 |
HANNOVER. "Mit Ihrer Arbeit und ehrenamtlichem Engagement haben Sie Maßstäbe gesetzt." Im Namen des Bundespräsidenten, Horst Köhler, und im Auftrag des Ministerpräsidenten Niedersachsens, Christian Wulff, erhielt Norbert Leben aus den Händen des niedersächsischen Ministers für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Hans-Heinrich Ehlen, am Freitag das Verdienstkreuz am Band des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Eine hohe Auszeichnung für Männer und Frauen, die sich durch ein bewiesenes herausragendes Engagement für das Gemeinwohl, durch Verantwortungssinn und Zivilcourage auszeichnen.
In einer kurzen Feierstunde blickte Minister Ehlen im Großen Sitzungssaal seines Ministeriums in Hannover auf einen Mann aus Schätzendorf (Undeloh), der sich seit 20 Jahren in zahlreichen Organisationen und Verbänden in vorbildlicher Weise unter Zurückstellung persönlicher Interessen einsetzt. "Norbert Leben gehört zu den Menschen in unserem Lande, die sich nicht scheuen, Ehrenämter zu übernehmen, und das ist heutzutage in unserer Gesellschaft, in der zunehmend Eigeninteressen, Selbstverwirklichung und Entsolidarisierung das gesellschaftliche Miteinander prägen, nicht mehr selbstverständlich. Er ist ein tolles Vorbild", so Minister Ehlen mit Nachdruck und Anerkennung.
Dabei liegt der Schwerpunkt Norbert Lebens Engagements seit jeher in der Vertretung des privaten Waldbesitzes auf Kreis-, Landes- und Bundesebene. Hier wirkte und wirkt er an einer Vielzahl entscheidender Stellen: seit März 1999 als Präsident des Waldbesitzerverbandes Hannover, seit September 2008 als Präsident des neu gegründeten Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, als Vorsitzender des Beirates der Naturschutzstiftung des Landkreises Harburg, als Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) in Berlin, als Präsidiumsmitglied des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V., als Mitglied im Deutschen Forstzertifizierungsrat sowie im Schalenwildausschuss des Deutschen Jagdschutz Verbandes und des Landesjagdverbandes Niedersachsen, als Vorstandsmitglied der ehemaligen Landwirtschaftskammer Hannover und nun der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Von 2000 bis 2007 war Norbert Leben als Vorsitzender der Regionalen Arbeitsgruppe des Landes Niedersachsen von PEFC-Deutschland maßgeblich bezüglich der Zertifizierung des Waldes. Seit 1991 engagiert sich der Undeloher zudem in der Kommunalpolitik des Landkreises Harburg, in dem er auch seit 1996 als stellvertretender Bürgermeister der Samtgemeinde Hanstedt tätig ist, ebenso nimmt er die Aufgaben des Kreisjägermeisters und des Geschäftsführers des Verbandes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Kreisverband Harburg wahr.
Neben dieser Vielfalt an Aufgaben und Verpflichtungen kommt Norbert Leben seinen Pflichten in Landwirtschaft, Wald und Gasthof mit Restaurantbetrieb und Pensionsgästen in seinem Heimatort Schätzendorf nach. "Vermutlich liegt es auch an seiner eindrucksvollen Bundeswehrkarriere, dass er alle diese Aufgaben und Verpflichtungen unter einen Hut bekommt; denn wer die Logistik beherrscht, beherrscht auch Organisation und die Delegation", so der Minister über den Oberst der Reserve. Wobei er gleichzeitig betont, dass dabei "ohne die Familie und vor allem ohne das Engagement von Frau Leben in Haus, Hof und Gastwirtschaft mit Restaurant- und Pensionsbetrieb das ehrenamtliche Wirken des Hausvaters nicht hätte stattfinden können".
Norbert Lebens unermüdlicher Einsatz für den privaten Waldbesitz, für den Erhalt des Waldeigentums, für die gerechte Abgeltung der Wasserdienstleistungen an die Waldbesitzer, für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit der Beratungsorganisation Landwirtschaftskammer und vielem anderen mehr hält seit mehr als 25 Jahren an. "Ihr unermüdliches Engagement für die Waldbesitzer auf Landes- und auf Bundesebene und Ihre Verlässlichkeit im Umgang mit Konflikten haben Sie zu einem angesehenen und geschätzten Repräsentanten des privaten Waldbesitzes in Niedersachsen und im gesamten Bundesgebiet gemacht. Möge Ihnen noch lange Jahre Ihre hohe Leistungskraft und dafür eine robuste Gesundheit erhalten bleiben", wünschte Minister Ehlen bei Überreichen der Auszeichnung.
|
 |