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Dorfentwicklung

Grundvoraussetzung für die Förderung im Rahmen der Dorfentwicklung ist, dass das betreffende Dorf, die betreffende Dorfregion ins Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen wurde und ein anerkannter Dorfentwicklungsplan vorliegt.

Gegenstand der Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) sind Ausgaben bei Projekten für

  • die Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse und der Aufenthaltsqualität von Straßen, Wegen und Plätzen einschließlich zugehöriger Seitenbereiche,

  • die Abwehr von Hochwassergefahren für den Ortsbereich und naturnaher Rückbau sowie Wiederherstellung, Umgestaltung und Sanierung innerörtlicher oder landschaftstypischer Gewässer einschließlich der Anlage und Gestaltung der Wasserflächen und deren Randbereiche,

  • die Schaffung und die Entwicklung dorfgerechter Freiflächen und Plätze einschließlich ihrer Ausstattung und dorfgerechter Eingrünung, insbesondere zur Innenentwicklung,

  • kleinere Bau- und Erschließungsprojekte zur Erhaltung und Gestaltung des dörflichen Charakters (nur aus Mitteln der GAK),

  • die Umnutzung von Gebäuden land- und fortwirtschaftlicher Betriebe für Wohn-, Arbeits-, Fremdenverkehrs-, Freizeit-, öffentliche oder gemeinschaftliche Zwecke und nach Maßgabe besonderer siedlungsstruktureller oder entwicklungsplanerischer Gründe auch deren Translozierung insbesondere zur Innenentwicklung,

  • die Erhaltung und die Gestaltung land- und forstwirtschaftlich oder ehemals land- und forstwirtschaftlich genutzter Bausubstanz mit ortsbildprägendem Charakter einschließlich der dazugehörigen Hof-, Garten und Grünflächen, nach näherer Maßgabe des Dorfentwicklungsplans,

  • die Anpassung von Gebäuden einschließlich Hofräumen und Nebengebäuden land- und forstwirtschaftlicher Betriebe an die Erfordernisse zeitgemäßen Wohnens und Arbeitens, um sie vor Einwirkungen von außen zu schützen oder in das Ortsbild oder in die Landschaft einzubinden, soweit sie nicht im Rahmen des einzelbetrieblichen Agrarinvestitionsförderungsprogramms gefördert werden,

  • den Erwerb von bebauten Grundstücken durch Gemeinden und Gemeindeverbände im Zusammenhang mit Projekten nach den Nummern 5.1.2.1 bis 5.1.2.4 der ZILE-Richtlinie nach Abzug eines Verwertungswertes,

  • den Abbruch von Bausubstanz nach Maßgabe besonderer siedlungsstruktureller oder entwicklungsplanerischer Gründe.

Außerhalb der Fördermöglichkeiten der GAK sind Ausgaben für Projekte zur Bewahrung und Entwicklung der Dörfer als Wohn-, Sozial- und Kulturraum und Stärkung des innerörtlichen Gemeinschaftslebens sowie zur Erhaltung des Orts- und Landschaftsbildes zuwendungsfähig. Dazu zählen

  • die Erhaltung und die Gestaltung ortsbildprägender landschaftstypischer ländlicher, nicht nach dem GAKG förderungsfähiger Bausubstanz,

  • die Um-/Nachnutzung orts- oder landschaftsbildprägender Gebäude für Wohn-, Arbeits-, Fremdenverkehrs-, Freizeit-, öffentliche, soziale oder gemeinschaftliche Zwecke; nach Maßgabe besonderer siedlungsstruktureller oder entwicklungsplanerischer Gründe auch deren Umsetzung, vor allem zur Innenentwicklung,

  • der Ersatz nichtsanierungsfähiger orts- oder landschaftsbildprägender Bausubstanz durch sich maßstäblich in das Umfeld einfügende Neubauten,

  • der Neu-, Aus- und Umbau sowie die orts-/landschaftsgerechte Gestaltung ländlicher Dienstleistungseinrichtungen und Gemeinschaftsanlagen, die geeignet sind, das dörfliche Gemeinwesen, die soziale und gesundheitliche Infrastruktur, die Kunst oder die Wirtschaftsstruktur zu stärken,

  • der Erwerb von bebauten und unbebauten Grundstücken im Zusammenhang mit Projekten nach den Nummern 5.1.3.1 bis 5.1.3.4 der ZILE-Richtlinie nach Abzug eines Verwertungswertes;

  • der Abbruch von Bausubstanz nach Maßgabe besonderer siedlungsstruktureller oder entwicklungsplanerischer Gründe.

Außerdem sind Ausgaben für Vorarbeiten im Rahmen der GAK wie spezielle Untersuchungen oder Erhebungen, die wegen örtlicher Besonderheiten des vorgesehenen Verfahrensgebietes notwendig sind oder Zweckforschungen und Untersuchungen an konkreten Projekten mit modellhaftem Charakter förderfähig.

Weitere Regelungen insbesondere zu Förderhöchstgrenzen, Fördersätzen und zum Verfahren finden Sie unter den Ziff. 5, 12 und 13 der ZILE-Richtlinie.

Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung -ZILE -

Antrag auf Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm

Fortschreibung des Dorfentwicklungsprogramms

Hier sind die 19 neu aufgenommenen Dorfregionen der Fortschreibung aufgelistet.

Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner

Die Regional- und Förderpolitik in Niedersachsen wird neu aufgestellt: In den vier neu geschaffenen Ämtern für regionale Landesentwicklung, die seit dem 1. Januar 2014 ihre Arbeit aufgenommen haben, werden Aufgaben der Regionaplanung und Raumordnung, der Stadt- und Landentwicklung und der Wirtschaftsförderung zusammengefasst.

Ämter für regionale Landesentwicklung

Übersicht