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Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast fordert Planungssicherheit für Sauenhalter

Agrarministerkonferenz in Münster beginnt


HANNOVER. Die Agrarminister aus Bund und Ländern treffen sich ab morgen (Donnerstag) zu ihrer Frühjahrstagung in Münster. Erstmals trifft Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast auf die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Die Tagesordnung der Konferenz umfasst 46 Punkte. Dabei geht es unter anderem um die Zukunft der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP), die Entwicklung einer gemeinsamen Ackerbaustrategie, die Zukunft der Nutztierhaltung, den Schutz der Biodiversität und die Digitalisierung.

Für Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast steht die Sauenhaltung im Fokus: In den letzten zehn Jahren verringerte sich die Zahl der Sauenhalter in Niedersachsen um 60 Prozent. „Es ist unser klares Ziel, dass es weiterhin Ferkel aus Niedersachsen gibt“, betonte die Ministerin und forderte klare Rahmenbedingungen. Man habe starke Familienbetriebe und regionale Partnerschaften zwischen Landwirten, die es zu erhalten gelte.

„Die Umsetzung des Magdeburger Urteils stellt eine große Herausforderung dar“, sagte Otte-Kinast. Bund und Länder haben ein Arbeitspapier erstellt, das nun in Münster diskutiert werden soll. Dabei geht es um die Größe des Kastenstandes und den Aufenthalt der Sauen im Kastenstand. Der Bund hat signalisiert, kurzfristig einen Vorschlag zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vorzulegen. „Niedersachsen begrüßt diese Ankündigung sehr. Unsere Landwirte benötigen endlich Planungssicherheit“, erklärte Otte-Kinast.

Außerdem wird sie den Ausstieg aus der Ferkelkastration ansprechen. Zum 1. Januar 2019 ist das betäubungslose Kastrieren verboten. „Ob der sogenannte vierte Weg auch für Deutschland eine Lösung sein kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Wir brauchen aber auch hier dringend Antworten vom Bund, damit unsere Landwirte danach handeln können“, stellte Otte-Kinast klar.

Weitere wichtige Themen aus niedersächsischer Sicht: Die inzwischen bis nach Ungarn vorgerückte Afrikanische Schweinepest (ASP) und der Umgang mit dem Wolf.

Weitere Infos auch unter www.agrarministerkonferenz.de
Artikel-Informationen

25.04.2018

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