|
Die Ergebnisse der stark nachgefragten ersten niedersächsischen Studie zur Situation der Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben aus dem Jahre 2001 wurden 2008 einer Aktualisierung unterzogen. In 38 niedersächsischen Landkreisen wurden erneut Daten erhoben und 455 Fragebögen ausgewertet.
Die aktuelle Veröffentlichung zeigt deutlich, wie sehr die soziale Stellung der Frauen in den landwirtschaftlichen Betrieben einem steten Wandel unterliegt.
"Im Vergleich zu 2001 hat sich die außerlandwirtschaftliche Erwerbstätigkeit der Frauen nahezu verdoppelt. Heute arbeiten bereits 30% der Befragten von Haupterwerbsbetrieben und 59 % von Nebenerwerbsbetrieben außerhalb der landwirtschaftlichen Produktion", erläuterte der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen in Hannover. Es zeige sich, dass der stetige Wandel in allen Bereichen der Landwirtschaft von allen Beteiligten große Flexibilität verlange und dass sich gerade die Frauen hier mit Engagement und Ehrgeiz der Herausforderung stellten.
Auch die Schul- und Berufsbildung ist weiter gestiegen, was zu einer veränderten Selbsteinschätzung der Frauen führt. Des Weiteren wird deutlich, dass die berufliche Selbstständigkeit von Frauen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat während die hauswirtschaftlichen Berufe stark rückläufig sind.
Vorherige Veröffentlichungen zu diesem Thema finden Sie auf unseren Seiten unter Service – Publikationen & Downloads – Landwirtschaft & Ernährung
Die Studie wurde von der Agrarsozialen Gesellschaft e.V. in Göttingen mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erstellt und von den Landfrauenverbänden Hannover und Weser-Ems begleitet.
|