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Fleisch oder Lebensmittel die mit verdächtigem Fleisch aus NL hergestellt wurden, werden vernichtet, da die Herkunft nicht nachweisbar ist

Falsch deklariertes Rindfleisch aus den Niederlanden: Aktueller Sachstand

HANNOVER. Nachdem aus einem niederländischen Betrieb an zwölf fleischverarbeitende Betriebe in Niedersachsen Rindfleisch mit möglicherweise nicht deklarierten Pferdefleischanteilen geliefert worden ist, sind die behördlichen Ermittlungen weiterhin nicht abgeschlossen.

Bisher wurden in Untersuchungen der Waren von zwei Firmen nachgewiesen, dass kein Pferdefleisch beigemengt war. Ein positives Ergebnis liegt im Rahmen des aktuellen Geschehens zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vor. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden aus den Niederlanden im maßgeblichen Zweijahreszeitraum vom 1. Januar 2011 bis zum 15. Februar 2013 an die betroffenen zwölf Betriebe in Niedersachsen zirka 620 t Fleisch geliefert. Ein Abgleich der Erkenntnisse hat – wie in den vorangegangenen Presseinformationen veröffentlicht – ergeben, dass ein Teil der betroffenen Produkte bereits in das Pferdefleisch-Geschehen im Februar/März involviert und daher auch bereits dann aus dem Verkehr genommen worden war.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hat der niederländische Betrieb Pferdefleisch unter Rindfleisch gemischt und die Ware als Rindfleisch ausgezeichnet. Außerdem hat das Unternehmen mit Fleischlieferungen unbekannter Herkunft gehandelt. Da die niederländischen Behörden zudem Differenzen zwischen den angelieferten und den ausgelieferten Fleischmengen festgestellt haben, ist die vorgeschriebene Rückverfolgbarkeit für die Ware zwischen Januar 2011 bis Februar 2013 nicht gewährleistet. Die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit sind somit nicht erfüllt, sämtliche Fleischlieferungen sind nicht verkehrsfähig. Als Konsequenz werden alle Bestände, die bei dem niederländischen Betrieb und seinen Kunden – auch in Niedersachsen – sichergestellt worden sind, vorsorglich vernichtet.

Presseinformation
Artikel-Informationen

19.04.2013

Ansprechpartner/in:
Natascha Manski

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressesprecherin
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2137
Fax: 0511/120-2382

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