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Mit einem anthropogenen Klimawandel ist weltweit zu rechnen. Reagiert die Politik nicht, werden die Folgen unkalkulierbar. Vor dem Hintergrund einer steigenden Weltbevölkerung, des Verlustes kultivierbarer Böden als Folge des Klimawandels, der steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien nimmt die Bedeutung fruchtbarer Böden in der Welt zu.
Sie zu erhalten, effizient und nachhaltig zu nutzen wird damit wichtiger denn je. Dabei sind gleichzeitig die Ansprüche der Ernährungs- und Rohstoffsicherung sowie des Umwelt- und Naturschutzes auf hohem Niveau zu beachten. Das Wirtschaften mit hoher ökologischer Effizienz wird für alle Wirtschaftsbereiche und speziell für die Landwirtschaft zu einer der größten Herausforderungen dieses Jahrhunderts.
Was kann die Land- und Forstwirtschaft zur Treibhausgasreduzierung beitragen?
Ihr Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen ist ausbaufähig. Ein erster viel versprechender Einstieg ist in Niedersachsen mit dem Ausbau der Bioenergie vorangetrieben worden. Bei der Erzeugung von Biogas hat Niedersachsen die Spitzenposition in Deutschland und Europa inne. Niedersachsens Biogasanlagenbetreiber leisten damit einen großen Beitrag zur Schonung des Klimas. Jährlich werden ca. 1,6 Millionen Tonnen CO2 durch den Einsatz von Biogas vermieden. Hinzu kommt eine deutliche Verringerung der Methanemission, die bei der konventionellen Lagerung von Gülle entsteht (weitere Hinweise zur Nutzung von Bioenergie).
Zur Vermeidung von Klimagas spielen außerdem die Wirtschaftswälder eine wichtige Rolle, und dies sowohl als CO2-Senke, als auch als CO2-neutraler Rohstofflieferant. Holz als Rohstoff substituiert andere Materialien mit höherem Energiebedarf und mindert dadurch den CO2-Ausstoß. Hinzu kommt die Einsparung fossiler Energieträger durch die energetische Nutzung von Holz (weitere Hinweise) .
Mit welchen Klimaveränderungen hat die Land- und Forstwirtschaft in Niedersachsen zu rechnen?
In einem ersten Aufschlag hat sich das Landwirtschaftsministerium in Form einer Vortragsveranstaltung (am 27.11.2007) mit dieser Frage befasst. Klimaveränderungen sind heute schon spürbar. Dieser Wandel wird sich weiter fortsetzen. Ihn zu ignorieren wäre unverantwortlich. Denn Klimaveränderungen lassen sich bewältigen, wenn genügend Vorbereitungszeit bleibt und die Veränderungsprozesse abschätzbar sind. Es ist Aufgabe der Politik, hier frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen. Die Einführungsrede des Herrn Minister Ehlen sowie drei Fachvorträge der o.g. Vortragsveranstaltung aus dem Bereich der Pflanzenproduktion (Prof. Dr. Weigel, Direktor der FAL Braunschweig und Leiter des Instituts für Agrarökologie), der Forstwirtschaft (Prof. Dr. Spellmann, Leiter der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen) und des Obstbaus (Dr. Weber vom Obstbau Versuchs- und Beratungszentrum Jork der Landwirtschaftskammer Niedersachsen) geben umfangreiche Informationen über mögliche Auswirkungen, Perspektiven und Reaktionen für die Land- und Forstwirtschaft sowie für den Obstbau.
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