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PCB-Höchstgehalt in Eiern aus dem Landkreis Osnabrück überschritten


HANNOVER/Osnabrück
. Auf drei Betrieben im Landkreis Osnabrück wurden Eier gefunden, bei denen der Höchstgehalt an nicht-dioxinähnlichem (ndl)-PCB überschritten wurde. Es handelt sich um drei Kleinbetriebe mit 150, 352 und 376 Legehennenplätzen. Die beanstandeten Eier wurden ausschließlich direkt vom Erzeuger an Verbraucher abgegeben. Die Kunden werden durch den Lebensmittelunternehmer informiert, die Eier werden zurückgenommen. Durch den zuständigen Landkreis wurde auf Grund des Untersuchungsergebnisses die Abgabe von Hühnereiern untersagt.

Die Untersuchung der Eier fand als Eigenkontrolle in einem akkreditierten Labor statt. Der Höchstgehalt wurde teilweise um das Zweifache überschritten. Die Tiere der betroffenen Geflügelbetriebe haben vermutlich kontaminiertes Futter gefressen, das von einem Mischfutterwerk aus Minden stammen soll.

Grundsätzlich wiesen Futtermittelchargen aus NRW teilweise deutliche (10-fache) Höchstgehaltsüberschreitungen bei ndl-PCB auf. Durch Ermittlungen der Behörden in NRW und Niedersachsen konnte festgestellt werden, dass Einzellieferungen möglicherweise kontaminierter Futtermittel auch an Betriebe in Niedersachsen erfolgten. Insgesamt sind 290 Tonnen möglicherweise ndl-PCB-kontaminierter Futtermittel nach Niedersachsen geliefert worden. Die Kontamination soll durch Lackabsplitterung in zwei Verladesilos passiert sein.

Die Zahl der in Niedersachsen von dem Ereignis betroffenen Betriebe betrug zunächst insgesamt 29. Durch negative Proben konnten die Sperren von neun Betrieben inzwischen wieder aufgehoben werden (LK Osnabrück: 2x Geflügelmast, LK Grafschaft Bentheim: 2 Geflügelmast, LK Rotenburg: 1x Legehennen, LK Wittmund: 1 x Legehennen, außerdem negative Eierproben in 2 Betriebe im LK Leer und 1 im Emsland. Damit gibt es derzeit 20 gesperrte Betriebe.

Weitere Untersuchungen werden durchgeführt. Mit abschließenden Ergebnissen ist Anfang kommender Woche zu rechnen.

Artikel-Informationen

16.11.2018

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