Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz klar

Eine „Luther-Eiche“ für das Ministerium

Zum Auftakt des 500. Reformationsjubiläums pflanzt Minister Meyer mit Landesbischof Meister eine von 200 Erinnerungseichen – Bäume stammen von historischer Luther-Eiche in Polle ab


HANNOVER. Zwischen Obstbäumen, Magnolien und Bienenstöcken hat im Garten des Agrarministeriums seit diesem Samstag ein ganz besonderer Baum seinen Platz. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums pflanzte Landwirtschaftsminister Christian Meyer zusammen mit Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, dort eine „Luther-Eiche". Die gemeinsame Aktion bildet den Auftakt für eine Pflanzung von mehr als 200 Jubiläumseichen im Gebiet der Landeskirche zum Reformationstag. Die Bäume wurden aus den Samen der 100-jährigen „Luther-Eiche" in Polle an der Weser gezogen, der Heimat des Ministers. Die Tradition reicht zurück ins Jahr 1520, als Martin Luther in Wittenberg die päpstliche Bannandrohungsbulle verbrannte und hier die erste „Luther-Eiche" gepflanzt wurde.

„Das Pflanzen einer Luther-Eiche ist ein schönes und sichtbares Zeichen anlässlich dieses wichtigen Jubiläums, denn die Reformation hat Europa, seine Geschichte, Kultur und Religion stark geprägt", sagte Minister Meyer. „In diesem Zusammenhang passt es gut, wenn auch im Garten des für Forstwirtschaft und Wald zuständigen Ministeriums eine solche Eiche in Gedenken an Martin Luther steht." Es sei eine gute Idee, zum 500. Reformationsjubiläum diese Tradition wieder aufzugreifen. „Bäume pflanzen ist immer gut. Besonders freut mich aber, dass dieser Baum aus meiner Heimat, dem Weserbergland, stammt."

Die Idee für die Pflanzaktion hatte Andreas Kretschmer, Kirchenvorsteher und Revierförster in Polle, der gemeinsam mit Ulrich Wöhler, Superintendent des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder, die Auftaktaktion im Ministeriumsgarten begleitete. Die Eichen wurden vor zehn Jahren zu Beginn der Reformationsdekade aus dem Samen der Luther-Eiche in Polle gezogen. Insgesamt wurden in der gesamten Hannoverschen Landeskirche über 200 Eichen an Kirchengemeinden, kirchliche und diakonische Einrichtungen sowie Privatpersonen in 40 Kirchenkreisen geliefert. Die Bäume sind nun etwa dreieinhalb Meter hoch.

„Ich bin sehr dankbar für die Aktion aus dem Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder, die auf ehrenamtliches Engagement zurück geht", sagte Landesbischof Ralf Meister. „Viele Menschen in Kirchengemeinden in der ganzen Landeskirche Hannovers pflanzen heute und in den kommenden Tagen eine Eiche. Sie setzen ein Zeichen, das für Generationen an dieses 500-jährige Reformationsjubiläum erinnern wird. Zugleich ist diese Initiative nachhaltiger als viele der Give-aways, die wir jetzt zum Reformationsjubiläum überall angeboten bekommen."

Aktuell gibt es in ganz Deutschland mehr als 100 Luther-Eichen, 20 davon in der Hannoverschen Landeskirche. Die meisten der Erinnerungsbäume wurden im Jahr 1883 anlässlich des 400. Geburtstages von Martin Luther gepflanzt. Die allererste Luther-Eiche in Wittenberg wurde während der Freiheitskriege Anfang des 19. Jahrhunderts von französischen Truppen gefällt - und später von den Wittenbergern durch eine Neupflanzung ersetzt.

 
Von links nach rechts: der Ideengeber der Aktion Andreas Kretschmer, Kirchenvorsteher und Revierförster in Polle, Landesbischof Ralf Meister, Minister Christian Meyer und Ulrich Wöhler, Superintendent des Kirchenkreises Holzminden-Bode
Artikel-Informationen

29.10.2016

Ansprechpartner/in:
Manfred Böhling

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Stellvertretender Pressesprecher
Calenberger Str. 2
30169 Hannover
Tel: 0511-120 2137

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