Konstanz/Hannover. Die Agrarministerkonferenz hat heute in Konstanz einen Vorschlag von Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann aufgegriffen und einen Beschluss gefasst, der auf eine verbesserte Erkenntnislage zu Ursachen, Eintragspfaden und Belastungsschwerpunkten von dl-PCB-Belastungen in Eiern zielt. Erhöhte Werte von dl-PCB (dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle) waren in jüngster Zeit in Eiern aus niedersächsischer und nordrhein-westfälischer Produktion gemessen worden.
Die Agrarminister und -senatoren der Länder haben den Bund auf Initiative Niedersachsens nun gebeten, auf der Basis bereits vorliegender Untersuchungsergebnisse gezielte wissenschaftliche Auswertungen vorzunehmen, so dass weitere Rückschlüsse auf Quellen und die Ausbreitung derartiger Belastungen in Lebensmitteln gezogen werden können. Hierfür geeignete Daten werden in bundesweiten Erhebungen für den Nationalen Rückstandskontrollplan und durch ein bundesweites Monitoring zu Dioxinen und dioxinähnlichen PCB erfasst. Ursachen für Belastungen von Lebensmitteln mit den dl- PCB sind bislang wissenschaftlich noch nicht so gut erklärbar, wie dies für Dioxine der Fall ist. Die gezielte Nutzung und Auswertung der vorhandenen Daten trägt dazu bei, das Wissen über dl-PCB-Einträge in Lebensmittel weiter zu verdichten. Minister Gert Lindemann: „Mir ist es wichtig, dass Ursachen für die jetzt wieder festgestellten Belastungen von Eiern mit dl-PCB möglichst schnell und sicher erkannt und eingegrenzt werden können, so dass rasche Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher möglich sind."
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