen Legehennenbetriebe wird aktuell ein Konzept zur weiteren gezielten Ursacheneingrenzung erstellt. Ziel ist es, die Betriebe wieder in die Lage zu versetzen, sichere Lebensmittel zu produzieren. Bis auf weiteres bleiben die Betriebe aber für die Abgabe von Eiern und Legehennen gesperrt.

In Ergänzung zur Untersuchung betriebsindividueller Ursachen hat ML auch Untersuchungen der Umgebungsluft veranlasst. Das Verfahren dieser speziellen Untersuchungen ist jedoch sehr zeitaufwändig. Mit den Ergebnissen dieser Untersuchungen kann daher erst in ca. 2 Monaten gerechnet werden.


Sachstand vom 20. April 2012

dl-PCB in Eiern: Keine erhöhten Werte in weiteren Betrieben im Bereich Aurich festgestellt - Untersuchungsergebnisse für Eier aus umliegenden Betrieben liegen vor

Hannover. Eierproben aus der Nachbarschaft der von erhöhten dl-PCB-Werten betroffenen Legehennenbetriebe im Landkreis Aurich zeigen keine auffälligen Werte. Diese Proben waren am Montag dieser Woche (16.04.2012) aus acht Nachbarbetrieben der von der Kontamination betroffenen Legehennenbetriebe genommen worden; nunmehr liegen alle zehn Untersuchungsergebnisse vor.

Die Befunde sind ohne Ausnahme unauffällig und liegen mit Werten von 0,28 bis 2,16 pg/g Fett für die Summe aus Dioxinen und dl-PCB deutlich unterhalb des Höchstwertes von 5 pg/g Fett. Damit bleiben die Höchstwertüberschreitungen auf die bislang benannten drei Betriebe beschränkt.

Verbraucherschutzminister Gert Lindemann zeigte sich erleichtert: „Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass ein größeres regionales Ausmaß der Belastungen offenbar ausgeschlossen werden kann. Jetzt müssen wir uns mit Nachdruck auf die Ursachenklärung in den betroffenen Betrieben konzentrieren."

Erste weitere Ergebnisse aus der bisher schon erfolgten Beprobung von Böden, Einstreu sowie Baumaterialien werden für die nächste Woche erwartet. Darüber hinaus werden Untersuchungen durch weitere systematische Probenentnahmen aus denkbaren Schadstoffquellen in den drei Betrieben fortgeführt und verfeinert.

Flankierend zu den aktuell laufenden Untersuchungen wird Niedersachsen einen Beschlussvorschlag in die bevorstehende Agrarministerkonferenz einbringen, der darauf abzielt, dass Schwerpunkte von Belastungen insbesondere durch dl-PCB in Eiern, deren Eintragspfade und Ursachen auf der Basis des nationalen Rückstandskontrollplans und des bundesweiten Monitorings ausgewertet werden. Die Ursachen für Belastungen von Lebensmitteln mit dl-PCB sind - anders als bei Dioxinen - nicht vollständig geklärt. Durch Auswertung der beim Bund vorliegenden Daten aus dem nationalen Rückstandskontrollplan und dem bundesweiten Monitoring sind Erkenntnisse über Ansätze für weitere Forschungsarbeiten zur Ursachenermittlung von dl-PCB-Belastungen zu erwarten.



Sachstand vom 17. April 2012

Hannover.
Anbei informiert das niedersächsische Verbraucherschutzministerium über den aktuellen Sachstand in Bezug auf drei gesperrte Legehennenbetriebe im Landkreis Aurich aufgrund Überschreitungen der Höchstmengenwerte in Eierproben.

Zur Chronologie des vom Landkreis Aurich gesperrten Biobetriebes:

Der Landkreis Aurich ist im September 2011 aufgrund einer Höchstmengenüberschreitung in einer Eierprobe bei dem Legehennen-Biobetrieb aktiv geworden. Der Landkreis hat die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher - den Rückruf der belasteten Eier, die Sperrung des Betriebes, die Ausstallung der Legehennen sowie die Tötung und unschädliche Beseitigung der Tiere - veranlasst. Nach Angaben des Landkreises sind keine belasteten Produkte in den Verkehr gelangt. Über diese Tätigkeiten ist das Verbraucherschutzministerium informiert worden. Das Ereignis wurde als Einzelfall angesehen, den der Landkreis in eigener Zuständigkeit korrekt bearbeitet hat.

Der Landkreis Aurich hat im Folgenden in eigener Zuständigkeit die Eier der im November neu eingestallten Legehennen regelmäßig auf eine Belastung mit Schadstoffen überprüfen lassen. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) hat - wie in solchen Fällen üblich - die Proben als Dienstleister für den Landkreis untersucht und die Ergebnisse dem Landkreis anschließend mitgeteilt. Eine Mitteilung an das Verbraucherschutzministerium erging nicht, da die Untersuchungen keine Höchstmengenüberschreitungen ergaben. Dies ist die in solchen Fällen übliche Vorgehensweise.

Da die Belastung in den Eierproben im Zeitablauf tendenziell zugenommen hat, hat der Landkreis Aurich in eigener Zuständigkeit den Biobetrieb am 5. April 2012 vorsorglich gesperrt. Das Verbraucherschutzministerium und das Laves wurden anlässlich der Sperrung nicht in Kenntnis gesetzt. Diese Vorgehensweise ist - wie bereits mehrfach dargelegt - formal nicht zu beanstanden (die Landkreise sind rechtlich nicht verpflichtet, das Verbraucherschutzministerium im Falle einer verfügten Sperre zu informieren), vor dem Hintergrund einer tendenziell steigenden Belastung der Proben wäre eine frühzeitige Information über die vorsorgliche Sperre jedoch wünschenswert gewesen. Erst am Freitag, 13. April 2012, hat das Laves die Untersuchung einer weiteren Eiprobe des Betriebes abgeschlossen, sie zeigte eine Höchstmengenüberschreitung. Die Eier, die zwischen der letzten Probe ohne Höchstmengenüberschreitung und der vorsorglichen Sperrung erzeugt worden sind, wurden umgehend zurückgerufen.

Da die Eier an einen Großhandel in Nordrhein-Westfalen geliefert worden sind, informierte das niedersächsische Verbraucherschutzministerium noch am 13. April die zuständige Behörde in NRW und in einer Pressemitteilung auch die Öffentlichkeit.

Zur Ermittlung der Ursachen der dl-PCB-Belastung:

Die vom Laves in den drei betroffenen Legehennenbetrieben am vergangenen Freitag entnommenen Proben - unter anderem Futtermittel, Einstreu, verschiedene Bodenproben, Branntkalk, Styropor und Gasbetonstein - werden derzeit in den Laboren untersucht. Ergänzend wurden in den umliegenden Betrieben Eierproben aus zehn Ställen genommen, die ebenfalls derzeit untersucht werden. Das Verbraucherschutzministerium hat außerdem das Laves beauftragt, den möglichen PCB-Eintrag über die Luft in Zusammenarbeit mit Experten zu klären.

Mit ersten Ergebnissen wird voraussichtlich am Freitag, 20. April, gerechnet.


Sachstand vom 14. April 2012

dl-PCB in Eiern: Untersuchungen werden mit Hochdruck fortgeführt

Hannover. Im Rahmen von umfangreichen Betriebskontrollen hat die amtliche Futtermittelüberwachung des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) bis zum gestrigen Freitagabend eine Vielzahl von Proben der betroffenen Legehennenbetriebe im Landkreis Aurich genommen. So wurden unter anderem Proben vom Boden und von der Einstreu genommen. Auch andere Materialien wie Branntkalk und Proben der Stallisolierung fließen in die Untersuchungen, die am heutigen Sonnabend fortgesetzt werden, mit ein.

Im Rahmen der behördlichen Ermittlungen wird unter anderem abgeklärt, ob die Erhöhung der dl-PCB-Belastung in den Proben der erzeugten Eier der drei Betriebe betriebsindividuelle Ursachen hat oder ob möglicherweise eine räumliche Kongruenz besteht. Alle drei Unternehmen liegen in einer Region knapp nördlich des Stadtgebietes Aurich bis in das Gemeindegebiet der südlich angrenzenden Gemeinde Großefehn. Um die mögliche Ursache weiter einzugrenzen, werden stichprobenartig Eier aus den umliegenden Betrieben untersucht werden.

Nach Aufforderung durch das niedersächsische Verbraucherschutzministerium hat der Landkreis Aurich jetzt ermittelt, dass aus den beiden zuerst aufgefallenen Betrieben maximal 58.500 möglicherweise mit Dioxin/dl PCB belastete Eier in den Verkehr gelangt sein könnten. Die Rückführung der gesperrten Partien ist noch nicht vollständig abgeschlossen und wird weiterhin behördlich überwacht. Die Eier sind an eine Handelskette geliefert und im Nordwesten Niedersachsens in Verkehr gelangt.

Das Ministerium weist deshalb erneut auf die Erzeugercodes der Eier hin, mit denen die betroffenen Eier in den Haushalten der Verbraucherinnen und Verbraucher identifiziert werden können:

  • 1-DE-0354451
  • 1-DE-0354452
  • 1-DE-0354453
  • 1-DE-0352691

Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird das niedersächsische Verbraucherschutzministerium entsprechend informieren.


Sachstand vom 13. April 2012

dl-PCB in Eiern: Aktueller Sachstand (Freitagabend)

Hannover. Im Rahmen der Ermittlungen zu den Höchstgehaltsüberschreitungen bei Eiern im Landkreis Aurich wurde bei der Prüfung der Eigenkontrollen der Futtermittel kein Hinweis auf eine Belastung mit Dioxinen/dl-PCB gefunden. Die amtlichen Untersuchungen dauern an.

Im Zuge der aktuellen Ermittlungen wurde das niedersächsische Verbraucherschutzministerium gestern vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) über einen weiteren Betrieb im Landkreis Aurich informiert, der wegen einer tendenziell zunehmenden dl-PCB-Belastung der Eier unter Beobachtung durch den Landkreis stünde. Die bisherigen Befunde lägen jedoch unterhalb des gesetzlichen Höchstgehaltes.

Heute Nachmittag wurde dem niedersächsischen Verbraucherschutzministerium mitgeteilt, dass in einer heute abgeschlossenen Eiprobe dieses Betriebes eine Höchstgehaltsüberschreitung festgestellt wurde. Nach Mitteilung des Landkreises Aurich ist der Betrieb vorsorglich vor Ostern gesperrt worden.

In der Zeit von der Entnahme der beanstandeten Probe bis zur Sperre des Betriebes sind nach jetzigem Stand rund 100 000 Eier in den Verkehr gelangt. Diese Eier wurden an einen Großhändler in NRW geliefert.

Der Großhändler und die Behörden in NRW sind informiert.

Der Summengehalt an Dioxinen und dl-PCB liegt bei der vorliegenden Probe bei 9,89 pg/g Fett (der zugelassene Höchstgehalt liegt bei 5,0 pg/g Fett). Für die Verbraucher besteht bei möglichem Verzehr der Eier somit ebenfalls keine Gefährdung der Gesundheit.

Die Ermittlungen zum Kontaminationsgeschehen werden fortgesetzt.


Sachstand vom 13. April 2012

dl-PCB in Eiern: Umfangreiche Untersuchungen veranlasst / Weitere Betriebe in der Region werden vorsorglich kontrolliert

Hannover. Nachdem im Rahmen von Eigenkontrolluntersuchungen der Erzeugergemeinschaft in zwei Betrieben im Landkreis Aurich erhöhte Gehalte an dioxinähnlichen PCB (dl-PCB) in Eiern festgestellt worden sind, hat das niedersächsische Verbraucherschutzministerium am heutigen Freitag umfangreiche weitere Untersuchungen veranlasst. Bei den betroffenen Betrieben handelt es sich um konventionelle Freilandhaltungen mit 800 Legehennen in einem Stall, beziehungsweise insgesamt 2.800 Legehennen in drei Ställen. Der Summengehalt an Dioxinen und dl-PCB liegt bei den vorliegenden Proben bei 7,74 und 19,5pg/g Fett (der zugelassene Höchstgehalt liegt bei 5,0 pg/g Fett).

Beide Legehennenbetriebe werden heute von der Futtermittelüberwachung des Landes kontrolliert. Futtermittelproben sowie Proben des Bodens und des Tränkewassers sind veranlasst worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand beziehen die Betriebe Futtermittel von einem niedersächsischen Futtermittellieferanten. Bei dem Futtermittellieferanten handelt es sich nicht um den Lieferanten, der die betroffenen Betriebe in Nordrein-Westfalen beliefert hat. Es gibt nach derzeitigem Kenntnisstand also keine Verknüpfung zum Geschehen in NRW. Auch die Möglichkeit eines Eintrages der Belastung über die Luft wird in Betracht gezogen, hierfür setzt sich das Verbraucherschutzministerium mit dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt in Verbindung. Um eine mögliche Quelle weiter einzugrenzen, werden vorsorglich Kontrollen weiterer Legehennenbetriebe in der Region veranlasst.

Im vorliegenden Fall hat sich gezeigt, dass das neue, 2011 eingeführte, verbindliche Meldesystem greift: Nach einer Änderung des Lebens- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) ist nun jedes Labor verpflichtet, auffällige Untersuchungsergebnisse den Behörden zu melden (vor der gesetzlichen Anpassung mussten ausschließlich die Ergebnisse amtlicher Kontrollen an die Behörden gemeldet werden). Diese bundesweite Neuerung, für die Niedersachsen sich als Konsequenz aus dem Dioxingeschehen im Jahr 2011 nachdrücklich eingesetzt hat, führt dazu, dass die Behörden umgehend informiert worden sind und entsprechende Schritte veranlasst werden konnten. Das niedersächsische Verbraucherschutzministerium hat umgehend und kurzfristig reagiert.

Das in diesem Fall tätige Labor hat die Ergebnisse an das Landwirtschaftsministerium in Schleswig-Holstein und den Landkreis Aurich am 11. April am späten Nachmittag übermittelt. Die Betriebe wurden umgehend durch den Landkreis gesperrt. Das Niedersächsische Verbraucherschutzministerium wurde am gestrigen Donnerstag in Kenntnis gesetzt und hat gestern die Erzeugercodes der möglicherweise belasteten Produkte veröffentlicht.

Mithilfe dieser Codes kann jeder Verbraucher nachvollziehen, ob sich eventuell belastete Produkte im Haushalt befinden, auch wenn nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen ist, dass ein großer Teil der ausgelieferten Eier durch die behördlich überwachte Rückrufaktion aus den Regalen entfernt werden konnte. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand haben die Betriebe ausschließlich an den Handel und nicht an die verarbeitende Industrie geliefert.

In diesem Zusammenhang weist das niedersächsische Verbraucherschutzministerium auf eine aktuelle gesundheitliche Bewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hin, die im Rahmen des Geschehens um erhöhte PCB-Gehalte in Hühnereiern in NRW vorgenommen wurde: Das BfR kommt zu der Einschätzung, dass bei einem kurzzeitigen Verzehr der Eier eine gesundheitliche Gefährdung unwahrscheinlich ist. Da im Rahmen der Eigenkontrolluntersuchungen im vorliegenden Fall in Niedersachsen nicht - wie im Geschehen in Nordrhein-Westfalen - maximal das Sechsfache, sondern maximal das Vierfache der zugelassenen Höchstmenge nachgewiesen worden ist, kann die Stellungnahme des BfR zur weiteren Einschätzung heranzogen werden.

Die ausführliche Stellungnahme des BfR finden Sie unter www.bfr.bund.de (siehe Infospalte rechts oben)


Sachstand vom 12. April 2012

dl-PCB in Eiern: Zwei niedersächsische Betriebe gesperrt, Rückrufaktion veranlasst - ML veröffentlicht Erzeugercodes

Hannover. In Eiern von zwei niedersächsischen Legehennenbetrieben sind erhöhte Gehalte an dioxinähnlichen PCB (dl-PCB) festgestellt worden. Beide Betriebe sind vollständig gesperrt, alle ausgelieferten Eier sind bereits zurückgerufen worden.

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich möglicherweise belastete Eier noch beim Verbraucher befinden.

Betroffen sind Eier mit dem Erzeugercode

  • 1-DE-0354451
  • 1-DE-0354452
  • 1-DE-0354453
  • 1-DE-0352691

Die Verbraucher werden gebeten, Eier mit den genannten Erzeugercodes in die Geschäfte zurückzubringen oder zu vernichten.

Die Aufnahme von dl-PCB soll auf Grund der bestehenden langfristig toxischen Eigenschaften möglichst vermieden werden. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der belasteten Eier besteht nicht.

Die Ermittlungen zur Belastungsursache dauern an.






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