„Zukunftsorientierte Umweltbildung für eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung"
Die Konferenz stand unter der Schirmherrschaft von Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen und Kultusminister Bernd Busemann.
Förster, Lehrer und bildungsnahe Einrichtungen als Multiplikatoren für Umweltbildungsthemen arbeiten seit Jahrzehnten eng und erfolgreich auf dem Gebiet der Wald- und Umweltbildung zusammen.
Umweltbildung als dauerhaft vom Land zu finanzierende Gemeinwohlleistung ist eine lohnende Investition in die Zukunft. Den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) ist im Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) § 15 (4) die Aufgabe übertragen worden, "die Öffentlichkeit über die vielfältigen Wirkungen des Waldes durch Bildungs- und Erziehungsarbeit unterrichten".
Die Wald-Umwelt-Bildungskonferenz soll wegen ihrer Vermittlung von Erfahrungen und den daraus entstehenden Synergieeffekten zu einer festen Größe werden. Die Konferenz soll den Auftakt für eine öffentlichkeitswirksame Umweltbildungs-Kampagne geben und in circa dreijährigem Abstand wiederholt werden.
Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen
Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen:
"In den letzen 25 Jahren hat sich die Waldpädagogik gemausert und als zukunftsorientierter Teil der Umweltbildung etabliert. Die Wald- und Umweltpädagogik hat zum Ziel, großen und kleinen Waldbesuchern eigene Naturerfahrungen zu verschaffen. Sie will Wissen vermitteln und sie will die Einstellung zur lebendigen Umwelt dauerhaft positiv verändern. Dabei wendet sie sich an Menschen jedes Alters.
Von den Vereinten Nationen wurde für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. Für die Waldpädagogik bedeutet das eine Riesenchance und Bestätigung ihres bisherig eingeschlagenen Weges. Denn wie kaum ein zweiter Lebens- und Lernort ist der Wald ein lebendiges Beispiel dafür, dass sich langfristiges Denken lohnt. Ich bin stolz darauf, dass Niedersachsen als eines von wenigen Bundesländern die Bildungs- und Erziehungsarbeit fest im Waldgesetz verankert hat. Diesen vielfältigen Aufgaben ist das Fachpersonal der Niedersächsischen Landesforsten besonders verpflichtet."
Kultusminister Bernd Busemann
Kultusminister Bernd Busemann:
"Wir haben in Niedersachsen ein besonderes Unterstützungssystem für Schulen: das Netz der 28 Regionalen Umweltbildungszentren (RUZ). Diese RUZ sind das Herzstück unserer Umweltbildung. Sie bieten Schulklassen aller Altersstufen und Schulformen Bildungsangebote zu Umweltthemen oder Themen der heimatlichen Region an.
Wir haben hier engagierte und kompetente Lehrerinnen und Lehrer abgeordnet, die ausdrücklich auch den Auftrag haben, mit anderen Fachleuten zusammenzuarbeiten.
Das Thema Wald und Forstwirtschaft steht bei allen RUZ mit auf dem Programm. Seit vielen Jahren arbeiten RUZ dabei mit einzelnen Forstämtern und Forstwirten zusammen. Landwirtschafts- und Kultusministerium haben diese Zusammenarbeit immer gefördert und unterstützt.
So gehören auch zwei Standorte der Landesforsten zum RUZ-Netz: das RUZ Reinhausen im gleichnamigen Forstamt bei Göttingen und die Gehegeschule im Forstamt Springe.
Auch die anderen RUZ, die Umweltstationen in den Schullandheimen sowie weitere Lernorte bieten eine thematisch breite Palette an Erkundungen, Projekten und Mitmachaktionen zum Thema Wald an. Diese Einrichtungen sind ideale Partner für die Waldpädagogen, Waldökologen und Waldnaturschutzfachleute der Landesforsten. Gemeinsam lassen sich innovative Projekte für Schulen und Kindertagesstätten entwickeln."
Ziel der Konferenz
- ist es, möglichst viele mit der Umweltbildung befasste Einrichtungen an einen Tisch bringen,
- politische Zielstellungen,
- wissenschaftliche Erkenntnisse und
- praxisbezogene Erfahrungsberichte vorzustellen
und darüber hinaus
- Kräfte zu bündeln,
- Synergieeffekte zu schaffen,
- neue Kontakte herzustellen und
- Qualität zu sichern oder zu verbessern.
Kultusminister Bernd Busemann (links) und Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (rechts)
- mit Prof. Dr. Ute Stoltenberg, Institut für Umweltkommunikation der Universität Lüneburg
- und Dr. Rainer Brämer, Natur- und Wandersoziologe am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Marburg
Die weiteren Referentinnen und Referenten der Tagung
von links nach rechts:
- Reinhard Ferchland, Betriebsleitung der Niedersächsischen Landesforsten
- Hilde Silies, Felix-Klein-Gymnasium Göttingen und die Schüler Florian Schiffel und Annika Lingner
- Burkhard Verch, Regionales Umweltbildungszentrum Reinhausen
- Frank Zweers, Leiter Jugendwaldheim Oerrel
- Sibylle Susat, Funktionsstelle "Waldinformation und Umweltbildung" im Niedersächsischen Forstamt Reinhausen
- Cornelia Tripke, Gehegeschule Wisentgehege Springe
- Dirk Strauch, Waldforum Riddagshausen
Auf dem Foto fehlt: Jürgen Drieling, Landesschulbehörde Osnabrück, Landeskoordination BLK-Programm Transfer-21(Bildung für eine nachhaltige Entwicklung)
Hier können Sie die Vorträge der Referentinnen und Referenten herunterladen.
Bitte beachten Sie in jedem Fall die Autorenrechte.
- Dr. Rainer Brämer: Umweltbildung oder Naturerfahrung? Sackgassen und Auswege (PDF, 2937 KB)
- Prof. Dr. Ute Stoltenberg: Wald und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (PDF, 3743 KB)
- Reinhard Ferchland und Jürgen Drieling: Niedersächsische Landesforsten und Schulen, eine erfolgreiche Zusammenarbeit (PDF, 3339 KB)
- Burkhard Verch, Hilde Silies, Annika Lingner und Florian Schiffel: Bildung für nachhaltige Entwicklung in Zusammenarbeit mit Transfer-21-Schulen (PDF, 1431 KB)
- Frank Zweers: Jugendarbeit - Erfahrungsbericht eines Jugendwaldheimleiters (PDF, 1665 KB)
- Sibylle Susat: Multiplikatorenschulung - Lehrerseminar (PDF, 506 KB)
- Dirk Strauch: Umwelterziehung an den Vorschulen und Grundschulen (PDF, 712 KB)